Kalefeld in alten Ansichten

Kalefeld in alten Ansichten

Auteur
:   Dietmar Hantke
Gemeente
:   Kalefeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5869-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kalefeld in alten Ansichten'

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31. Am 12. März 1899 trafen sich 25 Kalefelder Männer in der Gastwirtschaft Nolte und gründeten die 'Freiwillige Feuerwehr Calefeld'. Vorher hatte im Ort eine Pflichtfeuerwehr der Gemeinde bestanden, wobei sich jeder, der körperlich dazu in der Lage war, im Brandfall an den Löscharbeiten beteiligen mußte. In der freiwilligen Feuerwehr dagegen konnten -laut Satzung nur 'unbescholtene Männer der Gemeinde Calefeld im Alter von mindestens 18 Jahren' Mitglied werden.

Die Ablösung der Pflichtfeuerwehr durch die freiwillige Feuerwehr scheint nicht sofort erfolgt zu sein, denn noch im Jahre 1906 wurde in den Protokollen des Gemeinderates die anscheinend noch weiter bestehende Pflichtfeuerwehr erwähnt.

Schon in ihrem Gründungsjahr mußte die junge Wehr zu ihren ersten Einsätzen ausrücken: Am 6. September brannte die Scheune des Landwirts Hermann Ude, Hagen, nieder. Knapp eine Woche später wurde die Ölmühle bei der Weißenwasserkirche (siehe Bild 37) durch ein Feuer völlig vernichtet.

Das nebenstehende Foto, eine Aufnahme aus Anlaß des ersten Feuerwehrfestes vom 16. bis 19. Mai 1901, zeigt die aktiven Wehrmitglieder mit dem Vorstand (Bildmitte, sitzend): Obersteiger August Blumenhagen, Hauptmann Friedrich Henze und Hauptmann Hermann Ude. Links und rechts stehen die Hornisten Gustav Blumenhagen und August Mennecke. Sie hatten bei Übungen und Brandeinsätzen die Wehr durch Hornsignale zu alarmieren. Diese Aufgabe war nach der Installation von Sirenen im Dorf überflüssig.

Das festlich geschmückte Spritzenhaus wurde in der Folgezeit durch einen hölzernen Schlauchturm ergänzt. Als im Jahre 1929 Kalefeld als größte Ortschaft im Alten Amt Westerhof vom Landkreis Osterode eine Motorspritze erhielt, reichte das vorhandene Spritzenhaus für die ordnungsgemäße Unterbringung nicht mehr aus. Daher riß man es 1933 ab und errichtete an gleicher Stelle ein massives Gerätehaus mit einem Schlauchtrocknungsturm und drei Garagen.

Nach weiteren umfangreichen Erweiterungsarbeiten im Jahre 1987 verfügt die Stützpunktwehr heute über moderne Einrichtungen und Räumlichkeiten, um ihre Aufgabe zum Wohl der Allgemeinheit erfüllen zu können.

32. Wie in vielen anderen Dörfern der Umgebung entstand auch in Kalefeld um die lahrhundertwende ein sporttreibender Verein.

Es war am 31. Oktober 1900, als etwa zwanzig junge Männer in der Gastwirtschaft Gustav Nolte den Entschluß faßten, den 'Männer-Turn-Verein Kalefeld' zu gründen.

Ein zweiter Turnverein ('Freie Tumerschaft'), dessen Mitglieder vorwiegend aus der Arbeiterschaft des Dorfes kamen, bildete sich knapp zwei Jahrzehnte später. Wie schon aus den Namen hervorgeht, war das Ziel beider Vereine die Ausübung und Förderung des Turnens. Obwohl seit 1910 auch in Kalefeld Fußball gespielt wurde, blieb diese heute so beliebte Sportart ein 'Stiefkind'. Erst im Jahre 1922 kam es mit dem 'SV Kalefeld' zur Gründung eines Fußballvereins im Ort.

In der Anfangszeit des MTV leitete Heinrich Kiehne die Turnabende auf dem Noltesehen Saal. Da die Decke des kleinen Raumes für das Reekturnen zu niedrig war, mußte sie zum Teil erhöht werden. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen junge Männer wie Hermann Becker, Hermann Bierwerth und Albert Paare die Leitung des Vereins. Albert Paare war es auch, der im Jahre 1926 eine Damenriege ins Leben rief. Die Gründung dieser Abteilung stieß von Beginn an auf reges Interesse bei den jungen Mädchen des Dorfes. Unter Leitung von Albert Paare und Hermann Becker übten sie sich im Pferd- und Barrenturnen und im Keulenschwingen. Außerdem führten sie Gymnastikübungen und Volkstänze vor.

Die für ihre Darbietungen notwendigen Kleider (weiß mit rot bzw. blau abgesetzten Ärmeln und Kragen) nähten sich die Mädchen selbst. Die beiden Vorturnerinnen Klärchen Kasten (verheiratete Haase) und Helene Nolte (verheiratete Cludius) nahmen regelmäßig an regionalen Schulungen in Einbeck teil und gaben ihr Wissen an die anderen Turnerinnen weiter. Die Damenriege besuchte mehrere Turnfeste (zum Beispiel in Freden, Gar

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