Kamen in alten Ansichten Band 1

Kamen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Fred Kaspar
Gemeente
:   Kamen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2880-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kamen in alten Ansichten Band 1'

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89. In der Kampstraße, die von der Weststraße abzweigt, steht die kleinere der beiden evangelischen Kirchen, die Lutherkirche. Sie wurde im Jahre 1744 erbaut. Der Turm kam bei einer Renovierung im Jahre 1868 hinzu. Sie war das Gotteshaus der lutherischen Gemeinde, die bis zur Einigung im Jahre 1920 selbständig neben der größeren reformierten Gemeinde existierte.

90. Bei der Renovierung im Jahre 1868 wurden die Kirchenwände derart bemalt, daß unten ein Tuchbehang vorgetäuscht wurde und darüber der Eindruck eines Mauerwerks aus Steinquadern entstand. Bei der folgenden Renovierung im Jahre 1920 wurde das Fenster hinter dem originellen Kanzela1tar zugemauert und die Kirche ganz neu ausgemalt.

91. Nun wurde die ganze Wand hinter dem Altar in eine Gedenktafel für die Gefallenen des ersten Weltkrieges umgewandelt. An den beiden Seiten brachte man zwei große Gemälde mit biblischen Szenen an. In den Jahren 1968-1972 mußte die Kirche wegen Baufälligkeit vollständig renoviert werden. Dabei wurde der Innenraum bis auf die beiden Gemälde völlig neu ausgemalt, wobei man allerdings versuchte, den ursprünglichen Zustand von 1750 wiederherzustellen.

92. Gegenüber der Lutherkirche, an der Stelle des jetzigen 'Lindwurms' auf dem Neumarkt - der früheren Schützenhofwiese - stand bis etwa 1970 die Falkschule. Sie war ursprünglich als lutherische Volksschule erbaut worden. Unsere Aufnahme zeigt sie von der Schützenhofwiese aus um das Jahr 1920. Das Fachwerkhaus gehört zur Rottstraße.

93. Dort, wo die Kampstraße auf die Nordenmauer stößt, stand noch bis 1975 der Bauernhof Koepe, Rechts im Haus befand sich die Wohnung, links die Scheune und der Stall. Diese Hausform ist heute fast völlig aus dem Stadtbild verschwunden. Das Hofgelände ist nun in den Grüngürtel um Kamen einbezogen.

94. Nun blieken wir die Nordenmauer entlang, und zwar von der Kämerstraße aus. Die Häuser auf der linken Seite, die fast alle um 1820 auf der ehemaligen Stadtmauer, deren Reste oft noch in den Kellerfundamenten wiederzufinden sind, errichtet wurden, sind in den vergangenen Jahren für den Grüngürtel abgebrochen worden. Hier wohnten vor allem Handwerker. Die Aufnahme stammt etwa von 1920.

95. An der Ecke Kämerstraße und Westenmauer stand bis 1820 das Kämertor. Von dem dazugehörigen Torschreiberhaus sieht man rechts im Bild eine Ecke. Es war einer der letzten Reste der Stadtbefestigung und hatte sich bis 1974 erhalten. In den Torschreiherhäusern, von denen es an den fünf Stadttoren von Kamen je eines gab, wurde die Accise, eine Art Zoll, erhoben.

96. Nun geht unser Bliek die Kämerstraße entlang zum Kärnerplatz. Links der kleine Giebel gehört zum Torschreiberhaus am ehernaligen Kämertor. Durch die Hecke und den schattenspendenden Baum wirkte die Straße hier noch recht ländlich.

97. Vor der ehemaligen Stadtmauer zwischen der Nordstraße und dem Kämertor blieb noch lange Zeit ein Stück des ehemaligen Stadtsgrabens offen. Heute ist er, wie auch der hier mündende Goldbach, gänzlich verrohrt oder zugeschüttet.

98. Vor dem Kämertor, entlang der heutigen Kämertorstraße, entstand um die Jahrhundertwende eine Reihe großer Villen. Zusammen mit den großen Alleebäumen an der Straße verliehen sie diesem Stadtteil ein vornehmes Gepräge.

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