Kamen in alten Ansichten Band 1

Kamen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Fred Kaspar
Gemeente
:   Kamen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2880-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kamen in alten Ansichten Band 1'

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29. Um 1930 hat man dieses Bild aufgenommen. Wieder hat sich manches verandert. Neben dem Paulusturm ragt nun auch der Turm der katholischen Kirche über die Dächer, Sie wurde 1901 erbaut. Seit 1909 fährt die Straßenbahn quer über den Markt. Das Rathaus wurde im Jahre 1925 wieder einmal umgebaut und mit den Arkaden versehen, damit die Fußgänger nicht mehr durch die schmale Einmündung der Bahnhofstraße gehen mußten. Der Zaun um das Denkmal wurde durch ein Blumenbeet ersetzt.

30. Erst bei dem Umbau im Jahre 1925 wurde das Rathaus unterkellert. Bis zur Sesekeregulierung in den zwanziger Jahren war das Grundwasser nur etwa ein Meter unter der Erde, so daß es nicht möglich war, tiefe Keller zu bauen. Bei der Unterkellerung des Rathauses wurde auch der Ratskeller eingerichtet.

31. Über fünfzig Jahre hatten die von Basse das Bürgermeisteramt der Stadt Kamen inne. Vorne rechts auf diesem Familienfoto sitzt Julius von Basse, der von 1847 bis 1877 Bürgermeister war. Nach seinem Tode wurde sein Sohn Ado1f, der hier hinter seiner Mutter steht, in das Amt berufen. Er führte dann noch die Stadt bis zum Jahre 1913. Während dieser Zeit verwandelte sich Kamen von einem Ackerbürgerstädtchen in eine Industriestadt.

32. Auf allen alten Bildern vom Markt fällt immer wieder auf, wie groß er doch ohne parkende Autos aussah. Blickte man auf die Südseite des Marktes, fiel sofort der Fachwerkbau der Restauration Leonhard Rieder auf. Der Wirt war ein nach hier ausgewanderter Bayer. Rechts von dem Haus führte damals nur eine schmale Gasse zum Köpeplatz. Um 1965 wurde für die Verbreiterung der Gasse das kleine Bürgerhaus hinter dem Denkmal abgebrochen.

Kamen, f'4rlie am M4rkl

33. Die gleiche Front, doch aus einer ganz anderen Perspektive, zeigt diese Postkarte von etwa 1910. Der Fotograf stand an der Einmündung der Bahnhofstraße. Im Vordergrund liegt das frühere 'Colonialwarengeschäft Mertin' (heute Rathausapotheke). Schon damals gab es Maggi zu kaufen. Dahinter, mit der Laube, die 'Conditorei Carl Hillmann', das heutige Café Gonnermann. Hier, wie auch bei Rieder im Hintergrund, hatte man schon damals ein Straßencafé. Ganz hinten, anstelle der Scheune zwischen den Bäumen, steht heute das Ärztehaus.

34. Um 1900 sah es in der Nord-Ostecke des Marktes so aus. In der Bildmitte mündet die Straße 'Am Geist' in den Markt. Hinter dem Denkmal lag das durch sein gutes Essen weithin berühmte Hotel Biermann. Das kleine Giebelhaus daneben war damals das Geschäft der Brüder Hochheimer. Später übernahm Car1 Schotte das Geschäft für Vereinsbedarf und Festausstattungen und betrieb noch eine Dedektei. Das nächste Haus ist heute verschwunden. Es gehörte der Familie von Mulert, von der viele geheimnisvolle Dinge erzählt wurden. Heute steht hier der Neubau der Adlerapotheke. Der Altbau ist daneben in der Straße 'Am Geist' zu erkennen. Das kleine spitze Giebelhaus links davon war das frühere Verlagshaus Velting, in dem die Cam ener Zeitung erschien. Es wurde um 1915 abgebrochen.

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35. Fünfundzwanzig Jahre später hatte sich in dieser Ecke des Marktes schon einiges verändert. Vor allem fällt auf, daß das frühere Verlagshaus, das neben dem Haus rnit der Markise links gestanden hat, verschwunden ist. Dadurch wurde die Einmündung der Straße 'Am Geist' in den Markt viel breiter. Außerdem fuhr nun hier die Straßenbahn entlang. Sie kam vor der Bahnhofstraße über den Markt, folgte der Straße 'Am Geist' und bog dann in einer sehr scharfen Kurve in die Weststraße ein,

36. Sogar bäuerliches Leben gab es um 1905 noch auf dem Markt!Ein Heuwagen steht vor der Scheune des Gastwirtes Koepe, der damals neben seinem Hotel noch Landwirtschaft betrieb. Die Scheune wurde später umgebaut und beherbergt heute die Dresdner Bank. Auf dem Hof hinter der Scheune hat Koepe früher sogar Schnaps gebraut. Halb irn Schatten des Baumes lag der eigentliche Gasthof Koepe - das heutige 'Weiße Rössel' (damals noch schlichter 'Zum Weißen Roß'). Es war der traditionsreichste und älteste Gasthof von Kamen, denn er bestand schon seit mehreren Jahrhunderten.

37. Etwa fünfundzwanzig Jahre später - um 1930 - entstand dieses Bild von der gleichen Ecke des Marktes. Immer noch wirkt der Platz ländlich, wenn auch schon eine ganze Reihe Autos hinter den Pferden zu sehen sind. Beim Gasthof 'Zum Weißen Roß' wurde inzwischen das Fachwerk freigelegt, Immer noch besteht die Scheune auf der anderen Seite der Weerenstraße. Dieser Straßenname erinnert an die Familie 'von Weeren', die den Gasthof vor langer Zeit besaß. 'Weeren' ist die plattdeutsche Bezeichnung für 'Werne'.

38. Manchmal war es aber auch ziemlich voll auf dem Markt, zum Beispiel wenn die Kirmes stattfand. Sie dauerte damals jedoch nur einen Nachmittag. Wie viele Leute sich noch erinnern können, mußte an Kirmestagen vor jeder Straßenbahn, die ja quer über den Markt fuhr, ein Mann mit einer Glocke hergehen, damit man zur Seite ging. Der Fotograf dieses Bildes stand an einem Rathausfenster.

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