Kamen in alten Ansichten Band 1

Kamen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Fred Kaspar
Gemeente
:   Kamen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2880-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kamen in alten Ansichten Band 1'

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59. An der Nordstraße, dort, wo die heutige Ängelholmer Straße abzweigt, erbaute der 'Tumverein zu Camen von 1854' für 19763 Mark im Jahr 1874 die Jahnturnhalle, die später auch von den Schulen der Stadt mitbenutzt wurde. 1904 wurde die Halle verlängert und das Wohnhaus davorgebaut. Im Laufe des letzten Weltkrieges brannte die Halle aus, entstand aber bald von neuem. Die Aufnahme stammt etwa von 1910.

60. Hier hat sich die gesamte freiwillige Turnerfeuerwehr, von der schon beim Bild 53 die Rede war, vor der Turnhalle versammelt. Daß es sich um die Feuerwehr handelt, erkennt man neben den Äxten und anderen Geräten, die sie in den Händen halten, an dem Spritzenwagen rechts, auf dem die Männer sitzen. Die Aufnahme entstand um das Jahr 1882.

61. Am 31. Januar 1882 schenkte die Schuhmacherwitwe Hellmig der Stadt 15 000 Mark zur Errichtung eines evangelischen Krankenhauses. Nachdem weitere Spenden gesammelt worden waren, wurde 1884 ein Haus an der Nordenmauer angemietet, in dem zwei Diakonissen ihren Dienst versahen. Aber 1888/89 wurde am Nordentor, gegenüber der Turnhalle, ein Neubau für 50 000 Mark errichtet. Diesen Bau zeigt die Postkarte von 1895. Erwurde am 30. August 1889 eingeweiht.

62. Durch Schenkungen, vor allem von der Gräfin Kielmannsegge aus Cappenberg, wurde das Grundstück erweitert, denn schon nach zehn Jahren (1898) war ein Anbau nötig. Das damalige Aussehen des Krankenhauses hält diese Aufnahme von 1905 fest. Links der Flügel ist damals erheblich vergrößert worden, und in der Mitte wurde ein verglaster Vorbau angefügt.

63. Ging man um 1915 die Nordstraße in Richtung Stadt entlang. so bot sich auf der rechten Seite, gegenüber der Einmündung der Sackgasse, dieser Bliek. Die zwei großen Neubauten der Gründerzeit, die heute noch stehen, scheinen das kleine Fachwerkhaus in der Mitte fast zu erdrücken. Das Bauernhaus ganz links mit seinem originellen Deelentor steht noch heute. Ganz rechts ist eines der Zechenhäuser am Vogelhof zu erkennen, mit denen das ganze Gebiet des heutigen Karstadt-Kaufhauses bebaut war.

64. In der Mitte dieser Zechenhäuser stand der eigentliche Vogelhof, der dem ganzen Gebiet seinen Namen gab. Ursprünglich hieß er Reek-zu-Reok-Hof und war der größte der zehn kamener Burgmannshöfe. Um 1890 kaufte die Bergwerksgesellschaft das ganze Gebiet auf, ließ die Wassergräben um den Hof zuschütten und mit zehn großen Mietshäusern bebauen. Der Hof selber blieb aber bis zum Bau des Kaufhauses erhalten.

65. Während die eine Seite der oberen Nordstraße also mit großen Zechenhäusern bebaut war, standen um 1910 auf der anderen Seite noch viele Bauernhäuser. Neben dem Hause rechts liegt die Einmündung der Sackgasse, die damals allerdings noch Ketteltasche hieß. Heute befindet sich an der Stelle der alten Gebäude ein Parkplatz. Hinter dem kleinen Schuppen, vor dem der Karren steht, lag die Schmiede Dreischer.

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66. Auf dem Hof der Schmiede haben sich Herr Dreischer und seine Arbeiter für den Fotografen versammelt. Den massigen Gestalten sieht man wohl an, daß sie schwer arbeiten mußten. Niemand wird es verwundern, daß diese Arbeit einen kräftigen Bierdurst erzeugte. Beim Betrachten der finsteren Gesichter entsteht fast der Eindruck, daß die Handwerker den Fotografen als einen Eindringling in ihr Reich empfanden.

67. Diese beiden Fachwerkhäuser standen bis etwa 1900 an der Nordstraße auf der rechten Seite, wenn man in die Stadt ging. Hier hatte Friedrich Frieling seine Schlosserei und ein Eisenwarengeschäft. Um 1900 wurde dann ein neues großes Geschäftshaus anstelle der beiden Bauten errichtet. Heute hat das Möbelhaus Möcking dieses Gebäude, wie auch das Haus dahinter, übernommen.

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68. Etwa zwanzig Jahre später, um 1920, entstand diese Postkarte. Rechts hat Herr Frieling inzwischen sein neues Eisenwarengeschäft errichtet. Der Stiefel an dem Haus auf der linken Seite weist auf einen Schuhmacher hin. Am Ende der Nordstraße, dort, wo die Weststraße beginnt, steht das alte Ackerbürgerhaus der Familie Klinkmann, das damals noch ein großes Deelentor zur Nordstraße hin hatte. Als Abschluß der Straße erkennt man das Haus Café Humberg.

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