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Karben in alten Ansichten

Karben in alten Ansichten

Auteur
:   Wilfried Rausch
Gemeente
:   Karben
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3066-0
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karben in alten Ansichten'

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9. So kam es immer wieder zu Regulierungs- und Begradigungsarbeiten, wie hier auf unserem Foto von 1930 aus Okarben. Im Rahmen von Notstandsmaßnahmen aufgrund der großen damaligen Arbeitslosigkeit wurde die Krümmung an der Pfarrecke mittels eines geraden Durchstiches beseitigt. Hierbei verschwanden nicht nur der in das Ufer eingeschnittene Badeplatz sondern auch viele das Ufer zierende Erlen und Weiden. Eine davon, 'Tanzsaal' genannt, soll im Stamm so stark gewesen sein, daß zwei Personen bequem im anfangenden Geäst Platz hatten. Auf dem Bild sehen wir den fertiggestellten Durchstich mit den Gleisan1agen für den Erdtransport.

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10. Die Wetterau besitzt neben ihrer Fruchtbarkeit einen großen Reichtum an Mineralquellen. Westlich von Groß-Karben in Bahnnähe liegen die beiden bedeutendsten der insgesamt drei Mineralbrunnen auf Karbener Gebiet. Der älteste hiervon ist der Selzerbrunnen, für den es Hinweise auf eine Nutzung schon zur Römerzeit gibt. Seit dem Mittelalter im Besitz der Reichsburg Friedberg fiel er um 1820 an das Großherzogturn Hessen. 1863 erwarb Freiherr von Leonhardi den Brunnen, den er an die 'Deutsche Wassergesellschaft' in Frankfurt verpachtete. Darauf folgte Adolf Laurenze als Pachter, dem wir zahlreiche Postkarten verdanken, von denen wir hier eine sehen. Von 1929 bis 1938 war die Selters-Sprudel Augusta-Viktoria GmbH aus Selters/Lahn Nutzer, welche die Quelle 1939 käuflich erwarb, Seit 1971 ist die Selzerbrunnen GmbH Eigentümer und Nutzer der Anlage.

11. Neben dem Mineralwasserbetrieb, war der SeJzerbrunnen mit seinem Gasthaus und idyllisch gelegenem Gartenrestaurant beliebter Ausflugsort und Schauplatz vieler Festlichkeiten. Aus allen umliegenden Orten fuhr man mit Kutschen und Wagen heran, wenn hier Tanzveranstaltungen waren. Besonders der Pfingsttanz hatte den Ruf eines Heiratsmarktes, konnte man hier doch seine Braut oder den Bräutigam kennenlemen. Auf unserem Foto aus der Zeit um 1950 sehen wir das Restaurant mit seinen Innenräumen und dem Tanzpavillon, wie es bis zur Schließung im Frühjahr 1980 aussah, Die Bewirtschaftung betrieb ab 1956 die Familie Fritz Mess, deren Sohn Ortfried Mess 1982 den gegenüberliegenden Quellenhof eröffnete.

12. Südlich des Selzerbrunnens schließt der ehemalige Taunusbrunnen an. 1872 irn Auftrag der gekündigten Selzerbrunnenpächterin Johanna Müller, geborene Marchand, erbohrt, erwarb im Jahre 1873 die Firma August Thiernann & Co aus Frankfurt die Neuanlage. Als 'Neuer Selzerbrunnen - J. Friedrich' kam dieselbe 1875 in den Besitz des gleichnamigen Kö!ner Hoteliers, der kurz danach den Namen in "I'aunusbrunnen' änderte. Im Jahre 1889 erwarb eine englische Aktiengesellschaft den Brunnen, deren Bevollmächtigter zusammen mit dem Prokuristen Franz Krug die offene Handelsgesellschaft "Taunus Brunnen Groß-Karben' gründete. Franz Krug erwarb 1903 den Brunnen käuflich. Er ist noch heute im Familienbesitz, Auch der Taunusbrunnen besaïs ein gut geführtes Restaurant und große Gartenanlagen. Die Stillegung erfolgte im Jahre 1964.

13. Die dritte dieser Mineralquellen ist der schon 1428 erwähnte Ludwigsbrunnen, zwischen Groß-Karben und Burg-Grafenrode gelegen. 1830 erhielt der, später im Besitz des Freiherren von Leonhardi befindliche, Brunnen die Berechtigung den Namen des Großherzogs Ludwig 11. zu führen. Die Anlage wurde durch Pächter kommerziell genutzt. So ist uns aus der Zeit des Pächters Laurenze das oben abgebildete Plasenenetikett erhalten. Auf ihn folgte die Firma SeltersSprudel Augusta-Viktoria GmbH welche die Anlage im Jahre 1939 erwarb, aber die Nutzung einstellte. Die Gebäude wurden zu Wohnzwecken vermietet. Kurz vor der Stadtgründung konnte die Gemeinde GroßKarben den Ludwigsbrunnen durch Tausch in ihren Besitz bringen. 1971 wurden die auf dem Bild gezeigten Gebäude abgerissen, die Quelle neu gefaßt und das Anwesen parkähnlich angelegt.

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14. Weit mehr als die Mineralquellen, war für die Menschen die tägliche Versorgung mit Frischwasser von lebensnotwendiger Wichtigkeit. Diese wurde über öffentliche Brunnen sichergestellt, von denen jede Gemeinde mehrere besaïs. Sie unterstanden besonderem Schutz und fortwährender Wartung. Auf Verunreinigungen standen hohe Strafen. Auf unserem Foto aus der Zeit um 1900 sehen wir den Rathausbrunnen in Rendel, der, wie häufig, mit einer zusätzlichen Viehtränke ausgestattet war.

15. Wie mühselig es war, den im Haus und Hof vorhandenen Wasserbedarf zu decken. zeigt uns diese Aufnahme einer Frau in der Klein-Karbener Straße in Rendel um 1900, die mit einem Schu1terjoch zwei Wassereimer nach Hause trägt. Sie zeigt auch den großen und schweren Anteil der Frau an der täglichen Arbeit,

16. In den meisten Dörfern der heutigen Stadt Karben kam es daher schon vor dem Ersten Weltkrieg zum Bau von Wasserleitungsnetzen. In Rendel geschah dies im Jahre 1907. Versorgt wurde hier das Leitungssystem durch die reichlich sprudelnde Quelle des Rathausbrunnens, die, wie unser Foto von 1907 zeigt, man neu faßte und an das Netz anschloß. Die alte Brunnenanlage verschwand aus dem Dorfbild, Bis zum Jahre 1914 kam es ebenfalls in vielen Gemeinden zum Anschluß an das Stromnetz.

17. Viele Generationen von Menschen hat auch dieser Brunnen schon gesehen, der noch heute auf dem Peter-Geibel-Platz in Klein-Karben steht. Aus vier Röhren läuft das Wasser, wie unser Foto aus der Zeit um 1900 zeigt, in zwei Reihen von Tränktrögen ein. Der Erzählung nach sollen schon Kosaken, bei der Verfolgung napoleonischer Truppen, hier ihre Pferde getränkt haben, Mit dem Namen Peter Geibel versehen, verbindet er damit die Erinnerung an den großen Sohn Klein-Karbens,

18. In diesem Haus in Klein-Karben wurde Peter Geibel am 21. August 1841 geboren. Der große Heimatdichter, der wie kein anderer mit seinen Werken die Wetterauer Mundart in den Rang der deutschen Nationalliteratur erhoben nat, starb nach langen Wanderjahren 1901 in Frankfurt-Höchst. Unsere Aufnahme zeigt das über 250 Jahre alte Geburtshaus vor seiner Renovierung. Um 1930 brachte der Vogelsberger Höhenclub die hier noch vorhandene Gedenktafel an. Ihre Inschrift lautete: In diesem Hause wurde am 21. August 1841 der Wetterauer Dichter Peter Geibel geboren. Auf dem unteren Teil der Tafel heißt es: Mein schinste Gruß d'r Wearreraa: Heute ist ein Teil des schönen Fachwerks wieder freigelegt und eine neue Tafel angebracht,

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