Karben in alten Ansichten

Karben in alten Ansichten

Auteur
:   Wilfried Rausch
Gemeente
:   Karben
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3066-0
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karben in alten Ansichten'

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49. Vermutlich die älteste Gaststätte in Grofs-Karben ist das ehemalige 'Gasthaus zum'Adler' in der heutigen Bahnhofstraße 1. Im 17. Jahrhundert kam ein Brennmeister Barth aus Schwaben nach Groß-Karben und wurde hier seßhaft. Nach mehreren Generationen von Leinenwebern und Ackersleuten, kam es im 18. Jahrhundert zur Eröffnung der Gaststätte und einer Metzgerei. Ein Bild von 1910 zeigt die ehemalige Gaststätte. Am rechten Rand ist der Metzgerladen, auch 'Schim' genannt, zu erkennen. In einer Aufnahme von 1910 sehen wir Mitglieder der Familie Barth im Hof des Anwesens. Von links: Carl Barth, Karl Lanz, Emilie Barth, Emma Bender, Marie Barth, Emilie Lanz und Elise Barth. Die Gastwirtschaft schloß am 1. Januar 1966.

50. Am östlichen Dorfausgang von Groß-Karben, in der Heldenberger Straße 15, lag die Wirtschaft von Georg Philipp Jacob, auch 'Maurer Philipp' genannt. Sein Sohn Adolf Jacob stockte das Gebäude 1929 auf und führte auch den Namen 'Deutsches Haus' ein. Heute ist das Haus unter den Besitzern Horst und Hilde Sielaff eine beliebte Speisegaststätte. Unsere Aufnahme entstand vor der Aufstockung um 1926.

51. Mit der Aufnahme des regelmäßigen Zugverkehrs der Main-Weser-Bahn am 11. März 1850 war auch Groß-Karben an das neue Verkehrsmittel angebunden worden. Einen Eindruck aus der Frühzeit der dortigen Bahnstation vermittelt uns diese Postkarte (oben) aus der Zeit um 1900. Die dabei befmdliche Gaststatte 'Zum Taunus' mit ihrem Gartenrestaurant scheint ein beliebter Ausflugsort gewesen zu sein für diejenigen, welche sich das ungewohnte Schauspiel ein- und ausfahrender Züge nicht entgehen lassen wollten. Die technische Welt der Eisenbahn schlug Viele in ihren Bann. Die Aufnahme (unten) von 1932 zeigt das Bahngebäude rnit dem Ecktürmchen im Jugendstil, wie es sicherlich noch mancher Betrachter kannte.

52. Die Main-Weser-Bahn brachte einen großen Aufschwung nach Groß-Karben. Zwischen dem alten Dorf und dem 1900 durch Karl Reitz erbautem Gasthans 'Zur Gehspitze' entstanden viele stattliche Gebäude, So die Villa des Dr. Kohl, eines angesehenen Arztes und das Kaiserliche Postamt. Das Einzige auf unserer Postkarte von 1910 noch an das alte Groß-Karben erinnernde, ist das, auf alten Burgresten 1775 errichtete, Schloß des Freiherrn von Leonhardi. Das Gasthaus 'Zur Gehspitze' wurde durch seine günstige Lage an der Gabelung Bahnhofstraße-Homburger Straße sowie durch moderne Gast- und Hotelräume, schnell zu einem beliebten Treffpunkt. In dem dazugehörigen Saal befinden sich, seit der Übernahme des Gasthauses durch die Familie Schröder im Jahre 1935, die 'Gehspitz-Lichtspiele'.

53. Neben Groß-Karben hatte auch Okarben am nördlichen Dorfende eine Bahnstation erhalten. Da jedoch die damals noch durch Okarben führende Landstraße auch im Süden den Gleiskörper überquerte mußte hier, wie noch an anderen Übergängen, eine Schrankenanlage mit Wärterhäuschen errichtet werden, die jeweils die Namen ihrer Wärterfamilien trugen, So gab es am Selzerbrunnenübergang das Salscheidersche Haus, am Südausgang das Hofmannsche Haus, das hier um 1930 abgebildet ist, arn Übergang Heilighäuser Weg das Haus der Fischers Minna und am Nordausgang gegenüber der Bahnstation Kirchners Haus, Auf unserem Bild erkennen wir das Wärterhäuschen, dahinter das Wohnhaus der Familie mit Schuppen und Kleinviehstall sowie die Bahnwärterfamilie.

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54. Diese Postkarte des Drogen- und Kolonialwarengeschäftes Fladung in Okarben von 1922 zeigt, neben dem dortigen Bahnhof, das bei der Kirche stehende Ehrenmal und die alte Niddabrücke. Das abgebildete Geschäftshaus Fladung in der Untergasse 13 war von Emma Fladung nach dem Tod ihres Mannes, dem Malermeister Theodor Fladung, zu diesem stattlichen Gebäude erweitert worden. Zuvor betrieb sie ab 1912 einen Spezereiladen in einem hinteren Hofgebäude. Nach ihrem Tod im Jahre 1948 übernahm ihr Sohn Willi das Geschäft, welches unter ihm seine größte Blüte erlebte. Als er 1969 starb führte sein Sohn Theodor Fladung 11. die Handlung noch bis 1979 weiter, mußte jedoch aufgrund starker Konkurrenz im gleichen Jahr schließen. Heute befindet sich hier eine Quelle-Verkaufsagentur.

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55. Im Jahre I9II erbaute Friedrich Cordes das in der Hauptstraße, direkt in der Nähe des Bahnhofes, gelegene Gasthaus 'Zur Post'. Der Name bezog sich auf die Posthalterei, die seine Frau in dem gleichen Gebäude für Okarben innehatte. - Im Jahre 1930 eröffnete Cordes zusätzlich auf seinem Anwesen eine Brotfabrik und eine Motorrnühle. Die gewaltigen Investitionen führten 1936 zur völligen Schließung und Verkauf an Georg Weinmann. Ludwig Neurath aus Okarben pachtete die Wirtschaft und führte diese bis zur Betriebsaufgabe im Jahre 1940 weiter. In den ehemaligen Gasträumen befindet sich heute ein Modegeschäft.

56. In diesem alten Haus in Hauptstraße 52 in Okarben führte Karl Bassmann bis zum Jahre 1925 eine Metzgerei mit Gastwirtschaft und einen Kolonialwarenhandel. Die Postkarte von 1920 zeigt Karl Bassmann mit Hund im Hoftor, im Hintergrund Frau Bassmann mit Tochter. In dem eingeschossigen Saalbau fanden in den zwanziger Jahren alljährlich die Bauernbälle und Kirchweihveranstaltungen statt. 1925 erwarb Friedrich Decher das Anwesen, nach dessen Tod seine Witwe Philipp Helfrich heiratete. Im Jahre 1941 übergab diese die Wirtschaft an ihre Tochter Irma und deren Mann Karl Burkert, nachdem 1933 auch Philipp Helfrich gestorben war. Die Gaststätte bekam den Namen 'Zur Sonne'. Bis zum Jahre 1971 führte die Familie Burkert den Betrieb selbst, Von da an befinden sich Pächter darin.

57. Ein Anwesen nachdem man heutzutage in Okarben vergeblich Ausschau halt, war der Petershof in der dortigen Hauptstraße gelegen. Dem Freiherrn von Leonhardi in Groß-Karben gehörig, befanden sich Pächter auf ihm, von denen uns noch die Namen Wendel und Lischka bekannt sind, Lischka erwarb 1970 das Anwesen und betrieb hier eine Schweinemast. Aufgrund zahlreicher baulicher und betriebstechnischer Auflagen verkaufte er Anfang der siebziger Jahre, was zum Abbruch führte. Heute stehen hier zahlreiche Reihenwohnhäuser. Unser Postkarte zeigt das stattliche Hauptgebäude des Hofes in einer Aufnahme von 1909.

58. Am 6. Juli 1889 erhielt Heinrich Dedio in Klein-Karben vom Großherzoglichen Kreisamt Friedberg die Lizenz zum Betrieb einer Schildwirtschaft mit Herbergberechtigung in der damaligen Ludwigstraße 158, heutige Rendeler Straße 26. Von diesem Straßennamen leitet sich auch die noch heute gültige Gasthausbezeichnung 'Zur Ludwigshöhe' her. ab. Über den späteren langjährigen Inhaber Georg Wilhelm Läufer kam der Betrieb in den Besitz der Familie Schuld, welche noch heute den Wirt stellt. Unsere Postkarte aus dem Jahre 1903 zeigt die Wirtschaft mit dem Florasaal sowie die in der Nähe befindliche alte Linde und die damalige Schule, das heutige Rathaus.

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