Karben in alten Ansichten

Karben in alten Ansichten

Auteur
:   Wilfried Rausch
Gemeente
:   Karben
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3066-0
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karben in alten Ansichten'

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59. Mehrere Gemeinden waren mit eigenem Marktrecht ausgestattet, so Okarben und Klein-Karben. Der Klein-Karbener Markt dürfte auf den schon im Mittelalter abgehaltenen Fischmarkt zurückzuführen sein. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich hieraus dann der weit in die Wetterau hinein bekannte Viehmarkt, der jährlich am zweiten Sonntag im Juli begann. Am Sonntag und Montag wurde in den von einheimischen Wirten errichteten Zelten im Hiesigwald getanzt, Häufig gab es bis zu drei Zelte. Der Dienstag war der eigentliche Markttag. Eine Woche später spielte am Nachmarkt noch einmal die Blasmusik zum Tanz auf. Unser Foto von 1905 zeigt den Wirt der Gaststätte 'Zur Ludwigshöhe', Georg Wilhelm Läufer, zusammen mit Heinrich Georg Läufer vor ihrem Festzelt.

60. Die 'Roßmarktbrüder' nannte man eine Gruppe junger Männer aus Klein-Karben, die hier am Marktmontag des Jahres 1934 im Hiesigwald ihren Frühschoppen genießen. Einigen scheint doch der Tanz am Abend zuvor noch in den Beinen zu steeken. Obwohl ihr Name eindeutig auf den Viehmarkt in Klein-Karben Bezug nimmt, ließen sie Festlichkeiten andernorts auch nicht aus. Mit auf dem Foto dabei sind: Friedrich Meiß genannt 'Mobby', Kar! Peter genannt 'Russ', Adolph Krause als Seppel bekannt, Heini Hirsch 'Kräuter Heini', Herr Ochsenhirt genannt 'Lacher', Rudolf Veil, Mobbel Steitz, Philipp Steubesand auch 'Stoppe' genannt, Georg Feuerbach, Georg Wirt der 'Dokter', Fritz Bausch, Herr Giesa auch als 'de Schnaps' bekannt, Alois Vetter und mit Schürze der Festwirt Wilhelm Wörner.

61. Vermutlich die älteste Wirtschaft in Rendel war das am südlichen Dorfende gelegene Gasthaus Leonhardt. Anfang des 19. Jahrhunderts durch eine Familie Schäfer gegründet, kommt um 1820, durch Einheirat, der Wagner Leonhardt aus Okarben in den Besitz desselben. Mit ihm und seinen Nachfahren bleibt der Name Leonhardt, bis zur Schließung kurz nach dem Ersten Weltkrieg, mit dieser Gaststätte verbunden. Dieses Foto von 1898 zeigt, von links: ein zu Gast weilender Moxter aus USA, Lehrer Knel! aus Nieder-Dorfelden, Frau Moxter geborene Runk, Landwirt Heinrich Wittich, Lehrer Wilhelm Diehl, Pfarrer Fertsch, Lehrer Will, Oberjäger Moxter, Wilhelm Wittich und A. Moxter. Eine weitere sehr alte Gaststatte ist die 1880 von Otto Wiegand gegründete Gastwirtschaft Hoek im Gronauer Weg 9.

62. Von den früher zahlreichen Rendeier Gaststätten stellt der Rendeier Hof denjüngsten Betrieb dar. Im März 1906 erwarb Wilhelm Meier das Wohnhaus von dem in die USA ausgewanderten Konrad Walter. Im gleichen Jahr eröffnete er hierin die Gaststätte 'Frankfurter Hof' und erbaute den großen Saal. Später verpachtete er das Gasthaus an einen Herrn Sirnon. Ab 1954 ist die Familie Schneider Inhaberin des Anwesens. Nach der Stadtgründung im Jahre 1970 kam es zur Namensänderung in 'Rendeler Hof'. Unsere Aufnahme um 1912 zeigt die Gaststätte und den dahinter liegenden Saal, rnit der noch unbefestigten Klein-Karbener Straße.

63. Nach dem Tode von Karl Martin Hoek verkauften dessen Erben am 9. Juni 1891 das Anwesen in der Obergasse 5 in Rendel an Heinrich Kirchner. Dieser eröffnete in diesem Haus eine Gemischtwarenladen. Er handelte mit Lebensmittel, Getränken, Kohlen und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Es war ein auf die Bedürfnisse der Einwohner abgestelltes Sortiment, wie es auch durch ähnliche Betriebe in den anderen Dörfern angeboten wurde. Nach 1948 übernahm der Enkel Edgar Kost das Geschäft. Im Jahre 1970 schloß dieser den Lebensmittelhandel und verlegte sich ganz auf den Vertrieb von Getränken und Heizöl.

64. Diese Aufnahme aus Kloppenheim von 1910 zeigt das weit über Karben hinaus bekannte Motiv der beiden, oft als Torhäuser bezeichneten, Gebäude mit der dazwischen befindlichen steinernen Pietà und der alten Friedenslinde. Die im 18. Jahrhundert errichteten Bauten weisen die, für fast alle alten Häuser in Kloppenheim typische, Mansarddachfonn auf. Für die andere Vermutung, daß es sich um alte Wohngebäude handelt, spricht die unterschiedliche Konstruktion (Fachwerk/Mauerwerk) sowie das Fehlen einer Torachse im Schloß. Bedingt durch den stark vorangeschrittenen Verfall des linken Hauses, wird dieses Ensemble bald der Vergangenheit angehören.

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65. Gegenüber, auf der anderen Seite der Frankfurter Straße, befand sich in der engen Kurve liegend die Gaststätte 'Zur Linde'. In der 1895 von Lorenz Gehrlich und seiner Frau Rosalia erworbenen Wirtschaft befand sich im 1. Stock ein kleiner Saal. Der Name bezog sich auf die alte Linde hinter der Pietà. Im Jahre 1926 ging das Anwesen auf den Sohn Albert Gehrlich über, von dem es 1954 an den letzten Betreiber Heinrich Gehrlich fiel. Aufgrund der Eröffnung eines Getränkegroßhandels wurde das Gasthaus im Jahre 1959 geschlossen.

66. Eine stattliche alte Linde stand auch am südlichen Dorfausgang von Burg-Gräfenrode. Unsere Aufnahme von 1941 zeigt sie an ihrem Standort auf der Westseite der heutigen Hochstraße. Rechts neben dem heutigen Kaicher Weg, lief noch offen der Rollgraben durch eine Brücke unter der Dorfstraße (Berliner Straße) hindurch. Der Rand des Brückengeländers wird hinter dem radfahrenden Mädchen erkermbar. Einsarn schaut das alte Haus in der früheren Unterburg, heutige Weißenburgstraße 21, aus der unbebauten Umgebung.

67. Im Jahre 1905 zeichnete der Friedberger Stadtkirchenbaumeister Hubert Kratz das Hauptgebäude der Oberburg in Burg-Gräfenrode, auch Schloß genannt, Im Jahre 1429 erstmals als 'daz Steynen Huß' in einer Urkunde erwähnt, stellte die Oberburg die größte der dort ehemals drei vorhandenen Burgen dar. Sie war Hauptwohnsitz der ritterlichen Familie 'von Carben' innerhalb ihrer Besitzungen im Karbener Raum. Ursprünglich im gotischen Stil errichtet, wurde dieses Gebäude im 18. Jahrhundert im Stile des Barock umgebaut und erweitert. Heute befindet sich hier das evangelische Pfarramt mit Pfarrerwohnung sowie der Kindergarten, Die abgebildete Federzeichnung zeigt noch die bei einer späteren Renovierung entfernten Gauben auf dem oberen Mansarddach.

68. Von den einstmaligen Wehranlagen der Oberburg ist lediglich der 1563 erbaute Lieselturm an der Südostecke der Burgmauer vorhanden. Sein Name ist mit der Dorfsage von der gütigen Liesel, Schwägerin des Burgherren, verbunden. Aus Zorn über ihre Mildtätigkeit ließ dieser die junge Frau zum Ertränken in das Verlies des Turmes wetfen. Drei Tage verbraelite Liesel dort in Todesangst. Obwohl ständig Wasser zugeführt wurde, stieg es aus mysteriösen Gründen nur bis zu einer gewissen Höhe, als der bösartige Ritter im Fieberwahn verstarb, So auf wundersame Weise gerettet, lebte sie noch viele Jahre. Unser Foto von 1935 zeigt den Turm mit dem Platz vor dem Burgeingang, auch Placken genannt,

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