Karben in alten Ansichten

Karben in alten Ansichten

Auteur
:   Wilfried Rausch
Gemeente
:   Karben
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3066-0
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karben in alten Ansichten'

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69. Das älteste Gasthaus in Burg-Gräfenrode war die ehemals herrschaftliche Wirtschaft in der heutigen Weißenburgstraße 8 gelegen. Sie wurde im dreijährigen Rythmus an den Meistbietenden verpachtet. Von einem letzten Wirt in dem im 17. Jahrhundert errichteten Gebäude erfahren wir im Jahre 1906. Es ist dies ein Franz Eiersheim der die Gaststätte betreibt. Im Jahre 1920 befand sich noch eine Getränkeverkaufsstelle in dem Haus, 1977 wurde das betagte Gemäuer abgebrochen. Auf unserem Foto von 1927 sind abgebildet, von links: Hermann Döll, Marie Meisinger, Marie Döll, Alfred Döll, Mathilde Krass, Emma Schreitz und auf dem Arm Hermann Schreitz,

70. In Burg-Grafenrode erfolgte im 18. Jahrhundert eine Erweiterung des Dorfes über die alten Grenzen hinaus, entlang der am alten Dorf vorbeiziehenden Straße, der heutigen Berliner und Ilbenstadter Straße, Viele der dort stehenden Häuser stammen noch aus dieser Zeit. Die hier in einem Foto von 1910 abgebildete Gaststätte Jacob Barth schließt südlich des alten Dorfrandes an und wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Mehrmals erweitert und umgebaut befindet sich dieses beliebte Gasthaus noch heute im Familienbesitz. Abgebildete Personen im Fenster, von links: unbekannt, Sophie Barth und Großmutter. Untere Reihe: Herr Rupp, Jacob Barth, am Tisch rechts Heinrich Moscherosch und auf dem Pferd Wilhelm Barth, die Anderen sind unbekannt.

71. Diese Aufnahme wurde im Jahre 1910 vor der ehemaligen, 1970 geschlossenen, Burg-Gräfenröder Gastwirtschaft Dörr, in der Ilbenstädter Straße gelegen, gemacht. Sie zeigt das Wirtspaar Luise und Ludwig Dörr umgeben von Kirchweihrnusikanten, deren Namen uns nicht bekannt sind. Das alljährliche Kirchweihfest, auch Kirmes oder Kerb genannt, war fester Bestandteil des dörflichen Lebens. War die Ernte eingebracht, bereitete man sich auf die vorwiegend im September und Oktober stattfmdenden Festlichkeiten vor. Fast jede Gaststätte stellte einen Kerbebaum auf und wer einen Saal besaß, veranstaltete einen sonntäglichen Kerbetanz. Am Dienstagabend verbrannten dann die Kerbeburschen nach einem Rundgang durch das Dorf die aus Stroh gefertigte Kerbefigur.

72. Von den Kirmesvorbereitungen gibt uns diese Aufnahme, um 1920 gemacht. Auskunft. Sie zeigt Rendeier Frauen vor der Bäckerei Schwind in der Kendelgasse. Anlaß dieser Ansammlung war das alljährliche Zwetschenkuchenbacken um den 16.-20. Oktober herum für die kommenden Kirchweihtage, Die vom Bäcker bereitgestellten Kuchenbleche wurde mittels mitgebrachtem Teig und Zutaten belegt und dann in den kraftig angeheizten Schwindschen Backofen gesohoben. Abgebildet sind, von links: Luise Schwarzhaupt, Theodor Schwind, Susarme Heil, Christian Schmidt, Elise Adam, Margarethe Dewitz, Lina Bauscher, Marie Schmidt, Anna Clarius, Auguste Schwind, Kar! Schwind, Elise Lenhard, Elisabethe Schrümpf, Wilhelmine Klotz, Marie Börner und Greta Wehrheim.

73. Am Kerbmontag traf man sich in den Gaststätten zum morgendlichen Frühschoppen, welcher sich häufig dann den ganzen Tag über hinzog. Einen Eindruck von der guten Stimmung an diesem Hauptkirmestag vermittelt unser Foto von 1930 vor der Turnhalle in Groß-Karben. Die Personen sind, von links, am Boden sitzend: Kar! Geiss, Karl Leonhardi, Rudolf Zimmermann und Kar! Hinkel. Mittlere Reihe: Fritz Gebhard, Fritz Knauf, Kar! Friedmann, Karl Rühl, Hermann Ross, Wilhelm Thorn (Tommy), Walter Kraus, Fritz Strott, Philipp Kalbhenn, Fritz Eberhard und Kar! Geibe!. Der Junge ist Richard Fink. Hinten: Heinrich Stern, Heinrich Kappes, Adolf Vetter, Karl Vetter und Heinrich Dieh!. Auf dem Sägebock ist vermutlich Konrad Eberhard.

74. Zur Verbreitung von öffentlichen Bekanntmachungen der Gemeindeverwaltung oder wichtigen Meldungen gab es in jedem Dorf einen sogenannten Ortsdiener. Mit einer Glocke seine Durchsage ankündigend, marschierte er die einzelnen Dorfstraßen ab. Auf unserem Bild sehen wir links den Ortsdiener von Rendel, Herrn Koch, aus der Zeit um 1920. Die Gemeindeschelle liegt in seinem linken Arm, mit dem er auch eine schriftlich notierte Meldung hält. In der rechten Hand hält er eine Zigarre, Zeichen dafür daß die Bekanntmachung keinen all zu schlimmen Inhalt hatte. Er ist umgeben von Heinrich Dewitz und dessen Frau Margarethe.

75. Ein Ort der Kommunikation und der Durchsprache von Dorfereignissen waren allenthalben die Schmieden. Schon weit klang das regelmäßige Schlagen auf dem Amboß und betrat man den Schmiederaum, stieg einem der Geruch glühender Kohle in die Nase und wurde der Blasebalg gezogen, stieben die Funken des Schmiedefeuers hoch auf. Unser Foto zeigt die Burg-Gräfenröder Schmiede in einer Aufnahme von 1912. Die Personen sind, von links: Konrad Vetter (Ortsdiener), Philipp Heinrich Vetter 1. (Inhaber der Schmiede), Philipp Heinrich Vetter H. (Schmied), ein Knecht bei Moscherosch, Georg Vetter und Johann Wilhelm Moscherosch (Pferdebesitzer). Im Fenster. Mathilda und Anna Vetter und Frau Vetter. Vor dem Fenster: Friedrich Vetter und Heinrich Schäfer,

76. Um 1895 eröffnete Friedrich Winter in der heutigen Sackgasse in Rendel einen Wagnereibetrieb, dem, wie in allen anderen Dörfern auch, eine wichtige Funktion zukam. Hergestellt wurden komplette Transportwagen und Fuhrwerke, aber auch wichtige Geräte wie Eggen oder Schlachtbänke, Das hierzu benötigte Holz schlug er selbst und transportierte es nach Hause, Als Lagerplatz diente ihm der Lindenplatz und der Gronauer Weg. Im Volksmund wurde er nur kurz 'de alte Wagner' genannt, Mit seinem Sohn Friedrich Il. arbeitete er oft bis spät in die Nacht. Um 1936 schloß der Betrieb. Auf unserem Foto von 1920 sehen wir, von links: Friedrich Winter 1., Ehefrau Elisabethe Winter geborene Gunderloch, Tochter Katharine Winter und Sohn Friedrich Il. Daneben einige Produkte aus seiner Fertigung.

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77. Schusterwerkstätten und Schuhmachereien waren notwendige Handwerksbetriebe in dem dörflichen Alltagsleben. Meist nur mit wenigen Paar Schuhen ausgerüstet, mußte auf deren Erhalt größte Sorgfalt verwendet werden. Neue Schuhe waren sehr teuer und wurden nur in zwingenden Fällen gekauft, Während der Kindheit übernahm man die Stiefel der älteren Geschwister. So fiel dem Schuster eine wichtige Aufgabe zu. Er mußte die Benagelung erneuern und wo immer notwendig, Flicken aufnähen. Einen Eindruck aus einer solchen Werkstatt vermittelt uns die Aufnahme aus dem Betrieb des Heinrich Geibel in der Untergasse 5 in Okarben. Abgebildet sind: in Bildmitte die Mutter von Heinrich Geibel und rechts von ihr der Schuster selbst, umgeben von Gesellen und einern Lehrjungen. Der Betrieb schloß im Jahre 1970.

78. Ein wichtiger Termin in allen ländlichen Haushaltungen war der große Waschtag. Am Tage zuvor hatte man schon das Essen vorgekocht, um alle Frauenhände für diese Arbeit frei zu haben. In dem schon arn frühen Morgen angeheizten Waschkessel wurde die bereits eingeweichte und abgebürstete Wäsche gekocht, um danach wieder gerubbelt und gebürstet zu werden. Nach einern Silbad und anschließendem Klarspülen karnen die einzelnen Stücke zum Trocknen auf weitgespannte Wäscheleinen, oder legte sie zum 'Weissen' auf eine dazu geeignete Wiese, Bleiche genannt. Ständiges begießen mit klarem Wasser war hier vonnöten. Noch gab es viel Arbeit bevor die Wäsche mit hübschen Bändern versehen wieder in die Schränke wanderte, Unsere Aufnahme zeigt einen solchen Waschtag auf dem Hof Sinner in Petterweil.

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