Karben in alten Ansichten

Karben in alten Ansichten

Auteur
:   Wilfried Rausch
Gemeente
:   Karben
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3066-0
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karben in alten Ansichten'

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79. Pferdegespanne gehörten in der größeren Landwirtschaftsbetrieben zu den Dingen, die einmal die tägliche Feldarbeit erledigen halfen, als auch dem Vergnügen des Reitens dienten. Kräftige, gesunde Gespanne waren der ganze Stolz ihrer Besitzer. Unsere Aufnahme von 1931 zeigt die beiden Gespanne des Hch. Harth in seinem Hof an der damaligen Hauptstraße 19 in Kloppenheim. Im Wagen sehen wir Alois Harth rnit Gespannführer Sepp, fertig zu Feldarbeit.

80. Unsere Aufnahme von 1936 zeigt Heinrich Bommersheim aus Rendel mit einem Kuhgespann auf der Dorfelder Straße. Im Hintergrund erkennt man noch die Turmspitze der Rendeier Kirche, Kühe wurden hauptsächlich in mittleren und kleinen landwirtschaftlichen Betrieben auch zum Transport und als Zugtiere bei der Bearbeitung von Äckern eingesetzt, Besonders reizvoll zeigt diese Aufnahme, wie reich die Wege- und Straßenränder damals noch bewachsen waren. Seinen Betrieb mit etwa 16 Hektar Land hatte Heinrich Bommersheim im Gronauer Weg 8 in Rendel.

81. Jede Dorfgemeinde besaß einen eigenen Zuchtbullen, der den einzelnen Landwirten zur Deckung ihres Rindviehnachwuchsbedarfs zur Verfügung stand. Er wurde bei dem Bauer untergestellt, der hierfür das geringste Futtergeld verlangte. Jede Gemeinde hatte den Wunsch, den kräftigsten und gesündesten Bullen zu besitzen. Zu diesem Nachweis besuchte man alljährlich die näheren Viehmärkte, wie den in Klein-Karben. War der eigene Bulle prämiert worden, erhöhte dies auch den Wert seiner Zucht. Auf unserem Foto sehen wir den Kloppenheimer Bullen aus der Zeit um 1925 im Hofe Harth,

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82. Aus dem gleichen Hof stammt diese Aufnahme einer glücklichen Schweinefamilie. Sie zeigt auch deutlich wie natürlich sich noch damals das Leben der Tiere abspielte. Auch für die Schweinezucht unterhielt jede Gemeinde einen eigenen Eber,

83. Jeden Spätherbst begarm die Zeit der Hausschlachtungen. Hierdurch wurde der eigene Bedarf an Fleisch und Wurst durch ein, irn Frühjahr und Sommer über fett gefüttertes, Schwein gedeckt. Einheirnische Metzger führten für die einzelnen Familien solche Schlachtungen, fachgerecht Zuhause, durch. Unsere Aufnahme einer Hausschlachtung durch Metzger Weber in Petterweil zeigt das bereits getötete Schwein, das in diesem Trog von seinen Borsten befreit und durch Aufschlitzen der Vorderläufe zum Aufhängen in die Fleischerhaken vorbereitet wird.

84. In den meisten Landwirtschaftsbetrieben aber auch in privaten Haushaltungen wurde Ziegen gehalten. Sie gaben gute Milch aus denen ein würziger Käse bereitet werden konnte. Auch als Zugtiere wurden sie verwendet. Die Tiere wurden Mittags von den Besitzern zur Weide gebracht, wo Hütejungen die Aufsicht übernahmen, Abends wurden die Ziegen wieder abgeholt. Die einzelnen Gemeinden verfligten über einen Ziegenbock der den Nachwuchs sicherstellte. Unsere Aufnahrne zeigt die alte Gänsweide in Okarben, auch 'Backesgarten' genannt, um 1910. Wer den Gemeindebock zur Unterstellung hatte, bekam den Backesgarten zur Heu- und Grummeternte kostenlos überlassen, Die Hütejungen auf unserern Bild sind: links Jean Bieber und rechts Heinrich Müller.

85. Mit den folgenden Bildern soll ein Eindruck über die frühere Feldarbeit vermittelt werden, die sich heute durch die Technisierung in vielen Bereichen grundlegend geändert hat, So wurden noch in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts die bekarmten Wetterauer Kartoffeln mit einem großen Personalaufwand einzeln in die vorbereiteten Furchen gelegt. Unsere Aufnahme entstand in Burg-Grafenrode im März 1955.

86. Der eigentliche Reichtum dieser Landschaft sind ihre fruchtbaren Lößböden. Dem in großen Flächen stehenden auf ihm gut gedeihenden Korn, verdankt unsere Heimat ihren Namen 'Goldene Wetterau'. Sind die Ähren reif, ist die Zeit der Ernte herangerückt. Alle Kräfte werden heute wie früher angespannt und bis spät in den Abend auf den Feldern gearbeitet. Auf unserem Bild sehen wir Herrn Moscherosch mit einern Selbstbinder und Dreiergespann im Ernteeinsatz in Okarben auf den Feldern des Karlshofes im Jahre 1928.

87. Das so geschnittene und gebündelte Korn wurde zusammengetragen und zum Trocknen in Garben aufgestellt, wie auf unserem Bild aus Okarben vom Jahre 1928 zu sehen ist. Wichtig für eine gute Ernte war damals wie auch heute noch eine beständige Schönwetterperiode.

88. Dann kam der große Tag des Korndreschens heran. Mit Pferden wurde die eigentliche Dreschmaschine auf das Feld gezogen, während die zum Antrieb notwendige Dampfrnaschine mit eigener Kraft fuhr. Das Korn holte man mit Fuhrwerken heran und gab es in die Maschine. Die Körner wurden in Säcken aufgefangen, während das Stroh schon gepreßt und gebunden austrat. Die anfallende Spreu konnte unter das Viehfutter gemischt werden. Auf dem Foto von 1928 sehen wir die Dreschmaschine des Herrn Kappes im Einsatz in der Groß-Karbener Flur. Die Helfer sind, von links: L. Kappes, Herr Rühle, Karl Barth, mit beiden Söhnen, Karl Reuter, Marie Kappes, Lilli Fuchs, Anna Schneider, Jakob Fuchs, Richard Philipp, Walter Fuchs, Georg Schneider, Heinrich Möller und Valentin Birk mit Sohn.

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