Karlsruhe in alten Ansichten

Karlsruhe in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ernst Otto Bräunche
Gemeente
:   Karlsruhe
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5999-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karlsruhe in alten Ansichten'

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19 In der südöstlichen Ecke des Rondellplatzes steht das von Friedrich Weinbrenner 1803 bis 1814 gebaute Markgräfliche Palais. 'Sechs korinthische Säulen bilden einen Porticus. zu welchem man beiderseits aufStufen hinansteigt, und tragen einen geschmackvollen Fronton' . heißt es in einer Stadtbeschreibung von 1858.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei dem ersten Großangriff auf Karlsruhe am 3. September 1942 weitgehend zerstört. Erst in den [ahren 1960 bis 1963 wurde es wiederaufgebaut. Heute befindet sich dort eine Bank. Auf der Postkarte ist auch die

Verfassungssäule mit einem der beiden Greifen zu sehen, die das Denkmal schmücken.

Karlsruhe 1. B., Mar kgräfliches Palais

201mJahre 1872 mußte das von Friedrich Weinbrenner erbaute Ettlinger Tor dem wachsenden Verkehr weichen. Direkt davor lag immerhin der Karlsruher Hauptbahnhof Als das Tor und seine Nebengebäude, die den Abschluß der 'via tri umphalis' vom Schloß nach Süden über den Markt- und Rondellplatz bildeten. abgerissen waren, empfand man die Lücke schmerzlich. Zudem war nun an der Ostseite eine unansehnliche Remisenmauer sichtbar, Um diese zu verdecken, errichtete man mir finanzieller Unterstützung des vermögenden Kunstmalers Wilhelm Klose einen monumentalen Brunnen. Gewidmet wurde das

1875 fertiggestellte Werk Oberbürgermeister [acob Malseh, der neben anderem die Wasserversorgung sichergestellt hatte.

KARLSRûHE

Malschbrunnen

21 Auch der Malschbrunnenmußte 1963 im Zuge des Ausbaus des Ettlinger- TorPlatzes dem modernen Straßenverkehr weichen. Nach dem Abriß blieben nur wenige Teile des Brunnens erhalten, unter anderem die Inschrift, die heute noch im Stadtgarten am Lauterberg zu sehen ist. Rechts auf der Postkarte (um 1900) ist der alte Bahnhof an der Kriegsstraße zu sehen.

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. Karlsru he, Kriegstrasse

22 Diese Postkarte zeigt die Situation am heutigen Ettlinger-Tor-Platz vor der Verlegung des Karlsruher Hauptbahnhofs im Iahr 1913. Man sieht, daß der Bahnübergang die Ettlingerstraße und damit den Verkehr in die Innenstadt unterbricht. Passanten konnten die Unterführung benutzen. Mit dem zunehmenden Straßenverkehr erwies sich die Eisenbahnlinie als ein Verkehrshindernis ersten Ranges, was schließlich zur Verlegung des Hauptbahnhofs führte.

An der Ecke Kriegsstraßel Karl-Wilhelm-Straße (links) ist das Hotel 'Germania', das erste Haus am Platze, zu sehen, das dort 1877 anstelle des Wohnhauses von Fried-

rich Weinbrenner gebaut wurde.

Karlsruhe i. B.

23 Der Bliek von der Bernharduskirche geht nach Westen in die schnurgerade etwa 2 km lange KaiserstraBe. Sie bekam ihren Namen erst 1879 anläBlich der Goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares. Ursprünglich hieB sie durchaus angemessen 'Lange Straße'. Sie bildete bis in die 17 BOer [ahre den südlichen Abschluß der Stadtbcbauung. Hinter ihrer linken Häuserzeile dehnten sich Gärten, durch die auch der Landgraben floß, heute noch der zentrale Karlsruher Abwasserkanal. Lediglich im Osten der Langen Straße, im Bildvordergrund links, war eine ungeordnete Siedlung von Taglöhnerhäuschen, die bis 181.2 selbständige Ge-

meinde Klein Karlsruhe - im Volksmund das 'Dörfle' genannt - entstanden. Seit Beginn des 19. [ahrhunderts dehnte sich die Stadt dann rasch nach Süden aus.

24 Diese Postkarte zeigt die Kaiserstraße im]ahr 1912 von der Ecke Waldhorn-/Kaiserstraße nach Osten. Links die Gebäude der Technischen Hochschule, rechts der Bliek ins 'Dórfle'.

Die Waldhornstraße gehört als die östlichste der neun Radialstraßen zu den ältesten Karlsruher Straßen. 1718 hieß sie ]ung- Dresen- (Draisen- )Gasse nach ChristofWilhelm Drais von Sauerbronn, Kammerjunker und Hauptmann des baden-durlachschen Kreisregiments zu Fuß benannt. Die zunächst nach Mitgliedern des mit der Stadt Karlsruhe gegründeten Ordens der Treue benarmten

Straßen wurden schon bald bis auf die Herrenstraße nach Gasthäusern benannt, Das Gasthaus 'Zum Waldhorn' war die älteste Karlsruher Gastwirtschaft. Es bestand bereits vor der Stadtgründung

und diente nach 171.5 bis zum Bau des Rathauses unter anderem als Ratslokal.

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Kaîserstrasse

2. 5 Bog man von der Kaiserstraße in die Kronenstraße ein, kam man zur Synagoge. Schon früh gab es in Karlsruhe eine große jüdische Gemeinde. Aufgrund der auch für [uden großzügigen Bestimmungen der Karlsruher Stadtprivilegien ließen sich rasch zahlreiche jüdische Farnilien hier nieder. Als die erste Synagoge von 1724 gegen Ende des 18. [ahrhunderts zunehmend baufälliger wurde, die Gemeinde inzwisehen auch größer und wohlhabender geworden war, entscWoß man sich, eine neue Synagoge an derselben Stelle in der Kronenstraße zu errichten. Den Auftrag erhielt der junge Architekt Friedrich Weinbrenner: sein erster

Großauftrag in Karlsruhe. Die 1806 offiziell eingeweihte Synagoge wurde Pfingsten 1871 bei einem Brandunglück völlig zerstört. Die neue Synagoge baute der bekanrite Architekt [osef Durrn in den Iahren 1872 bis 1875. 1938 zerstörten die Nationalsozialisten das Gebäude. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an die Synagoge und die einstmals große jüdische Gemeinde.

26 Die Kaiserstraße Richtung Osten zeigt diese Postkarte aus dem Iahr 1912. An der östlichen Ecke Marktplatz/Kaiserstraße steht das Modehaus Carl Schöpf In diesem Haus wurde l 813 die Handèlsstube gegründet, aus der die heutige Industrieund Handelskammer hervorging.

Am linken Straßenrand Ecke Kreuzstraße/Kaiserstraße bei der Litfaßsäule ist das neue Gasthaus 'Zur Stadt Pforzheim' zu sehen - das alte Gasthaus war 1887 abgebrochen worden. Im Hintergrund steht die SanktBernhardus-Kirche am Ende der Kaiserstraße.

27 Die Kaiserstraße wurde im 19. [ahrhundert zunehmend zur zentralen OstWest-Achse der expandierenden Stadt. Am Ende des 19. [ahrhunderts entwickelte sie sich vor allem zwischen Marktplatz und der Karlstraße zur Einkaufsstraße der' City'. Zur Goldenen Hochzeit des Kaiserpaares im [ahre 1879 wurde sie in Kaiserstraße umbenannt. Dies geschah nicht zuletzt auch deshalb, weil Großherzogin Luise eine Tochter des deutschen Kaiserpaares war. Die Ansicht zeigt die Kaiserstraße vom Marktplatz aus nach Westen.

Karlsruhe

28 An der Ecke Kaiserstraße/Lammstraße stand seit 1888 das Geschäftshaus der Firma S. Model. Das Modehaus zog in diesemjahr vom Stamrnsitz der Familie Meyer-Model am Schloßplatz in das städtische Geschäftszentrum um. Die Familie Meyer-Model gehörte zu den ältesten und einflußreichsten jûdischen Familien. Ihr Stammvater Salomon Meyer, der vermutlich im Iahre 1693 in Oberwesel geboren wurde, kam 1724- über Pforzheim nach Karlsruhe. Nachdem er bereits in Pforzheim das Judenschultheißenamt interimistisch ausgeübt harte, lenkte er als Karlsruher Judenschultheiß fünfzig [ahre bis 177 4- die Geschicke der

[ûdischen Gemeinde. Das Modehaus war 1836 von Simon Model, einem Urenkel Salomon Meyers, begründet worden; es gehörte zu den ersten Adressen in Baden. 1908 verkaufte der Sohn des Firmengründers das Geschäft und zog sich ins Privatleben zurück.

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