Karlsruhe in alten Ansichten

Karlsruhe in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ernst Otto Bräunche
Gemeente
:   Karlsruhe
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5999-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karlsruhe in alten Ansichten'

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29 Die Kaiserstraße zwischen Ritterstraße und Herrenstraße präsentiert sich im Iahr 1901 berelts mit zahlreichen Neubauten. Zu den älteren Häusern zählte das 'Café Museum', im Bild rechts an seiner charakteristischen Rotunde zu erkennen, und die beiden Häuser mit den Dachgauben, die noch nach dem ursprünglich vorgeschriebenen Modell gebaut sind. Das vierte Haus von links, Kaiserstraße 98, steht heute noch. Gebaut wurde es in den Iahren 1899-1900 von Curjel & Maser als Wohn- und Geschäftshaus Wilhelm Sartori. links neben dem 'Café Museum' das 1900-1901 von Curjel & Maser gebaute Hotel 'Erbprinz' und das Waren-

haus Tietz. Bereits 1912 wurde dieses Gebäude wieder abgerissen, um einem Neubau des Warenhauses Tietz Platz zu machen.

30 Noch vor der [ahrhundertwende begannen auch in Karlsruhe die Kaufhäuser ihren Siegeszug. Am 3. April 1881 eröffnete Moritz Knopf in der HauptgeschäftsstraBe, der KaiserstraBe, ein Wàschegeschäft, aus dem die Warenhausgruppe Knopf hervorging. Als sich abzeichnete, daB das alte Geschäftshaus den steigenden Anforderungen nicht mehr genügte, wurde das neue, auf der Postkarte abgebildete Kaufhaus bei dem Architektenbüro Curjel & Moser in Auftrag gegeben. Am 24. April 1914 öffnete es seine Tore. 1938 gehörte das Kaufhaus, dessen Besitzer jüdi-

schen Glaubens waren, zu den Häusern, die in sogenannten arischen Besitz übergingen. Heute gehört das Kaufhaus der Firma Karstadt, die es im Iahr 1990 innen vollständig umbauen ließ, so

daB nur noch die Außenmauern im ursprünglichen Zustand erhalten sind.

31 Der Bliek in die Kaiserstraße nach Osten zeigt ganz im Hintergrund den Turm der 1901 eingeweihten St.Bernhardus-Kirche, die den architektonischen Abschluß der Ost-West-Achse bildet. Im Vordergrund links steht der von den Architekten Curjel & Maser geplante Neubau des Warenhauses Hermann Tietz (Union). Es wurde im Zweiten Weltkrieg teilzerstört, seine Fassade beim Wiederaufbau neu gestaltet. Dahinter erkennt man das Gebäude der Rheinischen Kreditbank, das von den Architekten Pfeiffer und Grossmann 1923124- geplant wurde. Bis zum Brand von 1918 stand hier das 1813 von Friedrich Weinbrenner für

die Karlsruher Museumsgesellschaft errichtete Gebäude.

32 Auch diese Postkatte zeigt die Kaiserstraße um 1907 in Richtung Westen. Neben flanierenden Passanten, Pferdefuhrwerken, Straßenbahn und Handkarren sind auch Radfahrer zu sehen. Auch das Fahrrad verdankt seine Erfindung einem Karlsruher, dem genialkauzigen Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn. 1817 stellte er seine Laufmaschine, die Vorläuferin des Fahrrads, vor. Das von dem gebürtigen Karlsruher Carl Benz erfundene Automobil eroberte erst später die Kaiserstraße.

33 An der Ecke Kaiser-z' Waldstraße entstand in den Iahren 1899 bis 1901 nach Plänen von Hermann Bilhng die Hofapotheke. Die erste Hofapotheke harte der Apotheker Gerber aus Durlach bereits im Iahre 1719 eingerichtet. In dem Gebäude war auch das 'Erste Karlsruher Automatenrestaurant' untergebracht. Der bereits Iugendstilelemente aufweisende Bau steht heute noch in allerdings veränderter Umgebung.

34 Selbstbedienungsrestaurants sind heute nichts Besonderes. Als Automatenrestaurants erregten sie urn die Jahrhundertwende Aufsehen. So nutzte auch der Besitzer dieses 1903 eröffneten Automatenrestaurants das Interesse der Öffentlichkeit zu einem Zusatzgeschäft und ließ Postkarten, die zugleich Werbung waren, herstellen. Das Karlsruher Automatenrestaurant lag gegenüber dem Eingang zur Kaiserpassage im Gebäude der Hofapotheke.

35 Die Kaiserpassage stellte eine Verbindung von der Kaiser- zur Akademiestraße her. An der Kaiserstraße Ecke Waldstraße entstand an einem schlichten dreigeschossigen Haus ein imponierendes Eingangsportal. Dahinter erstreckte sich ein 150 Meter langer, vielfach geknickter, nur zwischen drei und fünf Metern breiter Passageraum, der zwei Etagen hoch und durch einfache Glassatteldächer gedeckt war. Die Passage wurde 1887 eröffnet. Der erhoffte geschäftliche Erfolg blieb aber aus, da sie von einer Hauptstraße in eine unbedeutende Nebenstraße führte. 1920 entstand im Innern durch den Abriß des Friedrichsbades der Pas-

sagehof Im September 1944 zerstörten Bombentreffer die Kaiserpassage. Sie wurde in allerdings veränderter Form wieder aufgebaut.

36 Einer der Anziehungspunkte der Kaiserstraße war die Gaststätte 'Zum Moninger', die auf dieser Postkarte (um 1910) links zu sehen ist. Das 1899 bis 1901 von Hermann Walder gebaute Wohnund Geschäftshaus, auf der Postkarte fálschlicherweise 'Monnmger' genannt, war lange Zeit der Hauptausschank der Brauerei S. Moninger, einer der großen Karlsruher Brauereien. Das Haus steht heute noch, der im Krieg beschädigte charakteristische Turm und die Bekrönung des Erkers wurden aber nicht wieder aufgebaut. Auch der Brauereiausschank besteht nicht mehr. Karlsruhe verlor mit dem 'Moninger' eine seiner traditionellen

'Insnrutionen'. An der Kreuzung von Kaiser- und Karlstraße stand bis 1817 das Mühlburgertor.

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KAISERSTRASSE MIT MONNINGER

37 Der Blick ins Innere des Brauereiausschanks 'Zum Maninger' zeigt, warum das Haus eines der viel frequentierten Karlsruher Gasthäuser war. Hier traf man sich zum einem Halben oder aß zu Mittag. Der Kapitelsaal war nur einer von mehreren Gasträumen.

Aufgenommen wurde dieses Bild von dem Hoffotografen Wilhelm Kratt, der mit dem Badischen Denkmälerarchiv eine Vielzahl hervorragender Fotos nicht nur von Karlsruhe hinterließ.

38 Auch Unglücksfálle wurden gelegentlich auf Postkarten abgebildet. Die Schreiberin der Postkarte berichtete am 25. Februar 1917, 'daB die Restauration Moninger stark mitgenommen wurde', Das Kaffeehaus im ersten ObergeschoB brannte dabei aus, der Gastbetrieb in den übrigen Räumen ging aber weiter. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Schäden und das ObergeschoB wieder aufgebaut.

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