Karlsruhe in alten Ansichten

Karlsruhe in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ernst Otto Bräunche
Gemeente
:   Karlsruhe
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5999-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Karlsruhe in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

39 In Karlsruhe gab es schon in der ersten Hälfte des 19. jahrhunderts eine Reihe von privaten Lehranstalten, die von Frauen geleitet wurden. Die Viktoriaschule geht zurück auf die Gründung der Schwestern Sonntag im Iahre 1841. 1880 ging die Schule in den Besitz der Großherzogin Luise über, die daneben bis 1911 das Viktoriapensionat unterhielt. Beide galten als führende Institute für die Erziehung der höheren Töchter. 1884 bezogen Schule und Pensionat das abgebildete Gebäude in der Kaiserstraße

241. 1907 war der Neubau in der Karl-Wilhelm-Straße 1 fertiggestellt. Im [ahre 192 0 wurde das Viktoriapensionat nach Baden-Baden verlegt.

40 Das Mühlburger Tor im Westen der Stadt bildete mit der Westendstraße (heute Reinhold-Prank-Straße) lange Zeit die Bebauungsgrenze. Das Tor wurde 1817 an diese Stelle verlegt und 1821 nach Planen von Friedrich Weinbrenner mit zwei Wachhäusern versehen. Als die Stadt darüber hinauswuchs, wurde das eiserne Tor abgebaut. Es steht heute am Übergang vom Botanischen Garten in den Schloßpark. Die beiden Torhäuschen rechts im Bild blieben stehen und wurden nach Teilzerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1951 abgerissen.

41 Der Blick vom Mühlburger Tor in die Stadt hinein zeigt im Vordergrund den Kaiserplatz, in den von links nach rechts die Stephamenstraße, die Kaiserstraße und, hier nicht sichtbar, die Arnalien- und die Leopoldstraße münden. Die Karlsruher Prachtstraße endete im Westen, für manche stadtgestalterisch unbefriedigend, lange Zeit in einem weitgehend leeren Platz. Dieser erhielt erst 1889 im Zusammenhang mit der Diskussion um die Aufstellung eines Kaiserdenkmals eine Grünanlage. Hier plazierte man 1897 das Denkmal für Kaiser Wilhelm 1.

.. <'!:' ...

Karlsr1;lhe h.B.

r' .. ~ o. ~ :"

..? : ;". ( ~

, ,

Partie beim Kaiser-Wilhelm-Denkroal

42 N ach dem Tode Kaiser Wilhelrus 1. wollte die Stadtverwaltung ein Laudesdenkmal zu Ehren des Monarchen errichten. Da andere Städte selbst ein Kaiserdenkmal planten. ließ man den Gedanken wieder fallen. Die Stadt fühlte sich aber dennoch zu einem 'Denkmal der Dankbarkeit' verpflichtet. Nach einem langen Diskusslonsprozeß über dessen Forrn, in den sich auch der Großherzog einschaltete, erhielt schließlich Albert Heer den Auftrag zur Schaffung eines Reiterstandbildes, dessen Sockel er mit allegorischen Figuren sowie mit Szenen des Deursch-Französischen Krieges versah. An der Vorderseite des Denkmals schritt

die Sieges- und Friedensgöttin Viktoria. Das Reiterstandbild wurde mit Blickrichtung in die Stadt 1897 auf dem Kaiserplatz aufgestellt.

43 Innerhalb des Mühlburger Tores lag auf der Nordseite das 1833 eröffnete Pfrûndnerhaus, das 1874 vergrößert worden war. Seine Gründung geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Oberbürgermeisters Christian Griesbach. Die Anstalt, das erste Alters- und Pflegeheim der Stadt, sollte alte und gebrechliche Personen zur Pflege aufnehmen. Träger

war die Karl-Friedrich-, Leopold- und Sophienstiftung, in der die Spenden von Bûrgern, allen voran Griesbach selbst, aber auch von Mitgliedern des markgräflichen Hauses zusammengefaßt wurden. In den 1870er Iahren verfügte die Stiftung durch Spenden über ein Ka-

pitalvermögen van 900 000 Mark.

44 Der Blick über den Kaiser-Wilhelm-Platz nach Westen aus der Stadt zeigt außerhalb des Mühlburger Tores das 1898 fertiggestellte Gebäude der Karlsruher Versicherung (heute Rathaus West). Sie war 1836 als Allgemeine Versorgungsanstalt gegründet worden. Daneben ist die Christuskirche mit ihrem charakteristischen Turm zu erkennen, deren Einweihung im Iahre 1900 stattgefunden hatte. Vor der Kirche, im Bild hinter den Bäumen verborgen, lag das Pfründnerhaus, und rechts daneben ist das Torgebäude der von dem Architekten Hermann Billing geplanten Baischstraße zu erkennen. Es ist ein herausragendes Beispiel für die

Jugendstilarchitektur in Karlsruhe.

Xarlsruhe.

)(aiser- Wijhe/mp/alzo

/)

45 Die Christuskirche lag zwischen der ruhigen und vornehmen Westendstraße und den Gleisanlagen der Karlsruher Maxaubahn und der Rheintalbahn, die auf der Karte im Vordergrund zu sehen sind. Die Pläne für den Neubau einer evangelischen Kirche stammen vom Architekturbüro Curjel & Moser. Gebaut wurde sie zwischen 1896 und 1900. Die Architekten gingen dabei in der Frage des Baustils und der inneren Raumaufteilung neue Wege.

Die Maxaubahn war 1862 von der Stadt gebaut worden, um die für die Kohleversorgung wichtige Verbindung in

das Saarland herzustellen. Sie diente den Karlsruhern aber auch zur sonntäglichen Badefahrt in das damals noch bei Maxau gelegene Rheinbad. 1870 ging die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und

Mannheim in Betrieb. Sie mündete am Mühlburger Tor in die Maxaubahn.

46 Das Durlacher Tor bildete bis zum Abriß 1873 die Bebauungsgrenze der Stadt. Von hier gelangte man auf schnurgerader Pappelallee in die ehemalige Residenz Durlach. Das vor dem Tor liegende Gelände, vorwiegend der ehemalige Küchengarten der Großherzöge, wurde für die Stadterweiterung erschlossen. Der Platz vor dem Tor entwickelte sich zur Verkehrsdrehscheibe. Die Strecke der Straßenbahn links führte zum neuen Hauptfriedhof, die rechts nach Durlach. Zwischen der katholischen St.Bernhardus-Kirche und dem Viktoriapensionat ist die KarlWilhelm-Schule zu sehen, dahinter dehnt sich die Oststadt aus.

. Orosh, Viktoria-Pensionat

~arlsrulie. Durlac er Tor .

Bernharduskirche, _

47 Die älteste deutsche Technische Hochschule wurde 1825 in Karlsruhe als Polytechnische Schule gegründet. Noch im 19. Iahrhundert erwarb sich die Technische Hochschule, wie sie seit 1885 offiziell hieß, internationalen Ruf, wofür Namen wie Ferdinand Redtenbacher (Maschinenbau), Carl Weltzien (Chemie) oder Heinrich Hertz (Physik) zeugen.

Das Hauptgebäude an der östlichen Kaiserstraße wurde von Heinrich Hübsch in den [ahren 1832-1836 gebaut und 1864 von Theodor Fischer erweitert. links im Bild die alte Brauerei Höpfner in der Kaiserstraße 14, 'wo mancher Musensohn wäh-

rend seiner Studienzeit dern edlen Gerstensaft huldigt und schon gehuldigt hat' , wie es in einer Beschreibung von 1911 heißt.

48 Im Mai 1899 fand eine feierliche Einweihung mehrerer neuer Gebäude der 'Iechnischen Hochschule statt. Daran nahmen das Großherzogspaar und Vertreter des Landes, der Stadt sowie Deputationen der übrigen 'Iechnischen Hochschulen Deutschlands und der beiden Landesuniversitàten Heidelberg und Freiburg teil. Eingeweiht wurde auch der Aula- und Hörsaalbau, der nordwestlich des alten Hochschulgebäudes an der Kaiserstraße auf dem Gelände des großherzoglichen Fasanengartens von]osefDurm geplant worden war. Die Aula galt damals mit 27 mal 12 Metern als die zweitgrößte einer deutschen Hochschule,

und sie harte durch zahlreiche badische Künstler eine dekorative Ausschmückung erhalten.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek