Karlsruhe in alten Ansichten

Karlsruhe in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ernst Otto Bräunche
Gemeente
:   Karlsruhe
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5999-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Karlsruhe in alten Ansichten'

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59 Nach der [ahrhundertwende wurde der Haydnplatz als städtebaulicher Mittelpunkt des Hardtwaldstadtteils nach Plänen von Heinrich Sexauer angelegt.

Die Postkatte zeigt den östlichen Teil der Platzbebauung, die westliche Bebauung mit zwei weiteren dreigeschossigen Wohnblocks fehlt noch. Bereits zu sehen ist die von der städtischen Gartendirektion 1909 - allerdings nicht nach dem Geschmack des Architekten Sexauers angelegte Gartenanlage.

Im Bildhintergrund sind die Türme der Christuskirche und der altkatholischen Kirche zu sehen.

!~r(sruhe

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Haydn-Platz

60 Der um die [ahrhundertwende entstandene Gutenbergplatz prägt bis heute das Bild der Weststadt südlich der Kaiserallee. Seit 1867 hatte hier bis zumjahr 1891 das Schützenhaus der Karlsruher Schützengesellschaft gestanden. Noch im Iahr 1829 war an dieser Stelle auf der Richtstätte eine Hinrichtung vorgenommen worden. Auf diesem vor 1905 entstandenen Foto fehlt noch der markante Brunnen, im Volksmund der 'Krautkopfbrunnen' . Zu sehen ist die an der Nordseite des Platzes gelegene Gutenbergschule sowie ein bescheidenes Marktleben. Heute zählt der Markt auf

dem Gutenbergplatz zu den beliebtesten Karlsruher Märkten.

61 Die Waldstraße, im 18. [ahrhundert noch Waldgasse genannt, war die westlichste der ursprünglichen Fächerstraßen und grenzte direkt an den Hardtwald. Sie war immer eine belebte Straße, bildete sie doch die Zufahrt zum Schloß und vor allem zum Hoftheater. Ab 1900 wurde sie zum Ausgangspunkt der Kinogeschichte in Karlsruhe. Im Varietétheater 'Colosseum' waren die ersten Filme zu sehen und mit dem Residenztheater entstand 1908 der erste Kinoneubau mit dreihundert Sitzplatzen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Straße weitgehend zerstört, nur auf der Ostseite

blieben einige Häuser stelten, unter anderem das Geburtshaus des Malers Carl Hofer aus dem 18. [ahrhundert, das Gebäude des Badischen Kunstvereins, um 1900 von Friedrich Ratzel in neobarok-

kern Stil errichtet, und am Ludwigsplatz das Gasthaus 'Zum Krokodil'.

62 Neben dem Hoftheater entstanden in Karlsruhe am Ende des 19. jahrhunderts auch zwei Varietétheater. Das 'Colosseum' in der Waldstraße eröffnete 1891. In dem graßen, bewirteten Saal traten im September 1900 zum Beispiel eine Gesangssoubrette, ein Salon-Humorist, Sportacrobaten. Duettisten, Equilibristen, ein Brieà-Brac-Act auf Nach diesern Programm all 1. September 1900 wurden die ersten echten Filmbilder in Karlsruhe gezeigt, darunter auch Lokalaufnahmen vom Marktplatz und vorn Bahnhof. In der Zeit der Weimarer Republik wird hier 1927 das 'Café Museum' eröffnet, das vorher auf der Kaiserstraße gelegen war.

1960 entstand an gleicher Stelle ein großes Parkhans.

63 Der Badische Kunstverein mit Sitz in Karlsruhe entstand auf Initiative von Karlsruher Bürgern im [ahre 1818. Er war damit einer der ersten deutschen Kunstvereine. Sein Ziel war, 'Sinn und Liebe für die bildende Kunst zu fördern'. Am 10. November 1900 konnte der Kunstverein in sein erstes eigenes Ausstellungsgebäude in der Waldstraße einziehen, wo er bis heute residiert. Das repräsentative Domizil des Kunstvereins entstand nach Plänen von Friedrich Ratzel. Sein Bau wurde von Großherzog Friedrich 1. großzügig gefördert.

Karlsruhe

64 An der Stelle des Karlstors befand sich, als Karlsruhe Residenz des neuen Großherzogtums geworden war, nur eine kleine Pforte, die den Weg aus der Stadt nach Beiertheim freigab. Der Nachfolger von Friedrich Weinbrenner, Heinrich Hübsch, erhielt daher den Auftrag, ein neues, repräsentatives Stadttor zu schaffen. 1830 war es fertiggestellt. 1872 wurden die eisernen Tore entfernt, es blieben aber zunächst die beiden wûrfelförmigen Wachhäuser stehen. 1912 fielen sie dann doch dem wachsenden Verkehr zum Opfer. Der gleichzeitig errichrete, am rechten Bildrand zu erkennende Neubau eines Wachhauses für das

Erbgroßherzogliche Palais (heute Bundesgerichtshof) mußte 1969 dem Bau der Kriegsstraßenunterführung weichen.

65 Die Karlstraße wurde um die Iahrhunderrwende zur stark frequentierten Ausfallstraße zur Südweststadt und nach Beiertheim. Hier verkehrte auch eine StraBenbahnlinie. Rechts steht das Friedrich Weinbrenner zugeschriebene, 1823 fertiggestellte Weltzienhaus. Hier lebte der Chemiker Karl Weltzien, der 1860 in Karlsruhe den ersten internationalen Wissenschaftlerkongreß organisierte. Das Weltzienhaus konnte Anfang der 1960er [ahre vor dem Abriß gerettet werden. Gegenüber steht das ehemalige Palais Berkholtz, das von dem Weinbrennerschüler Friedrich Arnold geplant und 1830 fertiggestellt wurde. Seit 1909 war das

Haus als 'Künstlerhaus' im Besitz des Vereins Bildender Künstler. Ein Bombentreffer hat das Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Karlsruhe. Karlstrasse.

66 An der Ecke Karl-/ Akademiestraße entstand in den [ahren 1899 bis 1901 das Bankhaus Veit 1. Homburger. Der Firmeninhaber gehörte zu einer der alteingesessenen und angesehensten jüdischen Familien. Der Metzger Löw Homburger, Stammvater der Karlsruher Familie, war bereits 1721 in die noch junge Residenzstadt gezogen. Seine Nachfahren besaßen im 19. Iahrhundert Handelsunternehmen und Bankhäuser, von denen aber nur das 1854 gegründete Bankhaus Veit 1. Homburger größere Bedentung gewann.

Das repräsentative Bankhaus wurde 1901 von dem bekannten Architekturbüro Curjel & Moser gebaut. 1938

mußte auch dieses Traditionsunternehmen vor der nationalsozialistischen antisemitischen Politik kapitulieren und schließen. Heute hat die Badische Kommunale Landesbank dort ihren Sitz.

Auf der Postkarte ist links im Hintergrund der Giebel der Großherzoglichen Münze zu sehen.

Har lsruhe. Karls!raY3e.

67 Das Prinz- Max -Palais entstand in den Iahren 1881 bis 1884 als Villa des Bankiers a. D. August Schmieder. Der gebürtige Karlsruher, der sich in Breslau ein immenses Vermögen erworben hatte, beauftragte den Architekten Iosef Durm, ihm einen repräsentativen Alterswohnsitz in seiner Geburtsstadt zu erbauen. Durm, bedeutendster Karlsruher Vertreter der Gründerzeitarchitektur, erstellte ein Gebäude, dessen Prachtentfaltung noch heute ins Auge fällt. Heute trägte es den Namen des Prinzen Max von Baden, des letzten deurschen Reichskanzlers des Kaiserreichs, der es 1894

erwarb. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Innere des

Gebäudes weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau beherbergte es unter anderem die Pädagogische Hochschule und das Bundesverfassungsgericht. Seit 1981 sind dort die Städtische Gale-

rie, die stadtgeschichtliche Ausstellung und die Iugendbibhothek untergebracht.

Karlsruhe

Palais Prinz' Max.

68 Zu den Einrichtungen einer Residenzstadt gehörte in der Regel auch eine Münzstätte. Die großherzoglichbadische Münze war Friedrich Weinbrenners letztes Bauwerk in Karlsruhe, nach seinem Tode im Iahr 1826 vollendete sein Schüler Friedrich Theodor Fischer das Bauwerk. Es bildet den Mittelpunkt der Stephanienstraße und schließt die Karlstraße nach Norden hin ab. Noch heute werden in der kleinsten deutschen Münzstätte nicht nur deutsche Geldstücke geprägt - im Schnitt sind es 210 bis 250 Millionen Stück.

Auf der Postkarte aus dem [ahr 1913 ist links neben dem Haupttor das Schildhäuschen für den Torwärter zu sehen.

Grossh. MDnzslälle.

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