Karlsruhe in alten Ansichten

Karlsruhe in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ernst Otto Bräunche
Gemeente
:   Karlsruhe
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5999-9
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Karlsruhe in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

69 Die Amalienstraße, die vom ehemaligen Palais der Namensgeberin Markgräfin Amalie im heutigen Nymphengarten zum MüWburger Tor führt, wurde 1809 als Neue MüWburger-Tor-Straße eröffnet und drei Iahre spater zu Ehren der Markgräfin umbenannt. Amalie Friederike von Hessen-Darrnstadt hatte sieben Kinder. Ihr Sohn Karl, Großherzog von 1811 bis 1818, war mit Stephanie, der Adoptivtochter Napoleons, verheiratet. Ihre Tochter Elisabeth wurde Zarin von Rußland, Friederike heiratere den schwedischen König, Karoline den bayerischen König. Deshalb wurde sie auch die 'Schwiegermutter Europas' genallllt.

Das Foto zeigt die Amalienstraße westlich der Hirschstraße um 1908. Über der Wirtschaft 'Zum Klapphorn' versammelte sich der Bürgerverein Karlsruher Liederkranz. Das Gebäude im

rechten Bildvordergrund steht heute noch.

K arlsruhe i. E., Amalienstrasse

7 0 Der Bliek geht in die Westendstraße, die von der Kriegsstraße bis zur Moltkestraße führt und seit 1946 nach dem von den Nationalsozialisten hingerichteten Karlsruher Widerstandskämpfer Reinhold Frank benannt ist.

Die großzügige Straße lud die Karlsruher und Karlsruherinnen geradezu zum Promenieren ein. Die Straßenbahn wurde allerdrugs seinerzeit von einem Karlsruher Akadernieprofessor wegen der Lärmbelästigung so wenig geschätzt, daß er es ablehnte, daß ein Straße nach ihm benannt wurde.

1942 fielen die Häuser der Westendstraße nahezu vollständig einem Luftangriff

zum Opfer, so daß die Straße heute ein anderes Gesicht hat.

71 Die nach dem Maler und mehrjährigen Leiter der Karlsruher Kunstschule benannte Riefstahlstraße wurde mit der Ausdehnung der Stadt in Richtung Westen Ende des 19. Iahrhunderts angelegt. Wàhrend auf der óstlichen Straßenseite Wohngebäude entstanden, bekam das neue Amtsgefàngnis auf der westlichen Straßenseite seinen Platz.

Auf der Postkarte aus dem jahr 1909 sind die Gleise der Rheintalbahn über Graben nach Mannheim zu sehen,

61!

72 Das Amtgefängnis wurde 1897 nach Plänen von Iosef Durrn in der Riefstahlstraße gebaut. Viele Häftlinge gingen bis heute durch dieses Gefängnis, darunter ab März 1933 auch die politisch verfolgten Gegner des nationalsozialistischen Terrorstaates. Der sozialdemokratische Politiker Ludwig Marum wurde mit sechs anderen führenden Sozialdemokraten von hier in das Konzentrationslager Kislau gebracht, wo er 1934 ermordet wurde.

KaFlsruhe. Amts-6efängnis.

73 Die Leopoldstraße erhielt ihren Namen 1867 auf 'Wunsch der Bewohner der Schlachthausstraße ... zu Ehren Seiner Königlichen Hoheit des höchstseligen Großherzogs Leopold' , in dessen Regierungszeit (1830-1850) die Straße als Wohngebiet erschlossen worden war. Das ursprünglich namengebende 1818 gebaute Schlachthaus wurde 1886 abgerissen. An seiner Stelle wurde 1887 bis 1889 die Leopoldschule, eine Volksschule, gebaut.

Neben dem Schulgebäude im Bildvordergrund links ist auch der Leopoldsbrunnen zu sehen, der 1888 im Auftrage der Stadt gebaut wurde.

Karlsruhe Î. E., Leopoldstrasse

74 Seit Ende des 19. Iahrhunderts entstand mit der Karlsruher Weststadt ein neues großbürgerliches Wohnviertel. Die RichardWagner-Straße wurde zum Mittelpunkt des 'Musikerviertels': die Straßen sind nach bedeutenden Kompenisten benannt. Auf dem Mittelstreifen zwischen den beiden Straßenfahrbahnen errichtete die städnsche Gartendirektion 1905 eine Grünanlage. 1909 schenkte der ursprüngliche Besitzer des Weststadtareals. der großherzogliehe Oberschloßhauptmann Wilhelm Freiherr von Seldeneck, der Stadt den Siegfriedbrunnen, der bis heute diesen Platz schmückt.

Ric:hard Wagnerstrasse.

75 Die nach Heinrich Hübsch, dem neben Weinbrenner bedeutendsten Karlsruher Architekten des 19. [ahrhunderts, benannte Straße, wurde 1897 in der Weststadt angelegt. Die Weststadt verbindet das 1888 eingemeindete Mühlburg mit der Kernstadt. Wàhrend die Weststadt nördlich der Kalserallee zu einem großbürgerlichen Villenviertel wurde, entstanden südlich der Kaiserallee eher mittelständische Wohnbauten sowie Handwerks- und Industriebetriebe.

Die Postkarte zeigt die Ecke Kriegs-/Hübschstraße um 1910. Im Hintergrund ist die

Eisenlohrstraße zu sehen, auf die die Hübschstraße stößt.

76 Einen rypischen Bliek in die Karlsruher Altstadt, das 'Dörfle', bieter diese Postkarte. Mit dem Beginn der Bauarbeiten am neuen Residenzschloß des Markgrafen Karl-Wilhelm war seit 1715 eine Vorstadt entstanden. das 'Dörfle'. Hier wohnten die zum Aufbau der Stadt herangezogenen Arbeiter, die sich als Hintersassen niederlassen konnten. Da die strengen Karlsruher Bauvorschriften im 'Dórfle' nicht galten, entstand bald ein buntes Bild von winkligen Häusern und Gassen. Die Fasanenstraße, hier die Ecke Brunnenstraße, zeigte bis in die sechziger [ahre unseres Iahrhunderts dieses Gesicht. Dann begann die Sanierung, die die Alt-

stadt stark veränderte.

Links im Bild die Gastwirtschaft 'Zum Amboß', ein beliebter Treffpunkt der Altstadtbewohner.

77 Die 'Weinstube' zu den drei Lilien lag in der Karlsruher Altstadt. links fûhrte die Markgrafenstraße vorbei, rechts begann die Kleine Spitalgasse - den Karlsruhern besser unter ihrem seit 1930 neuen Namen Entengasse bekannt. Das von 1830 bis 1944 bestehende Lokallag mitten im Karlsruher Rotlichtviertel. Seit 1897/98 waren alle offiziell 'eingeschriebenen' Prostituierten in dieser Straße zusammengefaßt. Um den 'sittlichen Verruf eines ganzen Stadtgebiets' zu verhindern, kam man schon 1899 auf die Idee, die Kleine Spitalstraße durch Tore vor der Öffentlichkeit abzusperren. Heute führt nach der Altstadtsanierung die Fritz-Erler-

Straße über das ehemalige Gelande der 'Weinstube' zu den drei Lilien.

Alt-Karlsruhe MarkgrafenstraBe

78 Einer der bekarmtesten Karlsruher blickt hier von einem Denkmalsockel auf die Passanten. Carl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn wurde in Karlsruhe als Sohn eines markgräflichen Beamten geboren. Bekannt wurde er weit über die Stadtgrenzen hinaus als der Erfinder des Fahrrads. Sein Laufrad stellte er 1817 der Öffentlichkeit, doch fand er bis zu seinem Tod 1851 nicht die gebührende Anerkennung. Erst 1892 initiierte der Deutsche Radfahrerbund das 1893 an der Kriegsstraße zwischen Lamm- und KarlFriedrich-Straße aufgestellte Denkmal, das durch Spenden

der Mitglieder des Radfahrerbundes finanziert wurde. Es schmückte bis 1963 die Kriegssrraße, hier auf der Postkarte zu sehen. Als die Kriegsstraße für den stark zunehmenden Kraftfahrzeug-

verkehr ausgebaut wurde, mußte es in die Beiertheimer Allee umziehen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek