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Kaufbeuren in alten Ansichten Band 1

Kaufbeuren in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Willi Engelschalk
Gemeente
:   Kaufbeuren
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5160-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kaufbeuren in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Das Stadtarchiv Kaufbeuren bewahrt eine große Zahl von alten Fotografien und Postkarten auf, die jüngst neu geordnet und durch ein Findbuch zugänglich gemacht worden sind. Als Herr Stadtarchivar Dr. Stefan Fischer vorschlug, eine Auswahl davon zu veröffentlichen, habe ich die Anregung gerne aufgegriffen. Dadurch bot sich mir Gelegenheit. mit der Stadt, in der ich seit zwanzig Jahren Iebe , in besonderer Weise vertraut zu werden. Bilddokumente sind ihrer Natur nach sehr gut geeignet, Interesse für die Vergangenheit zu wecken und Überlieferungen vor dem Vergessen zu bewahren. Die direkte Begegnung mit den alten Fotos soll ein Stück lebendige Stadtgeschichte offenlegen und zeigen, wie unsere Stadt zu ihrem heutigen Gesicht gekommen ist. Für die Älteren möge das Buch eine Quelle der Erinnerungen sein, für die Jüngeren eine Hilfe , die heutigen Vcrhaltnisse aus der Kenntnis der Vergangenheit besser zu verstehen.

Die Bilder umfassen die Zeitspanne von 1860 bis 1933, wobei das Schwergewicht um die Jahrhundertwende liegt. Zum Zeitpunkt des ältesten Fotos war die ehemals Freie Reichsstadt Kaufbeuren kaum zwei Generationen lang in den bayerischen Staatsverband eingegliedert. Die schwierige Zeit der Umstellung. in der das Gemeindeedikt von 1808 der Stadt jede Selbstverwaltung genommen hatte. war weitgehend überwunden. Seit der Neufassung der Gemeindeordnung 1818, die eine bescheidene Mitwirkungsrnöglichkeit der Bürgerschaft durch Magistrat und das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten vorsah, begann sich das Wirtschaftsleben neu zu regen. Die zentralörtliche Bedeutung stieg, indem Kaufbeuren Sitz von Verwaltungs- und Gerichtsbehörden wurde und 1876 die Heil- und Pflege-

anstalt für ganz Schwaben erhielt. Der Niedergang des Handwerks, der besonders die Weber getroffen hattc, konnte durch die Industrialisierung teilweise kompensiert werden. Eigentümer eingesessener Kaufbeurer Handelshäuser gründeten 1839 die Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei, die eine Vorreiterrolle bei der Entstehung der Textilindustrie im Allgäu spielte. Mit dem Anschluß an das Eisenbahnnetz 1847 war eine weitere Voraussetzung für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg geschaffen.

Aus der Bevölkerungszahl, die von 1806 (4200) bis 1852 (4180) noch ziemlich konstant war, läßt sich der Aufschwung der Gründerjahre in der zweiten Jahrhunderthälfte, der zu einer starken Zuwanderung ländlicher Bevölkerung geführt hat, deutlich ablesen: von 5 100 Seelen 1870 stieg sie 1880 auf6 268 und 1890 auf7 324. Damit war eine deutliche Veränderung in der Bevölkcrungszusammensetzung verbunden. Die Protestanten gerieten gegenüber den Katholiken in die Minderzahl, und die Schicht der Arbeiter , Angestellten und kleinen Beamten gewann zahlenrnäßig einen wachsenden Anteil. Für die sozialen Aufstiegmöglichkeiten wurde zunehmend die Schulbildung ausschlaggebend. so daß vermehrtes Bildungsstreben auch in Kaufbeuren zu zahlreichen Schulgründungen führte.

Nimmt man - was für eine 'königlich bayerische Stadt' erlaubt sei - die Biererzeugung als Wohlstandsindikator , so ergibt sich ein Bild erfreulicher Prosperität. Hatte der Bierausstoß 1833 noch 13 000 hl betragen. so war er 1883 bis 1889 von 53 256 hl auf 65 368 hl gestiegen. Daraus auf einen 'Wohlstand für alle' im Sinne unserer Sozialen Marktwinschaft zu schließen, ware grundfalsch. Die Lcbensverhält-

nisse der einfachen Leute waren alles andere als rosig. In der 'Fabrik', der Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei, war die tägliche Arbeitszeit erst 1873 von 13 auf 12 Stunden, 1892 von 12 auf 11 Stunden verkürzt worden. Arme Familien konnten ihre Existenz oft nur durch Kinderarbeit in der Fabrik oder in der Landwirtschaft (Hütebuben) sichern. Die Fotos aus dieser Zeit spiegeln dennoch ein auf wirtschaftlichen Erfolg gegründetes Selbstbewußtsein wider. Es fand seinen sichtbaren Ausdruck im repräsentativen Neubau des Rathauses, für den man den Architekten Georg Hauberrisser engagierte , der später das Neue Rathaus in München entwarf. Doch fielen dem ungezügelten Fortschrittsdenken auch manche historischen Baudenkrnäler zum Opfer, beispielsweise Teile der Stadtmauer und die Stadttore.

Die hoffnungsvolle Entwicklung wurde mit dem Ersten Weltkrieg jäh in ihr Gegenteil verkehrt. Nicht nur , daß Kaufbeuren 243 Gefallene und 14 Vermißte zu beklagen hatte, die wirtschaftliche Not war an allen Ecken und Enden spürbar. Am Beispiel der 'Fabrik", des größten Arbeitgebers der Stadt, wird das in bedrückender Weise deutlich. Obwohl während des Kriegs beträchtliche Heeresaufträge verlagen, mußte der Betrieb wegen stockender Rohstoffversorgung eingeschränkt werden. Noch ungünstiger waren die Verhältnisse in der Nachkriegszeit: 1926 standen als Folge der Wirtschaftskrise nur noch 319 Personen in Arbeit und Brot (zum Vergleich: 1868 wird von 600, 1939 von 900 Mitarbeitern berichtet).

Wie überall hatte die Bevölkerung schwer unter der Großen Inflation von 1921 bis 1923 zu leiden. Ein Lichtbliek in dieser Zeit war der Bau der Eisenbahn Kaufbeuren-

Schongau, der manchem Arbeit brachte. Die fortschreitende Elektrifizierung und eine Belebung der Bautätigkeit, auch infolge der Eigenheimbewegung, brachten in den späten zwanziger Jahren eine konjunkturelle Erholung, bis die große Wirtschaftskrise einsetzte, die zu zahlreichen Firmenzusammenbrüchen führte. Die Bilder aus dieser Zeit zeigen. allen Widrigkeiten zum Trotz , einen zähen Behauptungswillen. Er hat die Bürger Kaufbeurens auch in den folgenden Zeitabschnitten nicht verlassen. Das heutige , durch die Integration der Heimatvertriebenen aus dem Gebiet von Gablonz und durch den Zuzug von Menschen aus allen Landesteilen völlig andere und größere Kaufbeuren kann sich mit Genugtuung der Tugenden und Werte erinnern, die ihm die Geschichte aus den vergangenen Zeiten überliefert hat.

Bei der Zusammenstellung dieses Büchleins habe ich von allen Seiten bereitwillige Hilfe erfahren. Dem Leiter des Stadtarchivs, Herrn Dr. Stefan Fischer, und seinen Mitarbeiterinnen danke ich für die tatkräftige Unterstützung. Für Bilder aus Privatbesitz und zahlreiche Hinweise bin ich Mitgliedern des Heimatvereins Kaufbeuren zu Dank verpflichtet. Stellvertretend für sie alle bedanke ich mich beim Archivar des Vereins. Herrn Egon Guggemos, der mit Material und Auskünften stets zur Stelle war. Eine Fundgrube für die im Text verarbeiteten Informationen waren mir die 'Kaufbeurer Geschichtsblätter. die der Heimatverein Kaufbeuren seit 1952 herausgibt. Für Fehler, die wegen der Unzulänglichkeit des menschlichen Gedächtnisses unvermeidlich sind, bitte ich um Nachsicht und bin für freundliche Korrekturhinweise dankbar.

1. Kann man an den Anfang eines Buches mit alten Ansichten ein Luftbild stellen? Ja, deun das Militär hat die Luftbildfotografie schon früh für seine Zwecke eingesetzt und diese Aufnahme vor über siebzig Jahren zur Übung von einern Ballon aus rnaenen lassen. Die Stadt ist noch nicht weit über den mirtelaltertichen Mauerring hinausgewachsen: im Süden (unten) mit dem gründerzeitlichen Schul- und Krankenhausviertel, im Norden mit den Gewerbeflächen und Holzlagerplätzen zwischcn Mühlbach und Mindelheimer Straße und den Gebäuden der Mcchanischen Baumwollspinnerei und Weberei. (Foto:

Luftschifferabteilung des Bayerischen Heeres 1917.)

2. Der Fotograf. der Kaufbeuren vor 1900 aus der Vogelperspektive aufgenommen har, ist auf den Turm der St.-Martins-Kirche gestiegen. In allen vier Himmelsrichtungen hat er das Panorama des in das Tal der Wertach eingebetteten Städtchens eingefangen. Nach Norden blickt man auf den Hatenmarkt und die Lcdergasse , die zum Wiestor führt. Hier befanden sich zahlreiche Gerberhäuser. In den Gärten zwischen ihnen und den Häusern der Neuen Gasse (links) sieht man noch nach Süden offene , schmale Schuppen mit Treekengestellen für das Leder aus den Gerbereren. (Foto: W, Hoffmann um 1898.)

w. Roffmann, Photogr,

Uogelperspektive ven Rautbeuren nadi Osten.

3. Nach Osten reicht der Bliek vom Spital mit dem Sywollenturm (links) bis zum Rathaus (rechts). Im Spitalensemble ist rechts das ehernalige evangelische Schulhaus zu sehen, das 1819 an Stelle der Hospitalkirche zum Hl. Geist errichtet und 1960 abgerisscn worden ist, In seinem Keller hat sich ein Kreuzrippengewölbe eines spätgotischcn Kirchenbaus erhaltcn. das heute in das Haus des Handwerks einbezogen ist. Der Straßenzug der Pfarrgasse mit seiner kleinteiligen Bauweise ist als ein wenig verändertes Stück Alt-Kaufbeuren auf uns überkommen. Die Rückgebäude rechts vorne gehören zu den Geschäftshäusern der unteren Kaiser-Max-Straße. (Foto: W. Hoffmann um 1898.)

4. Nach Süden schweift der Bliek über die evangelische Dreifaltigkeitskirche hinauf zum Brauereiberg mit dem ehemaligen Tänzelhölzchen an der Stelle, wo heute der Militärflugplatz beginnt. Die Metzggasse (Mitte) endet noch an der Hinteren Gasse , der heutigen Ludwigstraße. Sie ist erst 1898 als Schulstraße zu den Lehranstalten an der Schraderstraße fortgeführt und später in Sedanstraße umbenannt worden. Für den Straßenbau hat die Stadt das Anwesen des Friedrich Bachschrnid , das vor dem großen Baumbestand sichtbar ist, erworben. (Foto: W. Hoffmann vor 1899.)

5. Eine abwechslungsreiche Dachlandschaft erschließt der Bliek nach Westen. Scheinbar regellos gruppieren sich die Gebäude am Keimzelle der Stadt, das auf dem Platz eines fränkischen Königshofes errichte Kloster der Franziskanerinnen (am spitzhelmigen Turm erkennbar). Der Dachfirst der Martinskirche (vorne Mitte) weist direkt zum Fünfknopfturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Von ihm verläuft die Stadtmauer nach rechts bis zur Blasiuskirche, nach links über den Hexenturm bis zum Bildrand. Der Afraberg zwischen den beiden Turmen stellt sich noch als parkartigen Grünfläche dar, weil die Rosenbrauerei dort erst ab 1900 gebaut hat. (Foto: W. Hoffmann um 1898.)

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6. Von den urnliegenden Höhen ließen sich zu jeder Zeit schöne Ausblicke auf die Stadt im Wcrtachtal gewinnen. An einern klaren Föhntag. an dern die Entfernung zu den Alpen optisch schrumpft und das Gebirge direkt hinter der Stadt aufzuragen scheint, mag der zauberhafte Anblick einen Gelegenheitsdichter veranlaßt haben, ein überschwcngliches Verslein auf seine Heimatstadt zu reimen. Urn die Wirkung des Bildes. das per Post in alle Welt hinausgehcn sollte , zu erhöhen, hat der Retoucheur bei den Bergen etwas nachgeholfen. (Postkarte B. Lehrburger, Nürnberg, vor 1924.)

J( 'aufbeuren.

Mo Jo.1O: t' K. t ? ~ ?.?.

7. Für die Stadtansicht von Südosten hat der Fotograf als Vordergrund die 1848 errichtete Eisenbahnbrücke gewählt. Man war stolz auf die damals einzigc dauerhaft aus Stein gebante Brücke übcr die Wertach. Sie tut übrigens bis heute noch Dienst, im Gcgensatz zur weiter flußabwärts gelegenen Straßcnbrücke (Bild 32), einer Eisenkonstruktion. In dem freien Areal zwischen Bahnlinie und Altstadt erkerint man links die nach Süden ausgreifende Bebauung der Bahnhofstraße (jetzt Ganghaferstraße). Das helle Gebäude links ist das 1900 fertiggestellte Amtsgericht, rechts daneben das 1805 als Wagenseilsche Kattunfabrik gebaute Finanzamt. (Foto: M. Eggart um 1900.)

8. Der alte Kaufbeurer Bahnhof bestand von 1854 bis 1978. Zwar war die Stadt bereits ]847 durch die Eisenbahn mit Augsburg verbunden. und seit 1852 rollten die Züge nach Kempten. doch geschah dies von einem provisorisohen Bahnhof auf der anderen Wertachseite aus. Der 1854 errichtete 'definitivc' Bahnhof zeigt sich auf dem Bild mit Erweiterungsbauten aus dem Jahr 1886. Das Hauptgebäude enthielt den Schalterraurn, Warteräume 1. und 2. Klasse, ein Restaurant und Wohnungen für Bahnbedienstete. 1978 wurden die inzwischen recht heruntergekommenen Baulichkeiten abgerissen und durch einen schrnucklosen Funktionsbau ersetzt. (Foto: M. Eggart um 1900.)

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