Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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99. Es läßt sich nicht jede bauliche Kostbarkeit aus alter Zeit in unsere Tage hinüberretten, zumal wenn entgegen der hier gezeigten Abbildung der Verfall des in seinem Aufbau so formschönen Fachwerkhauses am Burgwall in eine gefährliche Phase getreten ist. So mußte auch dieser Zeuge der einfachen Wohnkultur des 18. Jahrhunderts der Spitzhacke überantwortet werden, als ein dem Stadtbild gut angepaßter Wohntrakt vor gut einem Jahrzehnt hier errichtet wurde.

100. Bis vor einem Jahrzehnt gehörte das Straßentaxi der städtischen Abwässerreinigung zum Alltag des Kempener Reinigungsdepots. Seit Beginn der städtischen Kanalisation im Jahre 1892 fuhr das vertraute Gefährt durch Straßen und Gassen der Stadt, die Kanäle vom stauenden Unrat zu befreien. Vor Jahren in den Ruhestand versetzt, mag es durchaus einen Platz in einem Museum für ausgediente 'Oldtimer' gefunden haben ob seiner technischen Vorrichtungen für das Heben und Senken des Schlammkübels.

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(A:'t'Zi~l'Î~ 1 de s :' ':'nl~1. Res.-Lazari,H.) -

10 1. Um auch die vaterländische Gesinnung durch die Tat zu beweisen, hatte der vaterländische Frauenverein der Stadt während des ersten Weltkrieges die Räume des späteren 1957 abgerissenen Katasteramtes zu einem Lazarett für verwundete und kranke Soldaten eingerichtet. Links und vor dem Gebäude ist eine Gruppe mit Rekonvaleszenten und Pflegerinnen zu beobachten.

l02. Ein Bild der Thomasstraße aus den zwanziger Jahren. Die Thomasbuchhandlung begnügt sich noch mit zwei Schaufenstern, wo heute nach einem Umbau des Erdgeschosses in drei Fenstern die Auslagen gezeigt werden. Das anschließende Café in seiner biederen kleinbürgerlichen Ausstattung läßt noch nichts von dem fortschrittlichen Neubau des späteren Burgcafés ahnen, auch hält sich das weiß getünchte Häuschen eines Milchhändlers noch bescheiden zurück, wo wenige Jahre später ein dreigeschossiges Wohnhaus mit orientalischem Flachdach der Straße einen modernen Akzent setzte.

103. Das um die lahrhundertwende erbaute Postamt kurz nach seiner Inbetriebnahme. Der Eingang befindet sich noch auf der Ecke und das Vorgelände im Rohzustand. Der Spülwall verengt sich erst im Hintergrund zur schmalen Gasse, und das Knabenkonvikt ist noch zweigeschossig. Das Haus Unger, heute Dienstgebäude der Post, ist noch in der Planung, sonst wäre rechts der Durchblick auf die Promenade und das Haus Wefers nicht möglich, Der zu Beginn der dreißiger 1 ah re abgebrochene hohe Dachreiter erinnert noch an die Zeit des Fräuleins vom Amt.

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104. Haus Schüller MoorenringjEcke Thomas-

- straße vor seinem Ausbau als Knabenkonvikt im Jahre 1899. Das vornehme Bürgerhaus zeigt sich noch zweigeschossig mit französischern Man~ sardendach, ehe es durch den Aufbau eines

dritten Geschosses zum beherrschenden Bauwerk der Thomasstraße wurde.

105. Hoch reckte sich bis vor etlichen Jahren der mächtige Trakt des dreigeschossigen 1899 eingerichteten ehemaligen Knabenkonvikts empor, das mehr als drei Jahrzehnte auswärtigen Schülern des Gymnasiums und Lehrerseminars ein zweites Zuhause gab. 1932 aufgelöst, fand das Gebäude Verwendung zu Schulzwecken, um schließlich als nicht mehr zeitgemäß der Spitzhacke zum Opfer zu fallen. Heute hat ein Parkplatz seine letzten Spuren verwischt. Die Aufnahme führt uns in das Jahr 1904, als das Konvikt dank einer unterentwickelten Verkehrssituation ein begehrtes Institut war.

106. Zur Hofseite des Knabenkonvikts schloß sich in barocker Stilausführung eine Hauskapelle an, die den unter geistlicher Aufsicht stehenden Schülern als Andachtsraum diente. Die Kapelle wurde im letzten Krieg ein Opfer von Brandbomben. Ihre Ruine teilte mit dem Hauptgebäude das gleiche Schicksal und wurde restlos beseitigt.

107. Horsters Teamgefährte im Dienst als 'Auge des Gesetzes' war Polizeibetriebsassistent Joseph Blunden, * Tüddern 1. März 1857, t Kempen 26. September 1931. Er hatte Mühe, seinen stattlichen Bauch unter die Botmäßigkeit des Unifonnroekes zu bringen. Mit fülligern Schnauzbart glich er dem legendären Kasernenspieß. Zeigte er sich in voller Uniform mit Säbel und Pickelhaube, stand ein Denkmal auf der Straße. Doch der Schein trügt. Er war der geborene Kinderschreck, der sich von Streitigkeiten Erwachsener tunlichst fernhielt.

kEMPE - Rhe n

108. Der Bahnhofsvorplatz vermittelt uns ein anschauliches Bild vom Verkehrsleben im Jahre 1909. Links das schwere Gefährt der mit Postsäcken beladenen und von zwei Männern bedienten Postkarre, rechts ein ziviler Schürger rnit schwer beladener Schubkarre. Dazwischen und daneben halten sich Radfahrer und Fußgänger auf. Ganz rechts erspähen wir die Sperre, die der Fahrgast zur Kontrolle seiner Fahrkarte passieren mußte.

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