Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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19. Die Kuhstraße im Festtagsschmuck aus Anlaß des historischen Festzuges zum 600-jährigen Bestehen der St. Michaelis-Schützenbruderschaft im Jahre 1922. Die rege Anteilnahme der Bevölkerung an dem vaterstädtischen Fest ist sichtbarer Beweis für die Beliebtheit historischer Aufzüge in Kempen. Neben den mit Helm und Harnisch ausgestatteten Rittern dürften zeitgeschichtlich nicht minder eindrucksvoll die schweren Ackerpferde auf uns wirken, die Traktor und Maschine mittlerweile den Vortritt haben lassen müssen.

Jrü~ling in l'empett.

Fnihling in Kempen

Wenn der Friihling kommt mit Wonnen, Erscheinen die beliebten Tonnen.

In der guten alten Zeit

Waren sie stets fahrbereit, Doch wie so mancher schone Brauch Fortgefegt ist dieser auch.

Erst wenn Sonne schlafen gangen, Ward mit Tonnen angefangen. Vollmond lächelt dazu milde, Wie man sieht auf diesem Bilde.

Denn auch er riecht es mit Wonne, Wenn zum Garten fährt die Tonne.

20. Zur Frühlingszeit war es herkömmlicher Brauch in Kempen, die vor den Toren der Stadt liegenden Gärten vor der Bestellung mit dem duftenden Naß der Hauskellerei Jahr für Jahr zu 'befahren'. Ein nicht mit Essigwasser getaufter Mitbürger hat das ländliche Schauspiel in launige Verse eingefangen, die vor einem halben Jahrhundert als 'duftende Frühlingsgrüße aus Kempen' auf Ansichtskarten in alle Welt verschickt wurden.

21. Die Nordseite des Kuhtores kurz nach der Restaurierung 1896/98. Rechts schließt sich der Anbau einer Schmiede noch fest an das Tor an, wo 1907 im Zuge eines Neubaues ein Seitengang geschaffen wurde. Auf der anderen Seite haben Gaslaterne und Umfriedungsmauer einem Parkplatz weichen müssen. Der mit dem Treppenturm geschaffene Eingang in das neue dreigeschossige Museum der Stadt, wozu der Torturm nach der baulichen Umgestaltung eingerichtet worden war, ist mit einem auf Steinsockel angebrachten Schutzgitter versehen und läßt noch Platz für eine kleine Anlage mit Ziersträuchern.

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22. Hätten Sie es gewußt? Dreimal dürfen Sie raten. Es ist das seit Jahren überbaute Gäßchen, das den Möhlenring mit der alten Wachtend anker Straße verbindet, Den Einheimischen ist der Gartenkorridor unter dem Namen 'Knabbe-Jätzke' geläufig, weil durch diese Gasse mancher Handwagen auf den Hof einer alten Kempener Kohlenhandlung zum Transport der schwarzen Diamanten gesteuert worden ist.

23. Franz Xaver Hellner, * Ronsdorf 6. Dezember 1819, t Köln 19. Mai 1901, verbrachte 50 Jahre seines Lebens in Kempen, wo er als Gold- und Silberschmied hervorragende Arbeiten der kirchlichen Kunst geschaffen hat. Neugotische Monstranzen, Kelche, Ciborien und andere Kostbarkeiten aus seiner Werkstatt zählen heute noch zu den Schätzen vieler rheinischer Kirchen. Sein Kunstschaffen fand weltweite Beachtung, wie die Auszeichnungen seiner Exponate auf den Weltausstellungen Paris, London und Chicago belegen. Er zählt zu den größten Meistern rheinischer Goldschmiedekunst im 19. Jahrhundert.

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24. Die evangelische Kirche wenige Jahre nach ihrer Erbauung 1910. Das stattliche Gotteshaus, von einer stilvoll angepaßten Umfriedungsmauer mit geschmackvoll gearbeitetem Eisengitter umgeben, beherrscht zwar die Szene, gibt aber nach hinten den Bliek frei auf das alte Einkehrhaus der Fuhrleute, die in oder aus Richtung Wachtendonk hier zu einem labenden Trunk ihre Fahrt unterbrachen. Wie das geduldig auf seinen Herrn wartende Rößlein verrät, ist der Besitzer zu einer kurzen Erfrischung eingekehrt.

25. Der heute von modernen Wohnsiedlungen umgebene baumbestandene Platz mit dem 1600 bereits nachweisbaren Hagelkreuz lag um 1910 noch weitab von der Stadt im freien Gelände, das lediglich im Hintergrund von den Chausseebäumen der Wachtendonker Landstraße und im Vordergrund von der Aldekerker Straße durchschnitten wird, Im Schatten der mächtigen Baumkronen haben die Franzosen anfangs des 19. Jahrhunderts ihre im besetzten Kempen verstorbenen Krieger bestattet.

26. Die Tiefstraße irn Jahre 1915. Kinder und Erwachsene schauen voller Erwartung auf den Kameramann, ob es ihm gelingt, die vertraute Atmosphäre kleinbürgerlicher Wohngemeinschaft auf die Platte zu bannen. Der Versuch darf als gelungen bezeichnet werden, wenn man bedenkt, wie hübsch die Überstichhäuser den Vordergrund verschönern und wie wirkungsvoll der mächtige Bau von Paterskirche und Franziskanerkloster den Hintergrund abschließt.

27. Kempens 'Spitzweggasse' , die alte Schulstraße um 1910, mit ihrer putzigen Silhouette der weiß getünchten Fachwerkhäuser. Sie scheinen sich gegenseitig zu stützen, als ob keins für sich allein auf eigenen Füßen stehen könnte. Angesichts ihres hohen Alters von rund 375 Jahren - sie wurden anfangs des 17. Jahrhunderts für Kleinhandwerker wie Schuster, Schneider, Gürtler und andere Kleinhandwerker erbaut - verständlich.

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28. Der Bliek vom Markt in die Ellenstraße vermittelt uns ein anschauliches Bild aus der Zeit um 1910. Links hat eine Gruppe Schulmädchen Aufstellung genommen, während rechts eine Frau, ein Mann und ein Schulmädchen mit aufgespanntem Schirm der Aufnahme zusätzliche Wirkung verleihen. Nicht minder bemühen sich im Hintergrund einige Personen durch aufmerksames Hinschauen zur Verschönerung des Bildes beizutragen. Vorne links das Hotel 'Kempener Hof', das zu der Zeit zweigeschossig in der ehemaligen Heiliggeistkapelle eingerichtet war. Gegenüber die Löwenapotheke im alten Gewand.

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