Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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39. Durch die feierliche Enthüllung seines Denkmals am 8. Juni 1901 auf dem Kirchplatz ehrte die Stadt Kempen ihren größten Sohn, Thomas von Kempen. Zu den Honoratioren von Staat und Kirche gesellten sich die Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Vereine, der Bruderschaften und Schulen, die Ehrenjungfrauen der kirchlichen Kongregationen und schließlich eine begeisterte Bürgerschaft. Der sonst so stille Platz war in ein Meer von Fahnen und Blumen getaucht, sichtbares Zeichen der Liebe und Dankbarkeit auch noch 430 Jahre nach dem Tode des großen Mystikers.

40. Ein Stück Judenstraße aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Nur das Eckhaus mit geschwungenem in Haustein gefaßten Bareekgiebel aus der zweiten Hälfte des 17. J ahrhunderts zeigt sich heute noch in alter Schönheit. Die anschließenden vier Wohnhäuser haben längst modernen Geschäftshäusern wenn auch in geschickter Anpassung an das Straßenbild weichen müssen.

41. Mancher Zeuge stilistischer Schönheit hat nüchternem Zweckmäßigkeitsdenken Platz machen müssen. So traf dieses Los auch das Haus Judenstraße NI. 7. Vor Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, diente es den beiden bedeutendsten Kempener Stadtbaumeistern Bartholomäus Bongartz und Friedrich Vogts als Wohnhaus. Die schöne Fassade mit Haustein gefaßten und stuckverzierten Segmentbögen über den Fenstern und in Kapitelle auslaufenden Säulen verraten die auf Schönheit bedachte Hand des Meisters. Vor Jahren abgerissen, steht an seiner Stelle ein modernes Geschäftshaus.

KEMPE

Markt u. Peterftraße Ecke

42. Ein malerisener Blickfang des Reststückes der Peterstraße vom Markt aus vor Beginn des ersten Weltkrieges. Rechts im Vordergrund der ehemalige Sakralbau der Heiliggeistkapelle, wenn auch durch den Einbau einf'acher Fenster irn Ober- und Untergeschoß sowie durch die Aufschrift 'Kemperier Hof' zum Hotel profaniert. Gegenüber erstreckt sich die fensterreiche Fassade der Gaststätte 'Zum Paradies' mit reliefverziertern Briefkasten aus wilhelminischer Zeit. Im Hintergrund sorgt der beherrschende Giebel des Hotels Herriger für einen imposanten Abschluß.

43. Vor der Kulisse der ehemaligen Hospitalskapelle, zu beiden Seiten von giebelständigen stilvollen Wohnhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts flankiert. konnte um die Jahrhundertwende eine frohgemute Kinderschar noch unbekümmert auf der Straße spielen. Genausowenig macht es den Erwachsenen aus, sich die Straße zum Standort eines kurzen Schwätzchens oder Verweilens auszusuchen.

44. Eine kunstvoll gearbeitete Schmiedearbeit aus dem 18. Jahrhundert im Oberlicht eines Kempener Hoteleingangs. Das Mittelstück, eine buntverglaste Laterne, steht auf e iner liegenden Weintraubenranke, ein girlandenhaft verlaufendes Blätterband nimmt die obere Hälfte in voller Breite ein. Leuchtete die Laterne, erwartete der Wirt seinen Gast, blieb sie dunkel, war Betriebsruhe. Haus und damit Tür mit Oberlicht haben vor Jahren einem neuzeitlichen Ziegelsteinbau mit Weinhandlung und Gaststätte weichen müssen,

KEMPEN - Rhein

PeterstraBe

45. Seltenheitswert hatte vor dem ersten Weltkrieg das Automobil in Kempen, sonst dürften die Kinder mit Leiterwagen und der ältere Herr auf Holzschuhen nicht so unbesorgt auf der Straße Aufstellung genommen haben. Wir schauen von Süden in die Peterstraße, Pferd und Wagen bestimmen noch den Rhythmus des Alltags. wie an dem im Hintergrund in die Umstraße abbiegenden Gefährt und dem links parkenden Rollwagen eines Spediteurs zu erkennen ist. Auch macht es den Fußgängerinnen dahinter nichts aus, die Straße als Gehweg zu benutzen.

Kempen Peterstrasse

46. Die Peterstraße aus südlicher Sicht in den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende. Am Eingang zur J osefstraße steht noch das alte Überstichhaus, das 1910 einern mehrgeschossigen Geschäftshaus mit Erkerturm weichen mußte. Schon damals bildete das giebelständige zu damaliger Zeit noch mit einer Farbschicht verdeckte Fachwerkhaus irn Schutze der mächtigen Kirche einen wirkungsvollen Abschluß des Straßenbildes.

47. Die Peterstraße im Haus- und Kleiderschmuck der wilhelminischen Zeit vor 1910. Vorne links die machtige Fassade eines Kaufmannshauses aus dem 18. Jahrhundert mit beidseitigem Stufenaufgang zum höher gelegenen Hauseingang. Rechts gegenüber eine gem besuchte Gaststätte mit Schutzgeländer zu beiden Seiten der hölzernen Stufen. Vielleicht eine Vorsichtsmaßnahme, dem 'beschwerten' Zeeher nach getaner Arbeit zusätzlichen Halt zu geben. Die damalige Sitte, sich zur Darstellung auf Straßenmitte zu begeben, ist auch hier nicht außer Acht geblieben.

48. Einer der größten Kempener Gasthöfe in der Zeit von 1900 bis 1930 war das Hotelrestaurant Heinrich Platen, PeterstraßejEcke Umstraße. Er bot Tanz und Unterhaltung und den Bauern nach dem Kirchgang frohe Stunden beim gemeinsamen Frühschoppen im Gesellschaftszimmer. Die Aufnahme zeigt uns das stattliche Haus um 1925. Im Vordergrund drei Generationen der Familie Platen, im Hintergrund links das Auge des Gesetzes. Der Postbedienstete hat seine Postkarre am Straßenrand abgestellt, um auf den Eingangsstufen des Hauses vom Photographen besser gesehen zu werden.

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