Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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49. Den wenigsten Betrachtern dieses Hofidylls im Herzen der Stadt dürfte eine richtige Antwort auf der Zunge liegen, wenn sie nach einer genauen Standortbestimmung gefragt würden. Es ist die Hofpartie einer Schmiede auf der Peterstraße aus den zwanziger Jahren. Wenn auch die Hauswände das ursprüngliche Weiß nur stellenweise durchschimmern lassen, so machen doch der aufgeräumte Hof und die blanke Pumpe einen gepflegten Eindruck, der auch Heinrich Zille zu einem Festhalten auf der Palette gereizt haben könnte.

Hempen

Petetstrasse

50. So munteres Leben herrschte auf der Peterstraße um die Jahrhundertwende. Der Fußgänger beherrscht eindeutig das Verkehrsgeschehen. Diesen Eindruck stört auch nur vorübergehend eine in die Stadt einfahrende Droschke. Im Hintergrund deutet die hohe Ulmenallee die Ausfahrt aus der Stadt in Richtung Vorst an.

KEMPEN

Vorsterstrasse

51. Ein Bild der Vorst er Straße vor sieben Jahrzehnten. Links bemüht sich im Schatten der hohen Kastanie eine eifrige Schipperin, die für den Winterbedarf benötigte Kohle in den Keller des Mädchenlyzeums zu befördern. Auf der anderen Seite der Straßenkreuzung am Hessenring grenzt noch eine hohe Umfriedungsmauer den Garten ab, der wenige Jahre später als Bauplatz für ein Arzt- und Möbelhaus Verwendung fand. Beide Häuser haben inzwischen einem um die Altstadt angelegten Grüngürtel Platz machen müssen.

52. Konrad Kramer, * Köln 1. April 1835, t Kempen 26. September 1917, ist als Gründer des Städtischen Kramer-Museums in die Geschichte der Stadt Kempen eingegangen. 1856 nach Kempen gekornrnen, brachte er im Laufe der Jahre wertvolle Gegenstände der sakralen und profanen Kunst zusarnrnen, die er noch um eine Waffensammlung bereicherte. In zwei Schenkungen übergab er einen großen Teil der Stadt, welche die Schätze mit den Sammlungen des Kunst- und Altertumsvereins zum Städtischen Kramer-Museum im Erdgeschoß des ehemaligen Franziskanerklosters zusammenlegte.

53. Um 1930 bot uns noch die Urnstraße das malerische Bild alter weiß getünchter Häuser, durchsetzt mit jüngeren Wohnhäusern in wechselvollem Fassadenschmuck. Auch hier ist die Vorherrschaft von Fußgänger, Pferd und Wagen im Straßenverkehr noch unschwer zu erkennen. Die Umstraße verbindet in rechtwinkeliger Biegung zwei der vier in Himmelsrichtung verlaufenden Hauptstraßen, welche die Stadt in Straßenviertel aufteilen.

54. Das Fachwerkhaus Umstraße 11, wo bis Mitte der dreißiger Jahre Linchen Winter ein Ladengeschäft betrieb, mußte nach dem letzten Krieg wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Die Holzkonstruktion tritt sowohl an der vorgekragten Straßenfront wie an dem weit nach hinten auslaufenden Giebel klar zutage, ein gelungenes Zusarnrnenspiel des Baustoffes aus Holz und Stein im Gegensatz zu dem anschließenden Fachwerkhaus, dessen Holzgerippe hinter einer geputzten Wand gänzlich verschwunden ist.

55. Der Fußgänger, der von der Engerstraße in die Umstraße einbog, wurde immer von dem reizvollen Fachwerkgiebel in seinen Bann gezogen, der dem Straßenbild einen beherrschenden baulichen Akzent setzte. Der vor dem Haus liegende Platz hieß in früherer Zeit der Quartelenmarkt, wo vorwiegend die Wachtel, in Kempen Quartel genannt, feilgeboten wurde. Das Fachwerkhaus mußte vor zwei Jahrzehnten, durch Kriegsschäden schwer gezeichnet, seinen Platz an einen geräumigen Neubau abtreten.

KEMPEN. RH., ENGERSTRASSE.

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56. Die Engerstraße lieferte schon um 1910 den Beweis, die belebteste Straße der Stadt zu sein. Gewiß erspähen wir zufällig kein einziges Fahrzeug, dafür aber urnsomehr Kinder und Erwachsene bunt über Bürgersteig und Straße verstreut. Eine Oma schaut vorne rechts aus einer Seitengasse neugierig auf ein Ereignis, das den ruhigen Fluß des Alltagslebens in Unruhe zu versetzen scheint.

57. Die gleiche Straße aus umgekehrter Sicht um die Jahrhundertwende. Bürgersteige Fehlanzeige, dafür verschieden hohe Stufeneingänge. Vorne rechts eins der vornehmsten damaligen Hotels, das Haus 'Zum römischen Kaiser', daneben noch in unverfälschter Stilreinheit des Barocks die leider nachher zu Geschäftszwecken im Erdgeschoß verunstaltete Fassade eines Kaufhauses. Auf der anderen Seite verdient der Eingang in eine alte Bäckerei, von zwei schweren Barockkonsolen aus Haustein flankiert, unsere besondere Aufmerksamkeit.

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58. Die Engerstraße in ihrer vollen Länge von Stadtmitte aus gesehen vor dem ersten Weltkrieg, Wie an einer Perlenschnur gezogen, reihten sich schon damals die Ladengeschafte zu beiden Seiten der Straße aneinander an. Dazu ermöglichen durchgehende Bürgersteige vornehm promenierenden Damen einen ungestörten Schaufensterbummel. Nichtsdestoweniger benutzen eiligere Bürger und Bürgerinnen die Mitte der Straße zum schnelleren Fortkommen, dem auch das Fuhrwerk rechts im Hintergrund Rechnung zu tragen scheint.

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