Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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59. Imposantes Eckhaus an der Einmündung der Burgstraße in die Engerstraße um 1900. Ursprünglich das Haus eines Bürgermeisters diente es 1824 als Armen- und Industrieschule. 1845 erwarb es die wieder gegründete evangelische Gemeinde und richtete hier die Schule und Wohnung des Pfarrers ein. Im nördlichen Anschluß baute sie an der Burgstraße eine einfache Kirche an, die bis zum Neubau einer größeren Kirche im Jahre 1910 den evangelischen Glaubensbrüdern als erstes Gotteshaus diente.

60. Als kultur- und kunstgeschichtliches Denkmal der Stadt ist die Innenausstattung der ersten evangelischen Kirche auf der Burgstraße anzusprechen, die bis zum Bau der neuen Kirche an der Wachtendonker Straße die Gemeinde zum Gottesdienst vereinte. Im Verlauf einer grundlegenden Umgestaltung des mehrgeschossigen Eckhauses ist der einschiffige Backsteinbau mit Dachreiter und spitzbögig auslaufenden drei großen Kirchenfenstern in dem vergrößerten Baukörper eines Geschäftshauses aufgegangen, ohne eine Spur des ursprünglichen Sakralbaues zu hinterlassen.

61. Gymnasium Thomaeum: Lehrerkollegium 1925. Stehend von links nach rechts:

Studienrat Johannes Baaken, Josef Liebertz, DI. Peter Remark. DI. Karl Koch, Kar! Linden, DI. Ernst Müller, Friedrich Flinterhoff, Oberlehrer Theodor Bücker, Studienrat DI. Josef Heinrichs, Schuldiener Johannes Stienen. Sitzend von links nach rechts:

Studienrat Wilhelm Strüder, Heinrich Robrecht. Professor Franz Bruns, Studiendirektor DI. Karl Hofacker, Professor Otto Holtschmidt, Studienrat Johannes Vogel.

62. Von jeher erfreute sich das Brauchtum liebevoller Pflege in Kempen. Besondere Anziehungskraft übte das Maienfahren aus. Alljährlich zur Sommerkirmes ritten Bauern und Bürger in blauen Leinenkitteln und breitkrernpigen Strohhüten auf schweren mit blitzendem und klingendem Geschirr behangenen Ackerpferden durch die Fahnen geschmückte Stadt, gefolgt von den Schützen-Bruderschaften, die mit ihrem Schützenfest der Kirmes den festlichen Rahmen gaben. Im Zeitalter des Traktors ist das sehenswerte Volksfest mangels Pferde schon Geschichte.

63. Den Schluß des Festzuges bildete der Maienwagen mit einer Vielzahl von Maibäumen, die vor den Häusern des Schützenkönigs, seiner Minister und Offiziere sowie vor dem Einkehrhaus der Bruderschaft unter Einnahme flüssiger Stärkemittelund Musikbegleitung aufgerichtet wurden. Der Wagen hält vor dem Elternhaus des Fahrers, der die Nachfolge des vor der Haustür mit Kreissäge 'behüteten' Vaters übernommen hat. Links in der Haustür der jüngere Bruder des Fahrers, der in den letzten Jahren des farbigen Spektakulums den Wagen steuerte.

64. Zu den schönsten und künstlerisch wertvollsten Haustüren der Stadt zählte das mit sattem Schmuck wohl geformter Holzreliefs versehene Portal des Hauses Engerstraße 53. Zu dem 1777 erbauten und mit Stuckornamenten reich verzierten Haus gehörtc eine ebenso üppige Tür, ein stilistisches Charakteristikum einer für beschwingte Lebensfreude auf'geschlossenen Zeit. Leider mußte das Meisterstück barocker Wohnkultur einem nüchternen Geschäftseingang weichen und fristet seit Jahren irgendwo in einer Ecke des Hauses ein verborgenes Dasein.

65. Bis vor wenigen Jahrzehnten hat sich dieses alte Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert zwischen modernen Geschäftshäusern behauptet. Bei etwas liebevollerer Pflege hätte es mit seinen hübschen Rautenfensterchen und dem giebelseitig vorspringenden Obergeschoß durchaus ein Kleinod baulicher Schönheit auf der Engerstraße werden können, zumal es noch als einziges Wohnhaus eine doppelschlägige Haustür mit unabhängig voneinander zu öffnendem Ober- und Unterteil besaß. So wurde es abgerissen, um einem nüchternen Neubau mit Ladenlokal Platz zu machen.

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66. Es was gewiß kein schöner Anblick auf diese drei abbruchreifen Häuser der Engerstraße, die auch schon wenige Jahre nach dem letzten Krieg durch einen modernen Neubau ersetzt wurden. Sie geben uns aber einen überzeugenden Anschauungsunterricht über die Anspruchlosigkeit unserer Vorfahren im Wohnbedarf. Wo heute ein Haus steht, reichte der Platz früher für drei Häuser,

67. Lebhafter Fußgängerverkehr auf der Engerstraße um die Jahrhundertwende. An den neugierigen Blieken der Verkehrsteilnehmer ist zu erkennen, daß der Photograph am Viehmarkt seine Kamera für einen wirkungsvollen Schuß auf die Verkehrssituation eingerichtet hat. Jeder ist bestrebt, eine gute Figur abzugeben. Nur die an der linken Straßenseite stadteinwärts gehende Oma mit schmuckem Häubchen und weit fallender Mantille nimmt keine Notiz von dem 'modernen' Getue.

Kempen-Rhein - Krtlssparkasse

68. Die 1913 erbaute Kreis- und Stadtsparkasse Kernpeu-Rhein kurz nach ihrer Erbauung. Der Haupteingang, von beiden Seiten über einen hohen Stufenaufgang erreichbar, beherrscht noch die Mitte des etwas zurückspringenden Mittelstückes. Die zur Stadtseite anschließenden Häuser sind im Zuge des an diese Seite vor Jahren verlegten Haupteinganges verschwunden. Auch wagt noch keiner, von der seit vier Jahrzehnten an der Hausecke im Vordergrund angebrachten Normaluhr zu träumen.

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