Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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69. Ein staubiges Dokument aus einer Zeit, als Umweltverschmutzung noch nicht so grofs geschrieben wurde wie heute, liefert uns das mit Müll und Sperrgut beladene Pferdefuhrwerk. Nicht minder aufschlußreich sind die verschiedenartigen Müllgefässe, die für diesen Dienst noch eine letzte Verwendungsmöglichkeit bieten. Seit 1854 wurde in dieser Form das Problem der Müllabfuhr in Kempen gelöst. Welch ein Unterschied zu heute, wo wir den Segen der staubfreien Müllabfuhr genießen dürfen.

70. Vor gut einem Jahrzehnt haben die alten Häuser an der Ecke Engerstraße/Donkwall das Zeitliche segnen müssen. Sie scheinen vor der Wucht der vordringenden Neubauten die Flucht zu ergreifen. Die leeren Fensterhöhlen verraten, daß sie kurz vor dem Abbruch stehen. Die Stadt ist um ein Zeitdokument der Bauweise des 19. Jahrhunderts ärmer geworden.

71. Schulrektor Gottfried Klinkenberg, * Nieukerk 11. Mai 1878, t Kempen 28. Februar 1957, hat sich um Kempens Kulturleben große Verdienste erworben. Seine besondere Liebe galt dem Städtischen Kramer-Museum und dem Stadtarchiv. Beiden Stätten blieb er zeitlebens als ihr verantwortlicher Leiter aufs engste verbunden. Zweimal erfuhr das Museum zu seiner Zeit eine durchgreifende Neuordnung, und viele heimatkundliche Aufsätze aus seiner Feder verdanken ihre Entstehung seiner Tätigkeit als Archivar des Stadtarchivs.

72. Ein WohnidylJ aus früheren Tagen auf der Burgstraße. Nur das rechte vor gut vier Jahrzehnten modernisierte Haus steht auf eigenen Füßen, während sich die links anschließenden Häuschen gegenseitig zu stützen scheinen. Beim mittleren Haus sucht man den Eingang vergebens, was den Schluß zuläßt, daß es ein Anschlußbau zum rechten Nachbarhaus war. Links ist der angrenzende Möbelhändler im Begriff, sein Haus zu modernisieren und dem linken Nachbarhaus in der Höhe anzupassen.

73. Die als Prachtstraße für die Kölner Kurfürsten ehedem angelegte und früh gepflasterte Burgstraße hatte im 19. Jahrhundert viel von ihrem alten Glanz verloren, als eine schmucklose Turnhalle und langgestreckte Umfriedungsmauer der Seminargärten der Burgstraße den Charakter einer toten Nebenstraße verliehen. Eine erfreuliche Belebung erfuhr das Straßenbild kurz vor dem ersten Weltkrieg durch Abbruch der düsteren Turnhalle und öden Mauer zugunsten des geplanten Hohenzollernbades und der damit verbundenen Umgestaltung der Gartenanlagen.

74. Die Wandlung der Burgstraße innerhalb von 75 Jahren. Wir kommen noch rechtzeitig vor dem Abbruch der alten Ökonomie des ehemaligen Lehrerseminars. Auf der Ecke steht schon das neue zweigeschossige Gebäude, das nach dem Auszug der Anstalt im ersten Weltkrieg als Lazarett und später als Katasteramt Verwendung fand. Auch dieser Bau hat seit zwei Jahrzehnten Grünanlagen Platz machen müssen. Im Vordergrund sehen wir ein Stück der Umfriedungsmauer des Seminargartens.

75. Zu den schönsten Bürgerhäusern des 19. Jahrhunderts zählte Haus Foerster auf der Burgstraße. Die schlichte Fassade mit proportionell gelungener Flächenaufteilung und belebender steinerner Fensterumrahmung erhöht den vornehmen Charakter des Hauses. Nach dem letzten Krieg als Mietshaus vergeben, geriet es immer stärker in Verfall und mußte vor gut einem Jahrzehnt seinen Platz zugunsten des neuen Gebäudetraktes einer Volksbank räumen. Aus der Sicht kulturhistorischer Wertschätzung alter Bürgerhäuser gewiß ein schmerzlicher Verlust.

76. Mundart- und Heimatdichter Wilhelm Grebben, * Kempen 1. Oktober 1895, t Bad Wildungen 29. Oktober 1944, hat trotz kurzen Erdendaseins der Nachwelt ein reiches Erbe an Gedichten, Erzählungen und heimatkundlichem Schrifttum in Mundart und Hochdeutsch hinterlassen. In vier Gedichtbändchen hat er seinen Gedanken und Empfindungen über alles Erschauenswerte Ausdruck verliehen. Der hohe lyrische Gehalt seiner Gedichte hat Grobben einen vorderen Platz in der Reihe der rheinischen Mundartdichter verschafft.

77. Über die Länge der hohen Grenzmauer an der Ostseite des Seminargartens vermittelt uns ein anschauliches Bild die Burgstraße um 1900. Die Mauer beginnt an der alten Ökonomie und endet an der ehemaligen Turnhalle des Seminars, die kurz vor dem ersten Weltkrieg dem neuen Stadtbad weichen rnußte, Das alte wie das neue Bild gehören seit einem Jahrzehnt der Geschichte an, als der Bautrakt des neuen Kreishauses dem Straßenbild wieder neue Akzente setzte.

Kernpen-Rhein - Städt Badeanstatt

78. Die alte städtische Badeanstalt aus nordöstlicher Sicht. Vor etlichen Jahren abgebrochen, diente sie seit 1918 mehr als ein halbes Jahrhundert den Badefreunden zur Körperpflege und Erfrischung. Die rechts anschließenden ehemaligen Seminargärten verliehen ihr das Bild einer grünen Oase im Herzen der Stadt. Auch die Gärten mit dem hübschen Eckpavillon haben längst dem neuen Kreishaus Platz machen müssen.

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