Kempen in alten Ansichten

Kempen in alten Ansichten

Auteur
:   Jakob Hermes
Gemeente
:   Kempen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3078-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kempen in alten Ansichten'

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79. An der Südseite des ehemaligen Lehrerseminars lagen die durch Hecken voneinander getrennten Seminargärten, die Lehrern und Schülern in den unterrichtsfreien Stunden Ruhe und Entspannung brachten. Nach dem Verhalten der Gartenbesucher herrscht mildes Frühlingswetter, auch scheinen die an den offenen Fenstern stehenden Seminaristen den Tag weidlich zu genießen. Die Baumblüte und das frisch knospende Grün des Strauchwerks tun ein Übriges, diesem Stimmungsbild aus der Zeit um 1900 einen farbigen Rahmen zu geben.

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80. Die 1841 gegründete und in zwei K1assenräumen des königlichen Lehrerseminars untergebrachte Taubstummenanstalt erhielt 1875 ein eigenes Haus an der St. Töniser Straße, Nicht lange erfreute sich die Schule der freundlichen Umgebung, da noch vor dem ersten Weltkrieg ein Erweiterungsbau und ein Haus für den Schulleiter den Bautrakt nach Osten verlängerten. Nach Auflösung der Gehörlosenschule anfangs der dreißiger Jahre dient das Gebäude heute nach mehrfacher anderweitiger Verwendung Gastarbeiterfamilien zu Wohnzwecken.

81. Der alte Steigert urm diente bis zu seinem Abbruch in den zwanziger Jahren der Freiwilligen Feuerwehr zu Übungszwecken im Kampf gegen den 'Roten Hahn'. Der Holzturm stand auf der ehernaligen Baselsbleiche am Hülser Weg, die längst als Baugelände für eine neue Wohnsiedlung Verwendung gefunden hat.

82. Das Leben des Kaufmanns Peter Kother, * Kempen 18. November 1878, t Kempen 17. Januar 1962, war ein Dienst an seiner Vaterstadt. Ihr widmete er seine ganze Schaffenskraft in allen Bereichen des kirchlichen und kommunalen Lebens, sei es als Stadt- und Beigeordneter oder als Mitglied des Kirchenvorstandes, in den Kuratorien des Hospitals und der Mühlen'schen Stiftung, und zuletzt in schwerster Zeit nach dem Zusammenbruch als Bürgermeister. Unvergessen seine Verdienste um die Durchführung volkstümlicher Feste. Die dankbare Stadt ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger.

83. Die im Hintergrund im frischen Weiß gestärkter Schürzen stehenden Kinder verraten die Nähe einer Schule. In der Tat erkennen wir rechts das vor Jahren abgebrochene Schulgebäude der 1890 erbauten Mädchen-Volksschule am Hessenring. Das Bild, aus der Zeit um 1910, gibt uns auch die Veränderungen der Promenade und Gärten wieder. Die Gärten haben einem schmucken Grüngürtel weichen müssen, und die Promenade hat einen Ziegelstein gepflasterten Gehweg erhalten.

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84. Die Kempener Turmwindmühle, heute noch ein trutziger Zeuge einstiger Stadtherrlichkeit, änderte mehrfach im Laufe ihrer fünfhundertjärigen Geschichte Aussehen und Gewand. So stellte sie sich 1907 vor. Die nach Südwesten weisenden breiten Flügel verraten uns, daß sich um diese Zeit noch die Kappe nach dem Winde drehte. Zeitgeschichtlich aufschlußreich: die Kleidung der Mädchen im Vordergrund sowie die Fuhrwerke, die an der Wallmauer und vor der Mühle abgestellt sind. Allerdings wird der Mahlbetrieb schon in dem vorgelagerten Anbau besorgt.

85. Im Jahre 1911 fiel die Kappe des Mühlenturms einem Brand zum Opfer. Für ein halbes Jahrhundert blieb sie ihres Wahrzeichens, des mächtigen Flügelpaares, beraubt. Der ruinöse Zustand des Oberturms gibt uns ein Bild der Mühle vor Beginn des ersten Weltkrieges. Leere und beladene Fuhrwerke liefern einen überzeugenden Anschauungsunterricht über den lebhaften Verkehr, der zu dieser Zeit vor der Mühle herrschte.

KEMPEN (Rh.) Die durch Feuer zerstörte historische WindmOhle

86. Als der Mühlenturm nach einem Erdbeben Anfang 1926 schwere Schäden erlitten hatte und einzustürzen drohte, retteten traditionsbewußte Bürger in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen städtischen Behörden durch eine umfassende Restaurierung das alte Bollwerk und gaben dem Oberturm zum Schutz gegen Wind und Wetter eine neue Mütze, die im Jahre 1964 neue Flügel erhielt.

87. Eine prächtige Luftaufnahme der alten Turmmühle, bevor sie vor gut einem Jahrzehnt die durch Brand verlorenen Flügel wieder erhielt. Der unschöne Anbau der Bocksteegersehen Dampfmühle, später Unterkunft der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft, zeigt sich noch in voller Größe, auch sind noch die dem Mühlenpanorama rechts vorgelagerten Gärten deutlich auszumachen. Anbau und Gärten sind Jahre später im Zuge der Ringstraßenverschönerung Grünanlagen gewichen, die das Bollwerk ehemaliger Festungsherrlichkeit umso stärker in Erscheinung treten lassen.

88. Zu den vornehmsten und schönsten Patrizierhäusern der Stadt zählt das im 16. J ahrhundert erbaute Haus von Nievenheim am Hessenwall. Als die Stadt im 18. Jahrhundert Eigentümerin wurde, bewohnten bis vor fünfzig Jahren in städtischen Diensten stehende Bürger das Haus, bis minderbemittelte Bewohner die Pflege vernachlässigten. 1965 wurde die katholische Pfarrgemeinde Eigentümerin, die das Gebäude von Grund auf ausbessern ließ und ein Schwesternwohnheim einrichtete. Heute ist das Bauwerk wieder eine Zierde der Stadt, zumal die hohe Gartenmauer entfernt wurde.

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