Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Auteur
:   Dieter Horstmann
Gemeente
:   Bockhorner,
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1948-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner'

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16. Links: Diesen jungen Mann, 'konterfeit' im Jahre 1910, kenntjeder in Bockhorn! So sah er einmal aus: 'Didi' Ohmstede. So kleidete er sich an Sonn- und Feiertagen. Das gehörte sich so für einen 'höheren Schiller'!

Mitte: Der bekannteste Milchkutscher war Fritz Meiners aus Kranenkamp. Er hatte dort einen Hof, fand es aber viel interessanter, Milchkutscher für die Molkerei zu sein. Das war eine anstrengenden Sache. Ein Milchkutscher mußte schon um drei Uhr aus den Federn und klapperte Sommer wie Winter seine Tour ab. Milchsammeln!

Rechts: Ernst Wenninga war Fahrer bei Lauw, Co-Pilot bei dem jungen August Lauw, er wartete die Maschinen, er begleitete ihn auf dem berühmten Deutschlandflug 1931. Wenninga war Wilhelmshavener und gründete 1925 seine Autowerkstatt. 1926 wurde er Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in Bockhorn.

Untere Reihe, links: Minehen Kaltz war die gefragteste Kochfrau der Friesischen Wehde. 1905 wurde sie auf dem Hof des Anwesens von Achelis fotografiert, in der angestammten Kleidung der 'niederen Stände'. Minehen Kaltz heiratete 1913 und folgte ihrem Mann nach Windhuk, wo sie später das Hotel 'Deutscher Kaiser' leitete.

Mitte: Bernhardine Onken war 'Dienstmädchen'. Das beste in ganz Bockhorn. Die Ziegeleibesitzer und die reichen Bauern rissen sich darum, sie in Diensten zu haben, sie konnte ihren Lohn sehr hoch treiben. 'Stütze der Hausfrau' oder 'Vertretung der Hausfrau' nannte sie sich. Ihr letzter Brotherr richtete ihr in Wilhelmshaven einen Tabakwarenladen ein. Das war um 1913. Aus der Zeit stammt auch ihr Bild. Mit ihrem späteren Mann und ihrem Sohn wanderte sie 1924 nach Amerika aus.

Rechts: Der Herr Bahnhofsvorstand mit Familie. Harm Hesenius war Ostfriese, wurde als Hannoveraner geboren und trat in Oldenburger Dienste. Die Bahnverwaltung steckte ihn nach Bockhorn. Dort war er eine der Respektspersonen, gehörte zu den 'oberen Zehntausend' und galt als Stütze der Vereine. Seine Frau Mariechen Meiners stammte aus Neuenwege. 1910 wurde Hesenius nach Idar-Oberstein versetzt, das damals oldenburgisch war. Er starb 1940. Seiner Frau hat er sein einziges Buch gewidmet, das von der Geschichte der Eisenbahn handelte. 'Meiner lieben Frau Mariechen in Dankbarkeit und Erinnerung an die schönen Jahre in Bockhorn'.

17. Ein typisches Soldatenbild. Die Stube 37 in der Freizeit. Wer je 'bei Kaisers' war, wird sofort den Geruch von Bohnerwachs, Stiefelwiche, kalten Rauch, Malzkaffee, Lederfett und markigen Männerschweiß in der Nase haben, der durch alle Stuben zog. Was sag ich: 'zog'? Steckte!! Uberlagert wurde diese Duftkomposition vom penetranten Duft des unumgänglichen Petroleums, ohne das kein Licht leuchtete.

Soweit also nichts Besonderes. Oder doch? Doch!! Aufgenommen wurde nämlich diese Idylle in Tsingtau! Jawohl, Tsingtau! In China. Dort gab es einmal so etwas wie eine deutsche Kolonie. Genaugenommen stimmt das nicht ganz. Kiautschou - so hieß das Gebiet - war seit November 1897 deutsches Pachtgebiet. Seit 1898 gab es dort eine deutsche Post, mit eigenen Briefmarken. Natürlich war dort auch eine deutsche Garnison. Die Hauptstadt Tsingtau wurde am 7. November 1914 von den Japanern erobert. Aus war der deutsche Traum vom Besitz in China.

Und was hat das nun mit Bockhorn zu tun? 'Wo Du auch hinkommst, ein Bockhorner ist bestimmt schon da!' Diese Erfahrung mußte auch Heinrich Meiners machen als er nach langer Seereise in Tsingtau eintraf. Als erstes stieß er mit Georg Gerdes zusammen, dann war Jan Harbers aus Astede dort, mit Edo Siefken und Carl Siehs kam er sogar auf eine Stube (von links nach rechts). Über die Soldaten mit den Chinesenkäppchen wissen wir nichts, dafür aber über die beiden rechts außen: Heino Garb und Carl Oeltjensiefken, diese beiden waren aus Zetel.

Man bedenke: Tsingtau und sieben Männer aus der Friesischen Wehde, von ihnen vier aus Bockhorn! Wenn das nichts ist!

18. Links: Die Aufnahme zeigt alle Spuren einer unsachgemäßen Behandlung das Abzugs. Kein Wunder: sie entstand 1917, als das Material nicht mehr einwandfrei war. Man war froh wenn es überhaupt gelang, ein vernünftiges Bild auf das Papier zu bekommen. Diese junge Dame war kriegsdienstverpflichtet: bei der Oldenburger Staatsbahn. Es war Krieg, und um den Eisenbahnverkehr aufrecht erhalten zu können - die Männer waren ja zum größten Teil Soldaten - zog man Frauen heran. Und so kam Katharina Meiners als 'Zugrangierbegleiterassistentin' zur Bahn. Zwischen Ellenserdamm-Bahnhof und Sande fuhr sie hin und her und rangierte, was zu rangieren war.

Mitte: Zur gleichen Zeit versuchte dieser Herr zu retten, was zu retten war. Daß es ihm nicht gelang, steht in den Geschichtsbüchern. Natürlich kannten sich beide, stammten sie doch beide aus Bockhorn - aus Osterforde. Etwas später übernahm denn Georg Helmers die Baumschule seines gefallenen Bruders, heiratete das schönste Mädchen aus Osterforde - eben die ehernalige 'Zugrangierbegleiterassistentin' Katharina Meiners - und schuf aus kleinen Anfängen einen Betrieb, der aus Bockhorn nicht wegzudenken ist.

Rechts: Im Jahre 1915 hatte Menke Ahlers Urlaub. Menke Ahlers war eigentlich Ziegeleiarbeiter und arbeitete gelegentlich im Moor. Aber technisch begabt war er schon immer. Gab es etwas zu reparieren, dann mußte er ran, und er schaffte es immer das, was defekt war, zum Laufen zu bringen. 1905 machte er aus seiner Begabung seinen Beruf und gründete eine Fahrradreparaturwerkstatt in der Grabsteder Straße. Bald gab es in Bockhorn und Umgebung keine kaputten Fahrräder mehr, so tüchtig war Menke Ahlers. Da entschloß er sich, mit Fahrrädern zu handeln und gliederte vorsichtshalber eine kleine mechanische Werkstatt an. Der Laden florierte. 1913 konnte Menke Ahlers ein großes Haus errichten. Menke, Jahrgang 1884, hatte inzwischen geheiratet. Gesine Margarethe Onken aus Horsten hatte er sich auserkoren. Als Menke Soldat werden mußte, 'scluniß' sie den Laden genauso gut wie er. Stolz steht der Urlauber neben seiner Frau. Frau Ahlers verstarb 1935 und 1955 mußte Bockhorn von Menke Ahlers Abschied nehmen,

19. Oben links: Außer den Bockhomem kennt ihn nur noch die Fachwelt. Carl Baasen, im Schatten des Glockenturms geboren, wurde zu einem der produktivsten Siedlungskundler der näheren Heimat. Seine ganze Liebe war Bockhom. Sein Alterswerk blieb unvollendet, denn als Baasen 1953 starb, war das Manuskript über die Siedlungsgeschichte der Friesischen Wehde von der Frühzeit bis zur Neuzeit kaum begonnen.

Oben rechts: Nur knapp fünf Jahre lebte er in Bockhorn. Und doch ist er es, der Bockhom literarisch bekannt machte: Martin Bücking. Sein Roman 'Zeteler Markt' wird noch heute immer wieder aufgelegt und gern gelesen. Der Titel täuscht, denn das Buch handelt mehr von Bockhorn und Steinhausen und dem Leben um 1900. Bücking war Oldenburger, geboren 1868, und kam über Schortens 1896 als Pastor nach Bockhorn. Fotos von Bücking 'aus der Zeit' waren nicht aufzufinden. Die Fotografie zeigt uns Bücking 1928. Und so haben ihn die Bockhorner auch noch in Erinnerung. Von seinen Büchern seien erwähnt: 'Rektor Siebrand' , 'Brackwasser', 'Die Leute vom Kleeblatt', 'Die Fortuna', 'Onkel Ulrichs Bekehrung' und 'Die den Sieg behalten'.

Unten links: Kritisch abwägend, prüfend und skeptisch und doch gütig und weise, das war Bernhard Wagner, der Obermeister der Schmiedeinnung. Er lebte von 1847 bis 1930. Wie viel Ehrenämter er bekleidet hat - wer weiß es heute noch? 'Viel zu viel, und doch zu wenig!' Sein Rat galt etwas in Bockhorn, in Varel, in der Wehde. Stolz ließ er es zu, daß man ihm einen Doppelnamen gab, um ihn von den vielen anderen Wagners zu unterscheiden:

Wagner-Bockhorn! Das war sein Ehrenname. Sein Vater - dem er besonders im Alter verblüffend ähnlich sahtrug noch die alte Schreibweise 'Wagener' .

Unten rechts: Natürlich hieß er nicht 'Dreiers Fidi'. Doch alle Welt nannte ihn so. Ja, Viele wußten nicht einmal wie er wirklich hieß! Friedrich Janßen war Dreher. Ein Dreher ist ein 'Dreier'. So wurde dann aus Vorname und Beruf der Name 'Dreiers Fidi'. Seine Spezialität war das Drehen von Boßelkugeln und Klooten. Seine Kugeln galten als die Besten, sie lagen am besten in der Hand. Das Gewicht stimmte, sie 'flüchteten' am besten.

20. Lehrer Schröder und seine Schiller! Lehrer Schröder unverkennbar, so kannte man ihn, so sah er aus, so sah er immer aus. Aber seine Schiller und seine Schillerinnen haben sich verändert - aber zu erkennen sind sie.

Oberste Reihe: Arnold Fangrnann, Horst Schwede, der junge Lammers, Gustav Osterloh, Arnold Behrens, Hinrich Renken, Gustav Döpken, Gerd Behrens, Heinrich Reins und Georg Hübner.

In der zweiten Reihe: Erich Sommer, Georg Junker, August Buhr, Georg Mußhorn, August Wölbern, Fritz Hermanns, Alfred Ahlers, August Janssen, Gerd Lübbers, Christel Sagemillier und Willi Martens.

In der dritten Reihe: Hannis Meyer, Martha Küper, Amanda Brunken, Erna Dagen, Frieda Ohmstede, Erna Wölbern, Anna Tapkenhinrichs, Luise Hansen und Rosa Dammermann.

In der vierten Reihe: Berta Uehlken, Elia Wölbern, Gerda Hinrichs, Agnes Hurling, Minna Witting, Minna Brunken, Anna Borchers, Emmi Hilbers, Grete Hunicke und Agnes Brunken.

In der untersten Reihe: KarI Hilbers, Fritz Schlömerkämper, Johannes Gerdes, Heinrich Bredehorn, Dietrich Weers und Walter Weidhüner.

Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1922.

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