Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Auteur
:   Dieter Horstmann
Gemeente
:   Bockhorner,
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1948-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner'

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21. Zugegeben, sieben der auf diesem Bild sich ernst, gefaßt und entschlossen gebenden Schüler konnten beim besten Willen nicht mehr richtig ausgemacht werden. Kenner der Bockhorner Szene, Alterskameraden, ja sogar solche, die auf diesem Bild wiederzufinden sind, konnten sich nicht erinnern, wer das wohl gewesen sei, Schade! Trotzdem seien die genannt, die mit Gewißheit erkannt werden konnten. Es ist aber auch wirklich schon sehr lange her. Aber den größten Teil können wir mit Namen nennen.

Oberste Reihe: der erste und der zweite müssen unbekannt bleiben. (Sicher nicht mehr lange, es wird sich jemand finden der sagt: 'aber das ist doch .. .'! Er möge sich melden! Dank schonjetzt.)

Zu erkennen sind Gustav Brunken, Kar! Brunken, Hannes Schnittker und August Koch. Dann rnüssen zwei ungenannt bleiben - es folgen Kar! Förster und August Nuske.

In der zweiten Reihe: Erna Meiners, Helrnut Meier, Fritz Carstens, Reinhard Buhr, ? Kramer, Erich Junker, Kar! Rüdebusch, Gustav Buhr und Hanne Thümler.

In der dritten Reihe: Ilse Hinrichs, Anna Glaesener, Leni Hübner, Tini Logemann, Hilda Höpken, Hanna Warnken, Elise Schoon, Adele Wessels, Magda Brunken, Emma Borchers, Anni Behrens und Leni Reints.

In der vierten Reihe erkennen wir: Grete Lammers, Adele Wölbern, die Nachbarin blieb vorerst noch ungenannt, es folgen Käthe Meiners, Hilde Hagen, Leni Janßen, Grete Meinjohanns, Herta Brunken, Mariechen Schürmann und Käte Körber,

In der untersten Reihe: Fritz Hunche, Friedrich Meinjohanns, Georg Meiners, Wilhelm Stuhrhan, ein Unbekannter und Herbert Freers.

Und mitten unter seinen Schüler der Lehrer und Rektor und Schulleiter und Chorleiter und Turnvater und Wanderführer und Sänger und Kegler und Naturkenner und Heimatfreund, und, und, und ... Heinz Janßen. Er war kein Theologe, obwohl er seiner Kleidung nach Pastor sein könnte. Er liebte es sich so zu kleiden, keiner hat ihn jemals anders gesehen. Es freute ihn, wenn Fremde ihm mit 'Herr Pastor' anredeten. Generationen gingen durch 'seine' Schule. Noch heute ist dieser Pädagoge in der älteren Generation unvergessen. 'Ihm verdanken wir alles', das hörte der Verfasser immer wieder.

22. Im Archiv der Vereinigten Oldenburger Klinker Werke, das im Klinkerzentrum in Bockhorn aufbewahrt wird, fanden wir die 'Bockhorner Ziegler-Ahnentafel'. Jürgen Ahlers sei besonderer Dank gesagt, daß er der Erstveröffentlichung seine Zustimmung gab und bei den Reeherehen der Daten seine Hilfe anbot.

Die Klinkerfürsten von Bockhorn und Umgebung, das war ein Begriff. Die meisten dieser Herren waren Bauern und Ziegler - also Ziegeleibesitzer. Um Ziegel (Klinker) herzustellen braucht man Lehm. Einen besonderen Lehm. Und der kommt eben nur in und um Bockhom vor. Dieser Lehm muß abgebaut werden. Ticheln nennt man das. So war es kein Wunder, daß den Herren Ziegeleibesitzern ein Spitzname gegeben wurde, der bald zum Begriff wurde. 'Tichelburen' nannte man sie.

Auf dieser und den folgenden Seiten werden wir sie alle noch sehen können.

Von links nach rechts: Wilhelm Röben aus Neuenburg (1859-1925), Carl Lauw, der Sohn von August Lauw (1858-1917), Johann Schwarting aus Borgstede (1874-1956), Carl Schwarting aus Borgstede (1878-1933), Georg Tapken, Bockhom, (1862-1914) und Wilhelm Röben ('der andere Wilhelm, der aus Schweinebrück', so nannte er sich gern). Er lebte von 1893-1956.

23. Und wieder Klinkerfürsten!

Links August Lauw (1826-1917), neben ihm seine Enkel August (der Flieger!) und Günther, der 1943 imKrieg gefallen ist.

In der unteren Reihe finden wir Heinrich Wilken aus Rahling (1859-1918) und H. Georg Thien, dem die Woppenkamper Ziegelei gehörte und der das erste Auto in Bockhorn fuhr!

Rechts unten ein Mann, der stolz darauf war mit Kaiser Wilhelm II. Ähnlichkeit zu haben und vieles tat, um das noch zu fördern: Diedrich Schmidt aus Zetel (1868-1939).

Man sagte immer die Tiehelburen seien ein Herz und eine Seele gewesen. Sie seien eng befreundet, hieß es damals. Nun, ganz so war das nicht! Sie hatten sieh zusammengefunden, zusammengerauft.

Die Gründung einer Verkaufsgemeinschaft im Jahre 1908 war eine dringende Notwendigkeit um zu überleben. Die erste Tat der Vereinigten Oldenburger Klinkerwerke GmbH war nämlich die Einführung eines einheitlichen Klinkerformats. Die 'Original Bockhorner Klinker' traten damit ihren endgültigen Siegeszug an. Es wird Viele überraschen, daß die Unterschrift eines der Lauws auf der Gründungsurkunde fehlt. Zwar ging das Ganze auf ihre Initiative zurück, aber als es soweit war, wartete man ersteinmal ab wie sich die Sache entwickeln würde, Natürlich traten die Lauws bei und drückten dem Unternehmen ihren persönlichen Stempel auf. Bald sprach man sogar vom 'Klinkerkartell Lauw'. Das war natürlich weit übertrieben.

24. Und auch hier: Bockhorner Ziege1eibesitzer.

Links oben noch einmal Georg Tapken, das paßte wohl ganz gut, denn neben ihm ist sein Sohn Gustav Tapken, ebenfalls aus Bockhorn (1893-1965).

Aus Steinhausen stammte er, hatte da seine Ziegelei und lebte dort: Wilhelm Suhren. Er wurde 1878 geboren und fiel im Ersten Weltkrieg am 13. November 1914.

Ganz rechts ist Garlich Harbers (1876-1941) abgebildet. Von ihm heißt es, er habe sich die schönste Villa in Woppenkamp errichtet.

Theodor Kloppenburg (1885-1970) und Hermann Schmidt waren keine Bockhorner, ihre Werke standen in Zetel. Hermann Schmidt starb im Alter von 76 Jahren in 1971. Die Grabsteder Ziegelei gehörte Eduard Eilers (1862-1950).

Der letzte im Reihen der berühmten Tiche1buren war Bernhard Remmers aus Bramloge (1883-1955).

Ja, das waren sie, die Klinkerfürsten, die Klinkerkönige. Sie haben das Wirtschaftsleben Bockhorns in großem Stil geprägt. Sie legten die Grundsteine für ein blühendes Gerneinwesen, für eine gesunde Gemeinde. Honorige Herren waren sie. Fast alle mit Gymnasialabschluß, zum Teil mit Studium. Weltoffen, gewandt und geschäftlich erfahren. Wenn man sie so sieht, fällt es schwer sich vorzustellen, daß sie am liebsten Platt sprachen und in einfacher Kleidung von früh bis spät in ihren Werken zu finden waren. Keine Allüren, nicht eingebildet,jedoch stolz auf das Erreichte. Wer wird es ihnen nachtragen? Doch vergessen haben sie es nie, daß es die Natur war, die ihnen zu ihrem Wohlstand verholfen hatte.

'Wie gut daß es eine Eiszeit gab', hatte Wilhelm Röben einmal bei einem Vortrag in Berlin gesagt. Und wirklich, es sind Geröllschuttmassen und Gletschergeschiebe, die unter dem ungeheueren Druck des Eises, das schufen, was als Bodenschatz - im wahrsten Sinn - zurückblieb, als Eis und Wasser sich zurückgezogen hatten. Bei uns ist es der Bockhorner Klinkerton! Der, der den unnachahmlichen farbigen Brand ergibt.

25. Pastor Schmidt war fast ein Menschenalter lang Seelsorger in Bockhorn. Hochangesehen und beliebt, dabei bescheiden und zurückhaltend. Sein Rat wurde immer wieder erbeten, nicht nur in geistlichen Angelegenheiten, sondern auch in geschäftlichen Dingen oder wenn es um die Belange der Gemeinde ging. Schmidt drängte sich nie auf, war aber da, wenn er gebraucht wurde. Man kam zu ihm, er gehörte dazu.

Freiwillig übernahm er den Religionsunterricht und freiwillig kamen die Schüler, wenn es auch für sie eine zusätzliche Stunde bedeutete. Schmidts Unterricht war nie langweilig, es ging aufgeschlossen zu, immer wußte er interessant darzustellen, mochte der Stoff auch eigentlich noch so spröde sein.

Pastor Schmidt war ein vielseitig gebildeter Mann, der auch bei Bedarf jeden Lehrer vertreten konnte. Seine Schüler - die ja auch seine Konfirmanden waren - liebten ihn. Sein Glaube war tief und echt. Schmidts Sohn wurde übrigens Oberkirchenrat in Oldenburg.

Wir sehen Schmidt im Jahre 1923 im Kreise seiner Schüler. Von links nach rechts, in der oberen Reihe: Hans Straubel, Herbert Freers, Friedrich Meinjohanns, Karl Brunken, Hinrich Hilbers, Georg Meiners, August Nuske, Franz Friedrichs und Elinar Schröder.

In der zweiten Reihe: Heino Mußhorn, den jungen Ahlhorn aus Ellenserdamm, Wilhelm Renken, Heinrich Kuhlmann, ? Gerdes, Gustav Buhr, Kar! Bruns, Erich Irnken, Dietrich Koch, August Koch und Gustav Seghorn.

In der dritten Reihe: Hertha Brunken, Adele Wessels, Adele Wölbern, Mariechen Schürmann, Hilda Hagen, Martha Grübnau, Anna Kuhlmann, Leni Bolje, Klara Jürgens, Anni Gerdes, Luise Schumacher, Hertha Köhne und Erich Wölbern.

In der vierten Reihe: Käthe Meyerhoff, Magda Brunken, Leni Reins, Agnes Richts, Luise Gerdes, Anna Popken, Anni Behrends, Ilse Hinrichs, ? Vielken, Anna Gläßner, Hanna Warnken und Marianne Würdemann.

Ubrigens: Pastor Schmidt sieht nur auf diesem Bild so griesgrämig aus. In Wirklichkeit war er ein fröhlicher Mensch. Als er Bockhorn verließ um sich zur Ruhe zu setzen, hinterließ er eine Lücke, die für lange Zeit kaum zu füllen war.

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