Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner

Auteur
:   Dieter Horstmann
Gemeente
:   Bockhorner,
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1948-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Bockhorner'

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26. 18 fidele Brüder auf einem Ausflug. 18 fidele Brüder? Die Gesichter drückten eher ernste Entschlossenheit aus! Das lag sicher am Fotografen: bis der seinen Vorstellungen entsprechend die Herren plaziert hatte. Stühle mußten besorgt werden (Rangfolgen waren vorher ausgehandelt worden), die Haltungen mußten korrigiert werden: 'die Hände leicht geschlossen auf die Kniee, bitte meine Herren!' Natürlich klappte es nicht, einer sitzt mit unterschränkten Armen da, der Herr rechts außen legt die Hände übereinander, den Herrn in der mittleren Reihe in der Mitte belustigt das ganze Drum und Dran. 'Bitte in die Kamera schauen!!'.

Na, endlich! Das Bild war im Kasten. 18 fidele Brüder der Nachwelt erhalten. (Zwei Zuschauer beobachten das Geschehen aus den Fenstern.) Ort der Tat: Rastede. Datum des Geschehens: 17. Januar 1924. Sinn des Unternehmens: Ausflug! Teilnehmer: Mitglieder eines Kegelklubs aus Bockhorn. Name des Klubs: 'Fidele Brüder'. Also doch: 18 fidele Brüder!

Und da sind: Heinz Aschmann, askar Berg sen., Ernst Schlalos und Karl Bruckmann in der oberen Reihe.

Georg Wölbern, Diedrich ('Didi') Ohmstede, Diedrich Dierks, Erhard Neumann, August Lübbers, Gustav Tapken und Gustav Lübbers in der mittleren Reihe,

In der unteren Reihe: Gerhard von Harten, Louis Schmeil, Eduard ('Edo') Müller, Wilhelm Röhm, Hermann Wölbem (der Bruder von Georg), Gerhard Brüntjen und Johann Juilfs.

18 fidele Brüder vom Kegelklub 'Fidele Brüder' waren anschließend wieder sehr fidel. Es wurde sogar gekegelt an diesem Tag in der Gastwirtschaft von Georg Ahlers. Kegelkönig wurde ... na wer? Natürlich Wilhelm Röhm! Warum natürlich? Man setzte ihn, den König, in die Mitte.

27. Oben links: Ein Auto aus unserer nächsten Umgebung. Aus Varel, Hansa-Automobile hatten einen sehr guten Ruf, solide, zuverlässig, sparsam. Das teuerste Hansamodell war der 'Pullmann', Eine Trennscheibe schirmte die Herrschaften im Fond vom Chauffeur. Ledersitze, mit Knopfheftung. Menke Ahlers und sein 'Pullman', 1927 oder 1928.

Oben rechts: Ein Op el? Ein Amerikaner? Ein Österreicher? Schwer zu sagen, was für ein Wagen das ist. Sicher ist:

Menke Ahlers steht am Schaufenster, Karl Ahlers am Wagen. Den hält ein Monteur fest. Den Wagen. Wann? 1925, meinen die Gewährsleute.

Unten links: Gesine Ahlers, zwei der Monteure, der auf Bildern in dieser Gegend und in dieser Zeit unumgängliche Henschkensproß und? (Keiner weiß es.)

Unten rechts: Die Ahlers hatten den einzigen Omnibus weit und breit. 20 bis 24 Personen konnten in ihm untergebracht werden. Wenn es mehr wurden, stellte man noch Stühle in den Mittelgang. (Wenn das die Polizei erfahren hätte! Sie erfuhr es nie - amtlich, denn privat fuhren die beiden Polizisten natürlich auch mal mit.) Elli Ahlers, geborene de Vries hat ihrem Mann Alfred die Hand auf die Schulter gelegt. Wegen der Gerechtigkeit und weil es sich auf dem Bild besser macht - legt sie auch Gustav Osterloh eine Hand auf die Schulter. Die Aufschrift auf dem Bus lautete: 'Menke Ahlers Bockhorn'.

28. Oben links: Gruppenbild mit Laubfrosch. Protest der Betrachter! Wo ist der Laubfrosch? Vier Männer sind zu sehen, zwei Jungen, ein Motorrad und ein Auto. Eben! Das Auto, das ist der Laubfrosch! Diesen Namen gab der Volksmund diesem Opel. Zum einen war er in der Grundausführung knallgrün, zum anderen machte das Vehikel mitunter Sprünge und hüpfte - wie ein Laubfrosch. Dabei war das Auto, damals eine technische Sensation, es hatte nämlich Scheibenräder! Keine Speichenräder .

1929 stellte Karl Ahlers den Wagen auf den Hof seiner Werkstatt und sich selbst setzte er in den Wagen. Eigentlich war es gar nicht seine Werkstatt; sie gehörte seinem Bruder Heinrich Ahlers. Heinrich sitzt auf dem Beifahrersitz also links, denn der Wagen war ein 'Rechtststeuerer'.

Den freundlichen Herrn mit dem weißen Haar konnten wir nicht identifizieren. Es wird vermutet, daß es ein Kunde war. Ein Junge ist der junge Henschken und der andere Helmut Behrens. Auf dem Motorrad präsentiert sich wirkungsvoll einer der Mechaniker.

Unten links: Alfred, Heinrich und Karl Ahlers, umgeben von den Mechanikern August Janßen, Willi Köster und Ernst Theesfeld. (Willi Köster war später ein bekarmter Gastwirt in Varel.) Den Namen der Damen in der Mitte konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Wir sind daher auf die Mithilfe der Leser angewiesen. Das OL auf dem Kennzeichen steht für Oldenburg.

Rechts: Stolz lehnt sich Karl Ahlers an seinen neuen Wagen. Es ist noch ein 'Original Opel'. So wie er auf diesem Bild zu erkennen ist, kannte ihn die Wehde.

Wie immer, wenn damals fotografiert wurde, blieben Leute stehen, um mit aufs Bild zu kommen. Der Herr mit Hut soll Gerd Lübbers sein. Der Junge mit dem Motorrad? Ja, den kannte keiner der Gewährsleute. Mit Gewißheit in der Stimme meinte einer: 'Tja, was soll ich sagen? Der Pastor isses nich.' Und dabei wollen wir es denn auch belassen.

29. Oben links: Viele alte Häuser trugen Reith- oder Reetdächer. Reithdachdecker waren auch in den zwanziger Jahren gesuchte Handwerker. Der seltene Berufwurde von Spezialisten ausgeübt. Wir sehen einen Spezialisten mit seinem Handwerkszeug bei der Arbeit. In der Hand hält er den 'Feger' oder 'Klopfer'. Das andere Gerät ist der 'Stopfer'. Auch die Schuhe mußten so groß sein. Damit wurde das Reith festgetreten.

In Bockhorn lebte so ein Spezialist. Es war immer etwas Abenteuerliches wenn er mit seinen Gerätschaften und Leitern anrückte. Kritisch wurde das Reith (auch Reet) geprüft. Es war schon eine Wissenschaft zu entscheiden, für welche Dachpartien die deutsche Ware geeignet erschien und für welche die ausländische. (Die Stärke der Stengel war ausschlaggebend.) Das Schneiden auf die richtige Länge nahm Tage in Anspruch.

Und nun, in voller Aktion: Gerhard Wilken, 1928. Wilken wohnte in der Steinhauser Straße und war noch als Achtzigjähriger auf dem Dach.

Oben rechts: Im Jahre 1928 gab es in Bockhorn einige Reitsportbegeisterte, die keine Gelegenheit vorübergehen ließen sich und ihre Freude am Reitsport der Öffentlichkeit zu zeigen. Anläßlich des großen Schützenfestes hatten sie mal wieder ihre Pferde gestriegelt und geschniegelt und zeigten sich der begeisterten Bevölkerung.

Rudolf Janßen, Georg Flessner und August Grate sind zu erkennen, und weiter: Hermann Wölbern, Wilhelm Röben, Gerhard von Harten, Gustav Schürmann und Heinz Aschmann.

Das Geschehen versucht Bernhard Hurling - ganz links - fotografisch festzuhalten. Das Stativ hatte er vor seinem Haus, der Möbeltischlerei, in Stellung gebracht. Natürlich ahnte er nicht, daß noch ein anderer Fotograf in der Nähe war, der den angestrengt in den Sucher schauenden Fotografen fotografierte. Im Hintergrund sind noch Heinrich Warnken und Erich Flessner zu sehen.

Unten: Ohne Schmidts Kapelle ging in Bockhorn nichts! Schmidts Kapelle gehörte dazu, war ein 'Muß' für alle Veranstaltungen. Schmidts Kapelle war eine Einheit, ein Singular. Da gab es keine Namen, wer dazu gehörte wurde: 'von Schmidts Kapelle'; man möchte fast meinen, er gab seine eigene Identität auf.

Und da wir gerade dabei sind, ausnahmsweise keine Namen zu nennen, wollen wir es auch dabei belassen. Halb Bockhorn ist auf den Bildern. Preisfrage: wer erkennt wen?

30. Alle Schützen Bockhorns auf einem Bild. Keiner fehlte. Es ist der 24. Juli 1927. Beim Hotel Hornbüssel war der neue Schießstand eingeweiht worden. Ein großer Tag für die Schützen. Der modernste Schießstand im nördlichen Oldenburg. Der zehnte von links hat sein Gewehr mitgebracht als der Fotograf rief. Die anderen Herren erschienen unbewaffnet.

Und wer sind nun die Herren mit der Feder am Hut? Hermann Wölbern, August Lübbers, der Schützenkönig Johann Juilfs, Wilhelm Röben, Gustav Schürmann, Willy Hornbüssel, Gerhard von Harten, H. Schlalos, Franz Weidhüner, Edo Met jen, Fritz Ahlhorn, Diederich Ohmstede, Julius Tapken, Uhrmacher Eilers, Heinz Aschmann, Arnold Junker, Edo Müller, Karl Barfuß, Kar! Hurling, Hermann Haase, Gustav Tapken, ein unbekannter Gast mit weißer, gestärkter Hemdbrust, Johann Haase, Kar! Brunken, H. Schwegart, Heini Meiners, genannt der Luchs, der Buchhalter Schmidt, 'der andere Meiners', Oskar Berg und der Schneider Holljewilken.

Hermann Wölbern war damals der Präsident, August Lübbers der Geschäftsführer des Vereins.

Nun taucht die Frage auf: 'Was taten die Herren nach der Aufnahme? ' Es wird glaubhaft versichert: sie drehten sich um, stürmten die Buden hinter ihnen und labten sich am kühlen Bier, das sie mit nicht nur viel Freude genossen, sondern auch mit etlichen Gläsern Schluck 'verdünnten', Sie sollen kräftig zugelangt haben, kein Wunder: an diesem Tag gab es alles gratis! 'Wäre dochjeden Tag Einweihung' war die einhellige Meinung.

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