Warning: mysql_connect(): Headers and client library minor version mismatch. Headers:50156 Library:50527 in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php on line 15

Warning: session_start(): Cannot send session cookie - headers already sent by (output started at /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php:15) in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/require.req.php on line 2

Warning: session_start(): Cannot send session cache limiter - headers already sent (output started at /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/database.req.php:15) in /home/0003/sites/s245/europese-bibliotheek.nl/web/require/require.req.php on line 2
Uitgeverij Europese Bibliotheek | Kennt Ihr sie noch die Dingolfinger | boeken | alfabetisch-overzicht
Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Auteur
:   Fritz Markmiller
Gemeente
:   Dingolfinger,
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2106-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

In diesem Buch sind auf 38 Bildseiten alte Fotografien aus rund 50 Jahren bis etwa 1920 wiedergegeben, die eine ganze Anzahl von Leuten unter der Kennmarke 'Alte Dingolfinger' zeigen, also frühere Bewohner dieser niederbayerischen Kleinstadt an der Isar. Beim ersten Bliek auf ein Werk mit solchem Titel wird mancher denken: eine Zusammenstellung mehr oder weniger privater Konterfeis 'gestorbener Leute', die uns heute nichts mehr angehen, allenfalls einen Familienforscher bei der Komplettierung seiner Sammlung von Erinnerungsstücken an 'die Ahnen' zu erfreuen vermögen.

Dem ist aber keineswegs so. Vielmehr bieten heute alte Fotografien ganz allgemein hochwichtige Bildquellen für Erforschung und Darstellung ihrer Entstehungszeit, die wiederum A usdruck einer Geschichtsepoche ist. Derartige Bilder müssen deshalb als Glieder einer Kette von Indizien dafür verstanden werden. Mit ihnen können, wenn in zeitlicher Dichte und mengenmäßig ausreichend vorhanden, sogar gewisse geschichtliche Entwicklungslinien deutlich gemacht werden.

Neben dem auf uns Heutige durchaus optisch-sinnlich wirkenden Reiz, den diese Zeugnisse in Form und Darstellungsweisen ausüben, erschließen sich dem aufmerksamen Betrachter soziologische und kulturelle Zusammenhänge. Hinsichtlich Auswahl und Präsentation der Bilder in unserem Buch sollte aber folgendes Beachtung finden. Anders als in jetziger Zeit gelangte früher der gewöhnliche Mensch im Bereich des Kleinbürgerlich-Bäuerlichen erst mit dem Eintritt ins Stadium des Erwachsenen zu sozusagen öffentlicher Bedeutung. Äußere Anerkennung erfuhr er erst, wenn er zum Beispiel ein Examen bestand, fähig war eine Familie zu ernähren, als Soldat 'seinen Mann stellen' konnte.

Was nun die noch heute mögliche Vergegenwärtigung einstiger Lebensformen über historisches Fotomaterial angeht, muß festgestellt werden, daß sich die Mehrheit unserer Bevölkerung durchaus selten so 'fixierbar' machen ließ. Abgesehen von den technischen Möglichkeiten und den Kosten setzte man sich regelmäßig erst dann vor der Kamera in Positur, wenn man etwas darstellte und/oder ein festlicher Anlaß dies zum Gedächtnis über Jahrzehnte hinweg erfordern mochte. Derartige Anlässe waren im familiären Bereich etwa Kommunion, Hochzeit, Ehejubiläum, im öffentlichen dann Repräsentationsbedürfnisse, Dienstjubiläen, Vereinsfeste und Fahnenweihen. Demgegenüber treten Darstellungen von Arbeitsvorgängen oder Abläufen des täglichen Lebens kaum hervor. Finden sich arbeitende Stände im Bild festgehalten, so posieren auch sie und werden keineswegs 'schnappschußartig' in Aktion gezeigt, 'Kleine Verhältnisse' oder gar Armut wurden so gut wie nie im Bild 'verewigt'.

Die zeitbedingte Mentalität des Fotografen wie seiner 'Abgelichteten' beraubt jedoch uns Heutige wesentlicher Erkenntnismöglichkeiten für eine ausgewogene Beurteilung der angeblich 'guten, alten Zeit'. Die im Foto Porträtierten befinden sich während der Aufnahme meist auch nicht in ihrem häuslichen Umfeld, sondern figurieren im Atelier gemäß dem 'künstlerischen' Arrangement des Meisters. Dieser bedient sich dazu einer Reihe von Versatz- und Dekorstücken, die Theaterrequisiten ähneln und eine entsprechende Wirkung hervorrufen. Am ehesten erhalten wir noch von solchen Fotografien einen Eindruck der tatsächlichen Lebenswelt, die Personen vor ihren Häusern oder auf Stra-

ßen und Plätzen zeigen. Das alte Bild des Wohnorts hat sich ja seit einem halben Jahrhundert so stark gewandelt, daß wir nur mehr über historische Aufnahmen die einstige Wirklichkeit erkennen können.

Unter diesen, hier nur gedrängt skizzierbaren Motiven und Voraussetzungen ist vorliegendes Buch zusammengestellt worden. Die Bilder vermitteln dabei Informationen verschiedenster Art. Sie alle dienen dem Versuch, am Beispiel der niederbayerischen Kleinstadt Dingolfing Einblick in eine auf weite Strecken hin abgeschlossene, vergangene Epoche heimatlicher Geschichte zu gewinnen. Dieser - zugegeben nur verhältnismäßig bescheiden und eng ausweisbare Bliekwinkel ermöglicht aber auch ein besseres Verständnis heute herrschender Verhältnisse, die ja stets irgendwo in früheren Situationen wurzeln und erst über diverse Entwicklungsstadien unsere Gegenwart prägen.

Allen, die mitgeholfen und Bildmaterial aus ihrem Besitz zur Verfügung gestellt haben, sei dafür herzlich gedankt; die Herkunft ist bei den einzelnen Stücken jeweils am Ende der Beschreibung vermerkt.

Dingolfing, im September 1982

Dipl.-Ing. Fritz Markmiller

1. Mit Fug und Recht verdienen eingangs unseres Bilder-Streifzugs durch die jüngere Geschichte Dingolfings jene Männer eine anerkennende Erwähnung, die ihre Arbeitskraft und ihren Fleiß in langen Jahren dem Wohlergehen von Stadt und Bevölkerung gewidmet haben: die Bürgermeister von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.

Diese Reihe leitet Max Wolfbauer (1820-1906) ein, beruflich Kaminkehrermeister. Unter ihm, der von 1851 bis 1868 Bürgermeister war, wurden 1853 das Mädchenschulhaus und das Franziskanerkloster auf städtischem Grund erbaut. 1867 erhielt der Turm der Stadtpfarrkirche St. Johannes seinen heutigen Spitzhelm. Wolfbauer gilt auch als Förderer bei Gründung der Freiwilligen Feuerwehr und bemühte sich bereits in den sechziger Jahren um eine Eisenbahnlinie zum Anschluß der Stadt Dingolfing an den Schienenverkehr.

Ebenso tatkräftig amtierte von 1870 bis 1873 der Bierbrauer und Posthalter Anton Nindl, den allerdings bereits in letztgenanntem Jahr ein Schlaganfall aus seiner Arbeit riß. Die Erweiterung des Mädchenschulhauses und die Errichtung des Leichenhauses im Friedhof geschahen unter seiner Regie. Daneben setzte er sich für eine allgemeine Ortsverschönerung durch Baumanpflanzungen und Brunnenerrichtungen, etwa auf dem Marien- und Oberstädterplatz, ein.

(Stadtarchiv.)

?

2. Kaufmann Wolfgang Demmelmaier, ehrenamtlicher Oberlieutenant bei der Schützenkompagnie des Landwehrbataillons in Dingolfing, saß bereits seit 1866 im Stadtrat. Unter seiner Amtszeit als Bürgermeister von 1873 bis 1875 sind der Bau einer Schießha11e, der Umbau des Schulhauses, die Erweiterung der Straße zur Kirchweihwiese sowie der Ausbau der öffentlichen Kanalisation zu erwähnen. Nach seiner Wiederwah11875 lehnte er jedoch die erneute Ubernahme des Postens ab; er starb im Jahr 1898.

Ihm folgte nun der Tuchmachermeister und Kaufmann Johann Hauer von 1876 bis 1883. Damals wurde die Auffüllung des Herrenweihers am Gries durchgeftihrt, der eingeebnete Platz mit Bäumen bepflanzt und von hier aus eine Stiege zur Oberen Stadt geschaffen. 1877ließ Hauer die Kanalisation fortsetzen und einen Weg hinter der Lederergasse entlang der alten Stadtmauer anlegen. Er konnte dann auch 1880 die Eröffnung der Bahnlinie Landshut-Deggendorf mit der Station Dingolfmg festlich begehen.

(Stadtarchiv.)

3. Als bedeutendster Bürgermeister Dingolfings zwischen Biedermeierzeit und Erstem Weltkrieg ist der Seifensiedermeister und Krämer Johann Baptist Nirschl (1846-1929) anzusprechen. Mit seinem Amtsantritt 1887 begann für die Stadt eine sehr segensreiche Periode; seine reiche Erfahrung auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens - er war auch hochdekorierter Feldzugssoldat von 1870/71 - machten ihn für seine Aufgabe wie geschaffen.

In seine erste Amtszeit bis 1896 fiel unter anderem die Adaptierung des ehemals herzoglichen Getreidekastens auf der Oberen Stadt als Knabenschulhaus. Von 1905 bis zum Ausbruch der Revolution 1918 diente Nirschl nochmals mit großem Erfolg seiner Heimatstadt als Bürgermeister.

Er hat aber auch in einer mehrbändigen handschriftlichen, mit Zeitungsausschnitten, Fotos und Zeichnungen angereicherten Dokumentation zur Kulturgeschichte der Stadt und ihres Umlandes ein Werk geschaffen, das für den Lokalhistoriker von hoher Wichtigkeit ist.

In Würdigung seiner vielfältigen Leistungen auf kommunalem Gebiet wurde im Stadtteil jenseits der Isar 1951 eine Straße nach ihm benannt.

(Stadtarchiv.)

(J /ffi~./ Z:dr///?/lef:-.

. ...-'

PHOTOGRA Ph'

4. Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzenden Staats- und Verwaltungsreformen hatten auch in Bezug auf die Zusammensetzung der Gremien kommunaler Selbstverwaltung verschiedene Neuerungen gebracht. So wurden in diesem Bereich die beiden Kollegien der Magistratsräte und der Gemeindebevollmächtigten geschaffen, wie sie auch im Dingolfing der Nachbiedermeierzeit bis zur Neuordnung nach 1918 Bestand hatten.

Zu den einflußreichsten Persönlichkeiten der damaligen Stadtpolitik gehörte ohne Zweifel Konrad Sixt (1855-1916), Inhaber eines kleinen Bankgeschäfts und zugleich als Redakteur der örtlichen Presse namens 'IsarZeitung' die veröffentlichte Meinung in persona. Ihm als Vorstand des Gemeindekollegiums widmeten dessen Mitglieder zur Hochzeit am 8. Juli 1903 nebenstehende Porträtsammlung.

Von links oben angefangen gratulierten: Johann Meier, Xaver Reisinger, Max Finsterwald, Thomas Hofer, Thomas Frühmorgen, Anton Aigner, Anton Berr, Johann Hundhammer, Sebastian Hilz, Johann Zehetbauer, Georg Ernst, Mathias Maier, Xaver Dullinger, Josef Raßhofer, Sebastian Pommer, Mathias Reicheneder und Johann Schindlbeek,

(Stadtarchiv.)

.-

--

.-

-r

5. Seit den ersten Zeiten der Dingolfinger Stadtherrlichkeit gab es verschiedene übergeordnete weltliche wie geistliche Behörden und Ämter in den Mauem des Orts. Die wichtigsten staatlichen Justiz- und Verwaltungsorgane für das nähere Umland hatten hier ihren Sitz.

Zu der von uns in diesem Buch betrachteten Geschichtsepoche existierte in Dingolfing auch ein königlichbayerisches Amtsgericht. Ihm stand seit 1876 als Leiter Oberamtsrichter Heinrich Kastner vor, ein jovialer Beamter und echter Vertreter der königlich-bayerischen Zeit, vielleicht auch seines Berufes wie er in der beo kannten Buch- und Fernsehreihe unserer Tage geschildert worden ist.

Die Bilder zeigen ihn zusammen mit seiner Gattin Anna, geborener Prandtl, sowie in offizieller Amtsrobe. (Stadtarchiv.)

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek