Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Auteur
:   Fritz Markmiller
Gemeente
:   Dingolfinger,
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2106-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger'

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11. Im Gefolge der umwälzenden gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts bildeten sich zur damaligen Zeit zahlreiche Vereinigungen und Gruppen, die seither aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Sie haben Aufgaben übernommen und Ziele angestrebt, die aus elementaren Bedürfnissen menschlichen Zusammenlebens ebenso erwuchsen wie sie der Geselligkeit und Unterhaltung dienten.

Hierher gehört unter den kirchlicherseits ins Leben gerufenen und organisierten Gruppierungen vorzugsweise der Katholische Gesellenverein. Er wurde in Dingolfing am 26. Dezember 1853 durch den damaligen Benefiziaten Franz Xaver Will begründet. Nach großem Aufschwung bis Ende des Jahrhunderts erlangte er eine weitere Blüte unter Kooperator Josef Zinnbauer während dessen hiesiger Tätigkeit als Präses von 1920 bis 1934.

Unser Bild zeigt den Geistlichen (1887-1973), der dann von 1946 bis 1970 als Stadtpfarrer in Dingolfing amtierte, inmitten seiner Kolpingfamilie vor dem 'Gesellenhaus' an der Hochbrücke.

(T. Kriener.)

12. Dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen, hatte sich in besonderer Weise auch in der Stadt Dingolfing die Freiwillige Feuerwehr verschrieben. Nach dem Vorbild anderer niederbayerischer Orte geschah ihre - übrigens vom jungen Turnverein initiierte - Gründung im Jahr 1868. Nach gewissen Anfangsschwierigkeiten und öfteren Neugründungen besteht die Dingolfinger Wehr nun seit 1884 in steter Pflichterftillung ohne jede Unterbrechung bis heute.

Eine am 15. April 1894 gefertigte Fotoaufnahme der 59 aktiven Mitglieder vor einer Bildwand mit Löschgeräten läßt noch gut die seinerzeitige Uniformierung und Ausrüstung erkennen. Die Abteilungen wiesen folgende Zusammensetzung auf: Vorstandschaft (8), Kommandanten (5), Hornisten (4), Steiger-Gruppe (10), Löschmeister (3), Rettungs-Gruppe (11), Pump-Gruppe (14), Sanitäter (2) und Baufachleute (4).

Vorstand war Johann Baptist Nirschl, Spritzenfahrer Josef Zeiler, Zeugwart Josef Loichinger, Schriftführer Konrad Sixt, Erster Kommandant Sebastian Pommer und Zweiter Kommandant Anton Bernreiter.

(Freiwillige Feuerwehr.)

13. Auch der gerade erwähnte Turnverein ist wie die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1868 erstmals gegründet worden. Seit seiner Neubelebung von 1884 entfaltete er eine umfangreiche Tätigkeit und wurde 1887 ins Vereinsregister aufgenommen.

Die jährlichen Stiftungsfeste mit Konzert, Freiübungen, Preis- und Kürturnen bildeten Höhepunkte im Festkalender der Stadt. Aber auch Exerzier- und Marschübungen am Herrenweiher, dann die wöchentlichen Turnstunden am Sommerturnplatz wie in einem Schuppen als Winterlokal, beides beim Gasthaus 'Zum Schwammerling', fanden reichlichen Zuspruch. Einen Eindruck von den Sporttrikots der Zeit um 1890 vermittelt nebenstehendes Foto. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, daß der Turnverein Dingolfing 1884 eine eigene Turnkleidung bestimmt hatte, die aus Joppe und Strohhut bestehen sollte, was sich die Mitglieder selbst kaufen mußten; nur Minderbemittelten wurde sie gegen eine Gebühr geliehen.

In Turnerpose blieken hier von links nach rechts ins Bild: Schlosser Kar! Bockmaier, Hafner Michael Ernst, Maler Goldblum, Schuhmacher Sebastian Ringlstetter (oder N. Berliner) und N. Lanzkammer.

(W. Ernst.)

14. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begarm man - wie anderswo - das Vereinsleben auch im Turnverein Dingolfing neu zu aktivieren. Am 15. August 1919 bereits konnte im Wasserburger-Keller ein großes Sommerfest stattfinden. Dabei gab es unter anderen Programmpunkten ein Schulturnen der Zöglinge am vierfachen Pferd, einen Sommer-Reigen mit Gesang, Tisch-Pyramiden mit 32 Mitwirkenden, Langstabübungen und sogenannte Marmor-Bilder zu bestaunen.

Im gleichen Jahr besuchten die Vereinsmitglieder wieder fleißig auswärtige Turnfeste, zum Beispiel in Gangkofen und Regensburg. Von einem solchen Tag 1919 stammt unser Bild mit einer Pyramide der jüngsten Turner aus Dingolfing im damaligen Dreß. Derartige Vorftihrungen gehörten ferner zu den Attraktionen der alljährlich am Dingolfinger Kirchweihfest durchgeführten 'volkstümlichen Wett-Turnen'.

(W. Ernst.)

15. Hatte der Turnverein Dingolfing während der ersten fünfzig Jahre seines Bestehens mit bescheidenen Ubungslokalen für die Arbeit an den Geräten vorlieb nehmen müssen, so änderte sich das entscheidend, als 1907 die von der Brauerei Wasserburger neuerbaute Turnhalle am Herrenweiher bezogen werden konnte. In Verbindung mit dem 40jährigen Stiftungsfest des Turnvereins gab es eine glanzvolle Eröffnung des Saals, der von da an bis in unsere Tage als einziger in der ganzen Stadt für größere Veranstaltungen zur Verfügung stand.

Bei den Vorbereitungen auf das Sommerfest des Jahres 1920 mag diese Aufnahme 'geschossen' worden sein. Man führte Turnen an Reek und Barren, Stabübungen, Damen-Reigen und Fächerpyramiden vor.

Hier sind unter Anleitung durch Damenturnwart Anton Bindl in voller Aktion zu sehen: Lia Blab, Maria Frank, N. Blab, Katherl Ringlstetter, Reserl Hofmeister und Rosa Zeitler (verheiratete Rauscheder).

(W. Ernst.)

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