Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger

Auteur
:   Fritz Markmiller
Gemeente
:   Dingolfinger,
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2106-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Dingolfinger'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

31. In der Stadt Dingolfing bestimmten seit ältesten Zeiten die Gewerbe der Tuchmacher und Lederer die wirtschaftliche Szene. Besonders erstere bildeten bis in die Barockzeit herein auch die kommunalpolitische Führungsschicht. Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg gaben Familien aus dem Bereich des Textilgewerbes und -handels den Ton irn gesellschaftlichen Leben unserer Stadt an.

Unter ihnen traten - neben den Englbrecht, Kreuzer, Markmiller und Meindl - besonders die Mitglieder der Familie Kammerer zu der hier von uns betrachteten Zeitspanne in Erscheinung. Das imposante Kaufhaus von Matthäus Kammerer am nördlichen Ende der Bruckstraße (heute Haus NI. 19) verdeutlicht dies auch im Bild einer alten Fotografie.

(Stadtarchiv.)

32. Wesentlich bescheidener stellte sich damals das heutige Geschäftshaus in der Bruckstraße Nr.40 dar. Es gehörte seinerzeit Xaver Haberzagl (t 1928), der darin eine Drechslerei, außerdem ein Ladengeschäft mit Schirmen, Spielwaren und anderen einschlägigen Artikeln betrieb. Haberzagl ist übrigens auch als Verleger von frühen käuflich zu erwerbenden Ansichtskarten der Stadt Dingolfing hervorgetreten.

Zusammen mit Ehefrau und zwei Kindern, ferner mit dem treuen Haushund, hat er sich hier selbst vor seinem Haus und Laden ablichten lassen.

(Stadtarchiv.)

33. Zu den kleinen Handelsgeschäften der Stadt, wie es sie bis zum Zweiten Weltkrieg in größerer Zahl gegeben hat, gehörte etwa auch die 'Melblerei' des Kar! Kammermeier (1850-1928) im Haus Steinweg Nr. 2. Da sie ihren Mann nicht vollständig ernähren konnte, war der Inhaber - Urgroßvater des Verfassers - zudem anfangs als Viehhändler, dann als städtischer Waldaufseher tätig.

Vor dem kleinen Haus treten hier ins Bild die Ehefrau Kreszenz Kammermeier (1854-1943) mit der Kindsmagd und den Enkeln Fini und Fritz, Sprößlinge des Schwiegersohns Fritz Markmiller (1885-1960), der 1906 aus Neuburg/Donau stammend die Tochter Maria (1883-1957) geehelicht und ein eigenes Geschäft begründet hatte.

(F. Markmiller.)

34. Ein ganzes Haus in der Rennstraße (heute Nr. 10), aber keinen selbständigen Gewerbebetrieb nannte der Hafnenneister Michael Ernst sein Eigen. Geboren 1876 als Sohn des Hafnenneisters Michael Ernst (1828-1902) und dessen Frau Magdalena, geborener Kerscher, arbeitete er bis zum Ersten Weltkrieg in der am Marienplatz Haus-Nr. 31 gelegenen Werkstatt seines älteren Bruders Georg (1864-1947) mit. Später wurde er Förster.

Wir sehen ihn hier vor seinem Haus mit Ehefrau Maria, geborener Schwinghammer, und zwei Töchtern.

(H. Kurz.)

35. Aus dem Bereich des Nahrungsmittelgewerbes, das ebenfalls in der Stadt Dingolfing von Anfang an in mehreren Sparten bestanden hat, besitzen wir für das Metzgerhandwerk ein bemerkenswertes altes Foto. Im Hof des Hauses Bruckstraße Nr. 3 sind links im Bild Metzgermeister Ludwig Wolf (1880-1933) und seine Frau Maria (1879-1952) zu sehen, dazu der sprichwörtliche Metzgerhund.

Ein Landwirt hat einen Ochsen zum Schlachten gebracht, dem bereits die Augen verbunden sind. Drei Metzgergesellen wetzen schon die Messer, die Magd steht mit einem Teller bereit. In der Mitte hat sich der vierte Metzgerbursch wie ein Scharfrichter aufgebaut.

Das Ganze wirkt heute leicht komisch und in der Art eines Siegerfotos nach der Großwildjagd.

(Stadtarchiv.)

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek