Kennt Ihr sie noch... die Dülmener

Kennt Ihr sie noch... die Dülmener

Auteur
:   Heinz Brathe
Gemeente
:   Dülmener,
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3020-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Dülmener'

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31. Die Leichtathletik wurde hauptsächlich in den Disziplinen Laufen und Springen am stärksten und erfolgreichsten innerhalb des Vereins 'DJK Sportfreunde 1920' gepflegt. Dieser war aus einer Tumriege der katholischen Jugend hervorgegangen und durch Kaplan Ferdinand Stegemann ins Leben gerufen worden.

Bei den Festen des Gaues Münsterland stellten die Dü1mener 'Sportfreunde' beinahe regelmäßig eine der ersten Mannschaften. Von den Reichsmeisterschaften der DJK in Dortmund kehrte Ludwig Buthmann 1932 als Sieger im 400-Meter-Lauf zurück. Dritter im 100-Meter-Lauf 2. Klasse wurde Heinrich Höltker und Fünfter im Hochsprung Felix Kirschner.

Bei einem Städtevergleichskampf trat 1931 eine aus den Leichtathleten der DJK und des VfL gebildete Mannschaft an. Über ihr Abschneiden ist nichts bekannt.

Von links nach rechts, liegend: Hans Bager, Heinrich Höltker, Felix Kirschner, Wilhelm Bromen, Franz Kockmann und Franz Brinkpeter. Stehend: Wilhelm Heistermann, Gustav Höltken, Hans Kühlke, Ferdinand Wehrmann, Wilhelm Bohnenkamp, Bemhard Bienhüls, Ludwig Buthmann, Franz Hü1ck, Wilhelm Schröder, Benno Bohnenkamp und Anton Bienhüls.

32. Er hätte der leibhaftige 'Natz von Dülmen' sein können, hieß aber Karl und mit dem Nachnamen Pohlmann. Er war wohl das bekannteste Original der Stadt, und wo immer das Gespräch auf das alte Dülmen kommt, bleibt er nicht unerwähnt.

Pohlmann wuchs in Dülmen auf. Vom Vater erlernte er das Holzschuhmacherhandwerk. Oftmals mußte er die angefertigten Stücke auf einer Schiebkarre bis Olfen bringen. Anfänglich wohnte und arbeitete Pohlmann in der Königstraße (heute: Viktorstraße). Erst nach der Heirat bezog er um 1890 ein Haus am Ostring. Dort suchte er einen Nebenerwerb durch das Räuchern von Schinken und Würsten.

Besonders in seinen älteren Tagen liebte es Pohlmann, das Leben und Treiben in der Lüdinghauser Straße mit Ausdauer zu beobachten. Manchen der Passanten sprach er an und reichte ihm im Verlauf der Unterhaltung seine Schnupftabakdose hin. Den kleinen, zumeist schelmisch zwinkernden Augen entging nichts. Nur gelegentlich sprühten sie Blitze.

Als sich Ende 1936 der neue, von den Nationalsozialisten eingesetzte Bürgermeister am Lüdinghauser Tor bei ihm in brauner Uniform als solchen vorstellte, entgegnete Pohlmann knapp und trocken: 'Dann häs du 'n fien Pöstken! Süh to, datt du datt behölts!' Der Unerschrockene erlebte das Kriegsende nicht mehr. Er starb am Neujahrstag 1944 im Alter von fast 90 Jahren.

33. Von 1924 bis 1933 hatte Dü1men einen rührigen Heimatverein. Den Vorsitz führte Dornänrat August Kreuz. Als sein Stellvertreter amtierte Lehrer Joseph Hövelmann (t 1965). Der Verein trat sofort nach seiner Konstituierung als korporatives Mitglied dem Westfälischen Heimatbund bei.

Zum Programm gehörten nicht nur Vorträge und Theateraufführungen. Bevor der Waldfriedhof 1928 auf 'Papastöhlken' angelegt wurde, brannte der Verein dort alljährlich ein riesiges Osterfeuer ab. Durch seine Initiative kam 1927 erstmals eine öffentliche Nikolausfeier auf dem Markt zustande. Der Auftritt von St. Nikolaus und Knecht Rupprecht am Abend des 5. Dezember ist seitdem ein fester Brauch geworden. Am stärksten aber belegen die intensive Tätigkeit noch heute die neun Jahrgänge der Heimatblätter, für die Ludwig Bielefeld (t 1931) verantwortlich zeichnete.

Auch Wanderungen in die nähere oder weitere Umgebung der Stadt fanden zumeist einen guten Anklang, wie etwa die 1932 nach Visbeck. Von den Teilnehmern dieser Exkursion seien nur die genannt, die sich dem Heimatverein von Anfang an in besonderer Weise verbunden fühlten. Von links nach rechts: Clemens Haumann (1.), Bernhard Weiling (2.), Martha Hackebram geborene Renne (3.), August Hölscher (4.), Joseph Hövelmann (5.) und August Kreuz (6.).

34. Die Schleife an der Fahne nennt 1882 als Entstehungsjahr dieses Chores. Er nannte sich schlicht 'Männergesangverein', betonte aber stets mit berechtigtem Stolz, die älteste nicht kirchliche Sängergemeinschaft der Stadt zu sein und den 'Ruf Dü1mens als Sängerstadt' begründet zu haben.

Die Chronik verzeichnet eine lange Reihe von Erfolgen bei auswärtigen Wettstreiten und örtlichen Veranstaltungen. 1907 feierte der Männergesangverein sein silbernes Jubiläum. Das goldene verlegte er mit Rücksicht auf die krisenhafte innenpolitische Entwicklung des Jahres 1932 auf den Pfingstmontag 1933. Danach verfiel der Verein aus nicht klar ersichtlichem Anlaß sehr rasch der Auflösung.

Vermutlich waren interne Auseinandersetzungen über den von einigen Sängern unterbreiteten Vorschlag, daß der Chor künftig auch Frauenstimmen umfassen solle, die Ursache. Anfang 1934 wurde mit Unterstützung jener Sänger und mit Hilfe der örtlichen Parteileitung ein 'Städtischer Musikverein' aus der Taufe gehoben und einem der Partei genehmen Präsidenten unterstellt. Von links nach rechts, kniend: Pesch und Buthmann. Sitzend: Bernhard Rössing, Franz Rössing, Anton Bödiger sen., Bernhard Reinermann, Komnick, Anton Reinermann, Töns, Schlüter und Inkmann. Stehend: Heinrich van Horn, Meintrup, Anton Bödiger jun., Wegmann, Krass, Horstmann, Hermann Reinermann, Bruns, Berg, Bernhard van Hom, Klausing, Heimann, Schmidt, Heinrich Bödiger, Bernemann, Fuisting und Senge.

35. Den Dü1mener Nationalsozialisten war die Existenz von vier Schützenvereinen - Bürgerschützen, Kohvede1er, Nieströter und P1uggendorfer - sowie des Schießsportvereins 'Horrido' immer ein Ärgernis. Im Frühjahr 1939 ordnete der Bürgermeister deshalb zur 'Pflege des wehrpolitischen Gedankens' ihren Zusammenschluß unter seiner Führung an. Ein gemeinsames, für den Sommer geplantes Königsschießen unterblieb aber wegen des drohenden kriegerischen Konfliktes.

Einen ersten Anlauf hatten die örtlichen Machthaber bereits 1934 unternommen. Die Schützenvereine mußten in jenem Jahr aus Gründen der 'Gleichschaltung' und der 'Volksgemeinschaft' auf eigene Veranstaltungen verzichten. Stattdessen wurde ein 'Allgemeines Schützenfest' gefeiert, das jedoch zu einem fast peinlichen Rummel entartete.

Drei Jahre lang hatten die Vereine wieder freie Hand, und sie nutzten es. 1935 traten die Bürgerschützen, deren Feste mit Rücksicht auf die Weltwirtschaftskrise bereits seit 1930 ausgefallen waren, wieder mit einem vollbesetzten Offizierkorps an. Von links nach rechts, sitzend:

Anton Preun und Joseph Kerse. Stehend: Heinz Bödiger, Ferdinand Hü1ck, C1emens Nordmann, Franz Overbeck, Pau1 Gerversmann, Hubert Berg, Franz Hagemeier, Pau1 Schröer, Alfons König, Albert Kortmann, Wilhelm Heimann, Joseph Röckmann, Heinrich Bödiger, Franz Homann, Antonius Lödding, Albert Frins, Franz Sternemann, ? und Joseph Heimann.

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