Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Auteur
:   Werner Müller
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6530-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Elzer'

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11 Turnfest

Der Männer- Turn- Verein Elze, der seit dem Iahre 1858 besteht, hatte im Iahre 1912 wieder ein Turnfest durchgeführt.

Die Aufnahme, die dabei entstand, zeigt die preisgekrönten Turner. Es sind von links gesehen: Adolf Niemeyer, August Kesemeyer, Hans Luther, Conrad Tegtmeyer (er steht erhöht), Max Otto, Helmut Ley, Fritz Gödecke, Willi Wiegmann und imAnzug Philipp Luther.

Philipp Luther hat sich vierzig Iahre lang als Turnwart und Oberturnwart für den MTV Elze eingesetzt. In der Festschrift zum hundertj ährigen Bestehen des MTV Elze heißt es dazu: 'Der MTV Elze ware 40 Iahre hindurch ohne unseren Philipp Luther nicht denkbar gewesen. Er personifizierte den Turnverein.'

Vorsitzender des Turnvereins, damals erster Sprecher genannt, war im Iahre 1912 Albert Fredershausen. Interessant ist, daß sich beim Sportbetrieb nun allmählich neben der langen Alltagshose eine spezielle kurze Turnhose durchsetzte.

12 Damenriege

Schon Ende 1910 wurde im Elzer Männer- Turn- Verein eine Damenabteilung eingerichtet, der zweiundzwanzig Damen angehörten, wie die Chronik des MTV erzählt. Auch heute noch bekannte Namen gehörten zu dieser Frauenriege. Zu diesen Namen zählen Kesemeyer, Luther, Beverburg, Dörpmund, Neddermeyer oder Kaune.

Der Erste Weltkrieg unterbrach die regelmäßige Vereinsarbeit. Ab 1919 erwachte derTurnbetrieb wieder. Zu den Frauen, die das Frauenturnen in Elze wieder in Gang setzten, war unter vielen anderen auch Hanna Brandes, die damals sowohl Kreis- als auch Gau- und Bezirksmeisterin im Weitsprung gewesen ist.

Vor allem engagierte sich später auch Gerda Schrader, die später als Verheiratete Gerda Gottwald hieß. Sie übernahm die Leitung der Damenriege. Als erste Turnerin des MTV Elze errang sie beim Deutschen Turnfest in Stuttgart im Iahre 1933 einen Sieg.

Das Foto der Damenriege ist in der Vorbereitungszeit zum Gauturnfest von 1931 aufgenommen worden, das in Elze durchgeführt worden war.

Die meisten Namen der Frauen sind bekannt. Die Reihe beginnt - von links aus gesehen - mit der Leiterin der Abteilung Gerda Schrader (Gottwald), die zwei te Turnerin in weiß ist unbekannt, dann folgen Karla Meer, Anna Schrader senior, eine Unbekannte, Martha(?) Kasten, drei Unbekannte, Heinemann, Neuhaus, eine Unbekannte, Alma Tamme und schließlich noch zwei weitere Unbekannte.

13 Dr. Kuno Nöller

In der Uniform eines Stabsarztes des Ersten Weltkriegs posiert der Elzer Sanitätsrat Dr. Kuno Nöller auf diesem Foto. Als Doktor der Allgemeinmedizin hatte er sich zusätzlich im chirurgischen Bereich ausbilden lassen, so daß er neben seiner Praxistätigkeit in Elze auch am JohanniterKrankenhaus in Gronau chirurgisch tätig war.

Aufgrund seines sozialen Engagements hatten ihn die Armenväter ('Der Sozialausschuß' würden wir heute sagen) der Stadt Elze im Iahre 1893 zum städtischen Armenarzt gewählt. Die städtischen Kollegien hatten die Wahl bestätigt. Sein Vorgänger war der zum Ehrenbürger der Stadt Elze ernannte Dr. Caspary.

In dem Bericht der Elzer Zeitung heißt es zur Wahl Dr. Nöllers ergänzend: 'Nimmt man an, daß der verstorbene Caspary als städtischer Armenarzt von Elze wirklich 60

Mark und nicht etwa nur 10 für das Iahr (wie von einigen auch behauptet wurde, d. Verf.) erhalten hat, so hat man bei der Neubesetzung dieses hiermit den Augen unseres Finanzministers bestens empfohlenen gut bezahlten Postens einen gewaltigen Schritt nach vorwärts gethan und das Gehalt des Armenarztes auf die gewaltige Summe von 75 Mark festgesetzt. Vor 60 Iahren wurden die Verdienste des Elzer Armenarztes mit 60 Mark gewertet, heute mit 75 Mark; darin spiegelt sich so recht deutlich der Schneckengang wieder, den unsere Stadt geht!'

Geld ist bei uns in Elze schon immer Mangelware gewesen.

1857 geboren starb Dr. Kuno Nöller einundachtzigjährig im Iahre 1938.

14 Karl Rühmkorf

Ganz Soldat mit Feldherrenblick, ganz Persönlichkeit, so ließ sich der ehemalige Amtsrichter Karl Rühmkorf von dem Elzer Fotografen Bakker ablichten.

Von 1914 bis 193 1 hatte er als aufsichtsführender Richter das Amtsgericht von Elze geleitet. Residiert hatte er im Amtsrichterhaus in der Sehlder Straße, gegenüber der Löwentorstraße. Das Haus der ehemaligen Gastwirtschaft Siedenberg, das später als Dienstwohnung des Amtsrichters genutzt wurde - wie Jürgen Huck schreibt -, ist Ende der fünfziger Iahre abgerissen worden.

Als Königlich Preußischer Major der Reserve posiert er dem Fotografen in einem dunkelblauen Militärrock mit rotem Kragen, an den Schultern die Majorsepauletten. Reich mit Orden dekoriert, ragen das EK I und das EK II heraus und am Knopfloch ein nicht eindeutig identifizierbarer Orden mit einer Königskrone. Die Narbe, der 'Schrniß', an seiner linken Wange zeigt an, daß er als Student einer Schlagenden Verbindung angehört und erfolgreich eine Mensur bestritten hatte.

1 S Ernst Harke

Zum Altmeister der Iustiz in Elze hatte man Ernst Harke an seinem hundertsten Geburtstag im Iahre 195 1 scherzhaft ernannt. Am 4. Februar 1851 ist der Justizsekretär Ernst Harke in dem damaligen Dorfund heutigen hannoverschen Stadtteil Vahrenwald geboren. Als Dreizehnjähriger durfte er die pferde aus dem Marstall des blinden Königs Georg V von Hannover reiten, denn sein Vater war der letzte Hofsattelmeister des hannoverschen Königshofes gewesen.

Am 1. Ianuar 1889 war Ernst Harke nach Elze gekommen. Er arbeitete zuerst als Gerichtsassistent und später als Justizsekretär. Als er 1917 in den Ruhestand trat, erhielt er das Königlich Preußische Verdienstkreuz in Gold verliehen mit dem folgenden Beischreiben: 'Seine Majestät der König haben mittels allerhöchsten Erlasses geruht, dem Amtsgerichtssekretär beim Eintritt in den Ruhestand das Königlich Preußische Verdienstkreuz in Gold zu verleihen.'

An seinem hundertsten Geburtstag soll Ernst Harke angeblich der älteste männliche Pensionär der Bundesrepublik gewesen sein. Er starb nur drei Monate nach seinem großen Ehrentag als ältester Einwohner von Elze am 2. Mai 1951.

Einen Abzug des Fotos, das an seinem 99. Geburtstag angefertigt worden war, schenkte er dem Amtsgericht Elze mit der handschriftlichen Widmung auf dem Passepartout: 'Am 4. Februar 1950 vollendete ich mein 99. Lebensjahr. Ich widme dieses Bild demAmtsgericht Elze zur Sammlung. Ernst Harke, Gerichtssekretär LR.'

Die nebenstehende Abbildung zeigt dieses Foto.

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