Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Auteur
:   Werner Müller
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6530-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Elzer'

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16 Adolf Junge

Am 2. Oktober 1885 war dem in Stade geborenen RechtsanwaltAdolf]unge, der hier auf dem Foto sich stolz vor seinem Schreibsekretär fotografieren ließ, in sein Amt als Bürgermeister von Elze eingeführt worden. Zuvor war es ihm gelungen, bei den städtischen Kollegien von Elze zu erreichen, daß sie ihm ein doppelt so hohes Jahressalär als seinem Vorgänger Dr. Rambke zahlten.

Zwar war das Grundgehalt mit 975 Mark gleich hoch geblieben wie bei seinem Vorgänger, aber für neu eingeführte besondere Tätigkeiten, wie die Verwaltung von Steuersachen und die Betreuung des Standesamtes, waren ihm nach Martin Stöber - zusätzlich 1 025 Mark bewilligt worden, so daß er jährlich 2 000 Mark erhielt.

Trotz der für jene Zeit und vor allem für die damaligen Elzer Verhältnisse hohen Vergütung war die Amtsführung Junges wiederholt gerügt worden. So ließ er zu viele Arbeiten vertretungsweise durch seine Senatoren erledigen. Sogar der Gronauer Landrat von Rheden rügte schriftlich

' ... die seit langer Zeit im hohen Grade zu beanstandende Art und Weise der Erledigung der dem Herrn Bürgermeister persönlich obliegenden Geschäfte .. .' und legte ihm den Rücktritt von seinem Amt nahe.

Adolf Junge trat nicht zurück, war aber auch nur eine Amtsperiode lang bis zum 3 O. September 1897 Bürgermeister in Elze.

17 Dr. Hermann Lisch

Das Foto zeigt den ehemaligen Bürgermeister Dr. Hermann Lisch mit seiner Frau Antonie geborene Grapengiesser.

Hermann Lisch hatte am 1. Ianuar 1913 im Elzer Rathaus die Stelle des Bürgermeisters angetreten, nachdem im Dezember 1912 der Elzer Rat sich für ihn entschieden hatte. Hermann Lisch ist am 2. Oktober 1881 in Schwerin geboren worden und hatte 1910 zum Dr. jur. in Rostock promoviert. Durch den damaligen Arzt Dr. Gütschow hatte er von dem freien Posten in Elze erfahren und sich daraufhin beworben.

Für Elze war der Bürgermeister Lisch ein außerordentlicher Glücksfall. Trotz der enormen Schwierigkeiten, die während seiner Amtszeit aufgetreten waren, wie die Beschränkungen durch den Ersten Weltkrieg, der Zusammenbruch der Wirtschaft in der Inflationszeit, ist die Stadt Elze im Iahre 1933, als Hermann Lisch von den Nationalsozialisten abgesetzt worden war, schuldenfrei gewesen.

Erwähnenswert ist, daß, durch Hermann Lisch veranlaßt, die Stadt Elze das sogenannte Rittergut II, den Wolterschen-Voglerschen Hof, kaufte. Dazu gehörten 500 Morgen Acker, Waldanteile und der Grundbesitz mit dem Herrenhaus. Auf dem großen Voglerschen Gartenland errichtete die Stadt später den Rolandsplatz.

Nach der Amtsenthebung kehrte die Familie nach Rostock zurück. Als nach dem Krieg die Mauer zwischen Ost und West errichtet wurde, gelang es der Familie nach Elze zurückzukehren.

Bis zu seinem Tode im Iahre 1975 schrieb er für seine Kinder die Geschichte der Stadt Elze und die Entwicklung der Stadt während seiner Amtszeit auf.

18 Minna und Karl Ludwig

Aus dem Kurpark von Bad N auheim stammt dieses Foto mit dem Ehepaar Minna und Karl Ludwig.

Das Leben von Karl Ludwig ist über sechzig Iahre von der Kommunalpolitik geprägt gewesen. Am 19 . November 1884 in Elze geboren, erlernte er wie seine beiden Brüder den Beruf, den auch schon sein Vater ausgeübt hatte. Er wurde Zimmermann und arbeitete später in der Werkstatt seines Bruders in der Flustraße. Das Haus der Familie Thormeyer in der Hauptstraße hat er mit gerichtet und beim Richtfest den Richtspruch gesprochen.

Aus gesundheitlichen Gründen mußte er den Beruf wechseln. Er wurde Werkstattschreiber in der Niedersächsischen Waggonfabrik und später Makler.

Von früher Jugend an gehörte er der Sozialdemokratischen Partei an, fuhr unter großen finanziellen Belastungen sogar nach Leipzig zu Parteiversammlungen. Gleich

nach dem Ersten Weltkrieg, am 11. November 1918, wurde er als Sozialdemokrat zum Beigeordneten in den Elzer Magistrat gewählt und im März 1919 schon zum Bürgervorsteher bestellt. Vom Sommer 1923 war er 1. Senator und stellvertretender Bürgermeister.

Im Iahre 1933 wurde er von den Nationalsozialisten entlassen, die ihn sogar verhaften wollten. Nur durch die Warnung eines guten Freundes entging er der Verhaftung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er sofort wieder Ratsherr und von Oktober 1946 bis August 1947 auch Bürgermeister von Elze. Als aufrechter und hilfsbereiter Mensch half er vor allem den Flüchtlingen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Stadt strömten.

Karl Ludwig wird heute noch als gradliniger Mensch geschätzt.

19 HermannWiese

Ernst blickt Hermann Wiese auf dem Foto drein, das um 1950/5 1 aufgenommen worden ist. Als ruhiger und strebsamer Mensch ist er heute noch in Elze bekannt.

Von Berufwar er Kupferschmiedemeister. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat er seinen Betrieb zielstrebig wieder aufgebaut.

Als Vorsitzender der damaligen Deutschen Partei wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg in den Elzer Rat gewählt und war zweimal in Elze Bürgermeister und zwar vom 14. Dezember 1948 bis zum 5. Dezember 1950 und von Dezember 1952 bis zum 22. November 1954.

Von 1948 bis 1956 war er Kreistagsabgeordneter in Alfeld. In dieser Zeit - im Iahre 1953 - war er sogar Landrat im Altkreis Alfeld.

Am 23. Mai 1 957 ist Hermann Wiese nach langer Krankheit im Alter von einundsechzig Iahren gestorben. Angestellte der Stadt trugen den Sarg zu Grabe. Und derVerwaltungsausschuß beschloß, daß am Tage der Beerdigung in Elze halbmast geflaggt werden sollte. Laut diesem VABeschlusses sollte auch in Zukunft bei jedem verstorbenen Ratsmitglied die Elzer Fahnen aufhalbmast gesetzt werden.

Im Nachruf der Elzer Zeitung hieß es:' ... durch sein eifriges und zielbewußtes Streben (hat Hermann Wiese) große Verdienste um das Wohl und die Entwicklung unserer Stadt erworben.'

20 Hochwasser

Frühjahrshochwasser im Iahre 1946 nach einem besonders kalten Winter in Elze. Zu große Wasserzuführungen in Leine und Saale hatten schon immer zu Überschwemmungen in der Leinemasch östlich der Saale geführt. Durch die Eingriffe in die Natur, durch Flußverlegungen, den Bau des Eisenbahndammes sind sie zwangsläufig verstärkt worden.

Was aber dem einen Sorgen bereitet, ist eitel Freude für den anderen. Die Überschwemmung an der Saale zwischen der Untermühle und dem Stadtpark nutzten die vier Freunde, um mit demAppelkahn, einem Backtrog,

den der Großvater der beiden Ehlersbrüder als Mollenhauer selbst hergestellt hatte, über das Wasser zu fahren. Rolfund Henry Ehlers, denen der Kahn gehörte, und die Brüder Friedel und Walter Schaper spielen hier auf dem Foto gemeinsam, Walter Schaper schüttet das Wasser aus dem Kahn. Der Backtrog hatte im Boden ein Loch, das die Jungen mit einem Scheuertuch verstopft hatten; trotzdem sickerte immer wieder Wasser ein.

Im Hintergrund steht das Fachwerkhaus der ehemaligen Ziegen-Deckstation von Naujokat. Das Haus steht noch. Gedeckt wird dort nicht mehr.

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