Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Kennt Ihr sie noch... die Elzer

Auteur
:   Werner Müller
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6530-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Elzer'

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26 August Diehe

Dieses Foto aus den dreißiger Iahren macht deutlich, wie in der Vergangenheit einige Berufe vom Wetter abhängig gewesen sind.

August Diehe, der hier auf dem Foto als Hausschlachter arbeitet, hatte sich am 1. Ianuar 1933 als Dachdeckermeister in Wülfingen niedergelassen. In der kalten Winterszeit erwarb er seinen Lebensunterhalt für die Familie mit der Hausschlachterei. In fast allen Haushaltungen wurde ja auf dem Dorffrüher geschlachtet.

Der Ort, wo diese Hausschlachtung stattgefunden hat, ist unbekannt. Hinter dem Schlachtertisch steht August Diehe und säubert die Därme, die in der Molle liegen. Rechts neben ihm putzen seine Frau Anna und die Bäuerin, deren Schwein geschlachtet worden war, die Pötchen.

An der Schlachteleiter hängt am Krummholz das aufgeteilte Schwein. Mit dem Flomenholz, das zur Ausrüstung des Hausschlachters gehörte, sind die Seiten mit den Flomen aufgespannt, damit die Flomen, vor allem aber die Filster, die Haut über den Flomen, trocknen konnten. Diese Filster waren wichtig. Wenn sie getrocknet waren, wurden sie mit der Hand oder auch mit der Nähmaschine zusammengenäht. Sie dienten als Wursthülle für die Mettwurst, oder Filsterworst, wie sie bei uns auch genannt wird.

27 FamilieWilhehnGrupe

Mehr als hundertzehn Iahre lang, das heißt vier Generationen lang, hat die Elzer Familie Wilhelm Grupe das Fleischerhandwerk in Elze ausgeübt.

Das Foto, das vermutlich um 1905 entstanden ist, zeigt zwei Generationen dieser alten Schlachtermeister-Familie. Am rechten Bildrand sitzt Wilhelm Grupe, mit dem die Grupe- Tradition in Elze begann. Als er 1887 die links neben im sitzende 'Emma' Tappe geheiratet hatte, hatte er gleichzeitig die Fleischerei seines Schwiegervaters in der Mühlenstraße übernommen. Wie lange der Fleischereibetrieb Tappe vorher schon bestanden hatte, konnte nicht ermittelt werden.

Hinter den Eltern stehen die ältere Tochter Frieda, die später verheiratete Benecke, und der Sohn Willi, der den väterlichen Betrieb dann in der zweiten Generation führte. Eine Urkunde und drei Meisterbriefe bezeugen, daß der Familienbetrieb in der Mühlenstraße hundertzehn Iahre lang von vier Schlachtermeistern Wilhelm Grupe geführt worden war.

So sieht die Generationsfolge in der Geschäftsführung aus:

1.Wilhelm Grupe van 1887 bis 1918; 2.Wilhelm Grupe van 1918 bis 1945; 3.Wilhelm Grupe van 1945 bis 1981; 4.Wilhelm Grupe van 1981 bis 1997.

In den vergangenen einhundertzehn Iahren hatte der Betrieb wiederholt Veränderungen erfahren. Anfangs gehörte noch eine Schankwirtschaft mit einem Saal zum Betrieb. Das erste mit einer Amoniakmaschine betriebene Kühlhaus in Elze war von der Familie Grupe gebaut worden. Und 1961 war der Einzelhandel zugunsten eines Großhandels aufgegeben worden.

28 Orgelbau

Das Foto von Pius Furtwängler mit seinem Kompagnon AdolfHammer bezeugt das Ende einer ruhmreichen Orgelbautradition in Elze.

Pius'Vater Philipp Furtwängler, der aus dem Schwarzwald nach Elze eingewandert war, hatte in den zwanziger Iahren des 19. Jahrhunderts mit dem Bau von Orgeln begonnen, deren Qualität und romantischer Klangcharakter über den norddeutschen Raum hinaus einen guten Ruf hatten. So wurden drei Orgeln auch nach Brasilien und Venezuela geliefert.

Im Iahre 1867 war der Firmengründer gestorben. Seine beiden Söhne Wilhelm und Pius übernahmen die Leitung der Orgelbauwerkstatt. Obwohl in den siebziger Iahren des 19. Jahrhunderts über zwanzig Personen in der Firma tätig waren und zum Schluß neun Orgeln im Iahr gefertigt wurden, mußte im Iahre 1883 die Firma Konkurs anmelden.

N achdem im selben Iahr auch der ältere Bruder Wilhelm verstorben war, gründete Pius Furtwängler zusammen mit dem Orgelbauer AdolfHammer die neue Firma P. Furtwängler & Hammer. Sitz der neuen Firma war nun Hannover. Aber schon 1892 schied Pius Furtwängler aus der Firma aus, wie Jürgen Huck berichtet. Die furtwänglersche Nachfolgefirma existiert noch heute und baut ihre Orgeln in Arnum bei Hannover.

29 Viktor Schulze

Der Apotheker Viktor Schulze ist in den Angaben über die Elzer Apotheken von Jürgen Huck nur durch einen einzigen Satz bezeugt. ' 1909 bis 192 8 ist dann Viktor Schulze als Apothekenbesitzer überliefert .. .'

Außer diesem Satz existieren lediglich noch zwei Fotos von ihm. Eins besitzt der derzeitige Besitzer der Stadtapotheke Gerd Schünemann, das andere, das vorliegende, stammt aus dem Archiv des Heimatmuseums.

Das Foto ist nicht in Elze entstanden. Es zeigtViktor Schulze neben einer jungen Dame, seinerTochter Ilse, vor der imposanten Steintreppe im Kurbad Nenndorf.

Viktor Schulze ist der zehnte bezeugte Besitzer der Elzer

Ratsapotheke gewesen, die in den Iahren 1663/64 von Bürgermeister und Rat der Stadt Elze erbaut worden war. Der erste Pächter war der Apotheker Wienicker, der schon 1668 die Ratsapotheke erwarb. Dieses erste Gebäude stand an der Hauptstraße etwas nördlicher der heutigen alten Ratsapotheke an der Kirche und fiel dem Stadtbrand von 1824 zum Opfer.

Der damalige durch den Brand betroffene Apotheker Heinrich Ph. Iffland baute das heute noch vorhandene alte Apothekengebäude auf.

Viktor Schulze ist als dritter Nachfolger Ifflands in dieser Iffland-Apotheke tätig gewesen und hat sie besessen.

30 IdaDahl

Ida Dahl war eine jener Frauen der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts, die es geschafft hatten, sich in einer von Männern beherrschten und gestalteten Welt durchzusetzen und einen Beruf zu ergreifen. Die Auswahl der Berufe war für Frauen nicht groß. Sie wurde Lehrerin.

DerTribut, den sie zahlte, war natürlich die Ehelosigkeit, so wie es sich - damals - für eine Lehrerin gehörte. Sie lebte mit ihrer ebenfalls unverheirateten Schwester Martha zusammen, die den Haushalt versorgte.

Ida Dahl gehörte zu den hoch gebildeten und belesenen Menschen, das zeigt der Nachlaß ihrer Bücher, die teilweise dem Heimatmuseum zur Verfügung gestellt worden waren. Darunter befanden sich auch englische, französische und spanische Wörterbücher und Unterlagen für Sprachkurse.

Ida Dahl wurde am 12. April 1878 in Mönchhagen, nördlich von Rostock, geboren, und am 10. Februar 1962 ist sie in Elze gestorben und begraben worden.

Von 1904 an war sie Lehrerin an der Gehobenen Abteilung, derVorläuferin der späteren Mittel- bzw. Realschule, und unterrichte überwiegend in den Fremdsprachen. Bis zum Iahre 1939 wirkte sie in Elze und war die letzten vier Iahre ihres Dienstes in einem anderen Ort tätig, der nicht ausfindig gemacht werden konnte. Im Iahre 1943 trat sie vorzeitig in der Ruhestand, da ihr Augenlicht abgenommen hatte.

Noch heute wird sie als überaus korrekt und diszipliniert beschrieben, die von ihren Schülern viel verlangte, dabei aber hilfsbereit und gütig war.

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