Kennt Ihr sie noch... die Hennefer

Kennt Ihr sie noch... die Hennefer

Auteur
:   Friedrich Balensiefen und Dr. Helmut Fischer
Gemeente
:   Hennefer,
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3455-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Hennefer'

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25. Ein besonderer Festtag im Leben einer katholischen Pfarrgemeinde ist die sogenannte Primiz, die erste Messe eines neugeweihten Priesters. Man ist stolz auf den Sohn 'seiner Gemeinde' und reiht ihn mit Ehrerbietung in die Liste der 'Priester aus unserer Gemeinde' ein. Das Elternhaus ist, möglichst mit einem Triumpfbogen und frischen Grün, geschmückt. In langem Zug wird der Primiziant von der Geistlichkeit, seiner Familie, von Kirchenchor und Vereinen zur Kirche geleitet. Nach dem Gottesdienst spendet er den Primizsegen, dem besondere geistliche Kraft zugeschrieben wird. Dann zieht man in ein öffentliches Lokal

. ein. Dort findet die 'weltliche' Feier statt. Reden werden gehalten. Die Pfarrgemeinde überreicht ein angemessenes Geschenk, Kelch oder Kasel und Stola oder Roschett. Monatelang wurde das Geld dafür gesammelt. Man hat das erhabene Gefühl, der großen Weltkirche ein wahres Geschenk zu machen: einen Verkünder ihrer Wahrheiten, einen Spender ihrer Sakramente.

Am 7. Februar 1937 feierte Johannes Wilhelm Becker sein erstes Meßopfer in der Pfarrkirche St. Katharina in Blankenberg. Durch die mit Girlanden geschmückte Gasse, durch die heutige Katharinastraße, bewegt sich eine festliche Prozession. Das Bild zeigt in der Höhe des Gemischtwarenladens Karl Becher im Vordergrund Dechant Heinrich Falkenstein, 1928 bis 1951 Pfarrer in Blankenberg, und Pfarrer Hugo Specker aus Hennef-Warth. Dahinter schreitet der Neupriester mit dem Primizkränzchen auf dem Birett neben Kaplan Peter Schuster, gebürtig aus Auel in der Pfarre Bödingen. Es folgen, entsprechend der üblichen Prozessionsordnung, die Frauen und dann die Männer.

Johannes Becker wurde nach Kaplansjahren Direktor des Kollegium Marianum in Neuß, einer Einrichtung des Erzbistums Köln, die spätberufene junge Männer auf den Priesterberufvorbereitet. Er starb als Prälat im Jahre 1971 und liegt in der Priestergrabstätte an der Stadt Blankenberger Pfarrkirche begraben.

26. Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Hennef haben sich 1964 zur Glockenweihe auf dem Vorplatz der Christus-Kirche um Pfarrer Friedrich Kempelmann geschart. Glocken aus drei Stiftungsperioden sind in den Festakt einbezogen. Die Geschichte der Kirchengemeinde von 1969 erläutert ihre Herkunft: 1895 hatten die Vorfahren der Familie Horstmann (Cockerill-Fleischer) eine kleine und 1925 zwei größere Glocken gestiftet. Details der Stiftung erwähnt die Hennefer Volkszeitung im Juli 1925. Die kleinere der zehn und sechs Zentner schweren Glocken trägt die zusätzliche Inschrift: Gestiftet zum Andenken an Frau Lucie Fleischer-Cockerill verw. Gräfin Adelmann von Adelmannsfelden.

Schon bei der Planung und beim Bau des Gotteshauses in den neunziger Jahren wird die Bereitschaft zur Förderung durch die Familie Cockerill in Schenkungen deutlich. Sie umfassen den Bauplatz an der Beethovenstraße und die Hälfte der 34 776 Mark betragenden Erstellungskosten. Die andere Hälfte wird durch Sammlungen und Darlehen finanziert. Als stolze Leistung darf dieses Werk derim Baujahr 1896 zwölfFamilien großen Gemeinde bezeichnet werden, die noch Jahrzehnte der Siegburger Gemeinde angehört. Infolge der Entwicklung in Hennef und besonders nach dem 1945 einsetzenden Zuzug vieler Menschen aus dem deutschen Osten wächst die Zahl der evangelischen Bürger rasch an. Dies führt zur Bildung einer eigenen Kirchengemeinde ab 1. April 1953, die Pfarrer Kempelmann, im Bild links, übertragen wird.

Der evangelische Bevölkerungsanteil in Hennefwar stetig gestiegen, so daß man ernsthaft an eine Erweiterung der alten Kirche denken mußte. Planung und Durchführung dieses Vorhabens sowie die künstlerische Ausgestaltung des Innenraumes übernimmt 1961 Professor Romero aus Darmstadt.

Die Bauleitung obliegt dem Hennefer Architekten Schumacher. Als der dreiunddreißig Meter hohe Turm im ersten Bauabschnitt mittels eines Spezialkrans aufgesetzt wird, hat Familie Horstmann, Schloß Allner, die notwendige Grundstuëkserweiterung und die Anschaffung der vierten Glocke in einer weiteren Schenkung festgelegt.

Auf dem Foto ist Frau Lucie Horstmann vor dem rechten Gerüstpfosten stehend abgebildet, in der Mitte:

Re

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