Kennt Ihr sie noch... die Hönninger

Kennt Ihr sie noch... die Hönninger

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Hönninger,
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2302-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Hönninger'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

36. Die Stadtgemeinde Bad Hönningen versammelte schon vor vielen Jahren alle Hönninger Bürger über siebzig Jahre zu einem gemütlichen Umtrunk in den Saal Rüssel. Dies wurde bis zum heutigen Tage dankenswerterweise beibehalten. Anläßlich eines solchen Treffens wurde die Aufnahme oben links gemacht.

Es waren von links sitzend: Jakob Probst, 88 Jahre; Nikolaus Vogel, 87 Jahre; Heinrich Rüssel, 84 Jahre; Julius Hannes; Otto Meurer, 83 Jahre; Johann Kraus, 82 Jahre; Kar! Lichtsinn, 79 Jahre; Hermann Schroers und Kaspar Muller, 77 Jahre alt.

Eine interessante Feststellung konnte man machen: diese zwölf Herren waren an diesem Tag genau 1000 Jahre alt.

Oben rechts eine Bildstudie bekannter ehemaliger honoriger Mitbürger.

Von links: Wilhelm Söntgerath, Geyer, J. Beeker, Aloys Bahles, Adolf Quatram und DI. Walter Feld.

Unten links weitere Herren aus dieser Altenrunde. Ganz hinten Heinrich Otten und Michael Kurth. Am nächsten Tisch Peter Kraus und Peter Hammer, mit Brille Jakob Maidt, Peter Schiefer, Heinrich Persy, Herr Wenigmann und Toni Marx.

Unten rechts ein schöner Schnappschuß vier ehemaliger Freunde: trinkend Josef Frorath, Heinrich Rüssel, Organist und Chorleiter Wilhelm Graben und Matthias Drees.

37. Viele jüdische Bürger sind älteren Hönningern noch in guter Erinnerung. Die Namen waren Wolf in der Schmiedgasse, die Familien Samson und Jakobson, Bähr, Levy und die Geschwister Hannchen und Abraham Wolf. Unser Mitbürger und Heimatdichter Toni Rüssel widmete diesen ehemaligen Mitbürgern vor Jahren folgenden Nachruf, der wohl recht treffend die Gefühle der Hönninger widerspiegelt:

In memoriam Hannchen!

Der Leser mag sich im ersten Moment fragen, was er darunter verstehen soll. Das Wort 'Hannchen' deutet in der Optik zweifellos Verniedlichung an. Und doch verbirgt sich hinter diesem Wort, aus Hánninger Sicht gesehen, die Tragik einer Zeit, die Deutschland und der Welt besser erspart geblieben wäre. Mit dem Wort Hannchen (Nachnamen Wolf) sind stellvertretend alle jûdischen Mitbiirger gemeint, mit denen wir und unsere Vorfahren in der 950jährigen Ortsgeschichte in Eintracht zusammenlebten. Sie waren ein Stück Honningen und nahmen an unseren Festen und christlichen Gewohnheiten regen Anteil.

Hannchen Wolf lebte in der Neustraße und hatte in Bad Honningen einen besonders guten Ruf. Sie war die Güte in Person und dafür bekannt, daß sie das Hemd vom Leibe gab. Was dieses Hannchen an arme Leute verborgte, ging, um einmal bei ihrem Gewerbe, der Metzgerei, zu bleiben, 'auf keine Kuhhaut'. Die älteren von uns wissen noch, daß man mitten in der Nacht das Hannchen anrufen konnte. Der Bitte, Wurst oder 'Gehacks' zurecht zu machen, kam sie gerne nach. Ohne Murren, nein, mit der größten Liebenswûrdigkeit.

Hier sei auch besonders der Mutter von Isidor Levy gedacht, die mit in die Häuser beten ging, wenn jemand seine Seele in die Hand des Schopfers zurückgab. Und wenn Hönningen einmal hohen Besuch hatte, so zum Beispiel der Bischof von Trier, schmückten die Levys ihr Haus mit der Aufschrift: 'Bin ich auch ein Israelit, so ehr' ich doch den Bischof mit'. Schließlich sei noch an das 'linde!' (Frau von Isidor} gedacht, die mit ihrem watschelnden Gang nach allen Seiten freundlich grüß te.

Dies ein Auszug einer Betrachtung des für seine zum Teil humorigen Personenbeschreibungen bekannten Hönningers Toni Rüssel,

Auf den Fotos die Geschwister Hannchen und Abraham Wolf.

38. Bei einem Erntedankfest wurde diese fröhliche Gesellschaft im Hofe des Hotels Rüssel auf die Platte gebannt. Vorne, links: Hannelore Weißenfels, Franz Rudolf (Büb) Hoffmann, Hildegard Schäfer und Inge Kröll.

Hockend: unbekannt, hinter ihr Senta Fuhrmann, Rita Krämer, Karla Walker, Eugenie Hortmann, Engels, Annemie Schneider, Marlies Schwäbe, Liselotte Hoppen, Titi Ammerich, EUi Marra, Ursula Kröll und Waltraud Ehrenstein.

Zweite Reihe, links: unbekannt, Liesel Küpper, Käthe-Marie Frömbgen, Frau Kuhlmann, Maser, Luise Folkerts, Lona Kraus, Trudi Stümper, Marga Krämer, Kraus, Marianne Bündgen, Helga Becker, Maria Engels, Maria Hoppen und Maria Adams.

Dritte Reihe: Franz Josef Krämer, Josef Claus, Agnes Jammel, Marianne Kochems, Anneliese Boden, Junge unbekannt, Erna Gerhard, Margret Kröll, Christel Kochan, Auguste Hermes, Junge unbekannt, Medy Weber und unbekannt.

Ganz links Änni Marra, unbekannt, Frau Feld, unbekannt, Frau Weißenfels, auf deren Arm Tochter Marga, hinter ihr Elisabeth Sieburg, Berta Leder, Nelly Leder, Mia Schmidt, Frau Bondorf mit Tochter, Martha Fuhrmann, Frau Kruft, unbekannt, unbekannt, Frau Sauermann, Frau Janunel und Anneliese Janunel.

In der Türe hinten links: Frau Krämer mit Tochter Annemie, mit Hut Frau Schneider, unbekannt, Anna Kraus, unbekannt und Willi Salz.

Ganz hinten, links mit Mützchen Thea Jainz, Frau Rausch, Frau Hortmann und Frau Gass.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek