Kennt Ihr sie noch... die Schmelzer

Kennt Ihr sie noch... die Schmelzer

Auteur
:   Lorenz Schmitt
Gemeente
:   Schmelzer,
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1949-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die Schmelzer'

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EINLEITUNG

Nachdem der Bildband 'Schmelz in alten Ansichten' in der zweiten Auflage erschienen und im Buchhandel ist, hat mich die herausgebende Europäische Bibliothek gebeten, einen weiteren Band zusammenzustellen über die Schmelzer aus Großvaters Zeiten, den Jahren 1890 bis 1940. Die Schmelzer wissen, daß damit gemeint sind: die von Außen, Bettingen, Hüttersdorf, Limbach, Michelbach und von Primsweiler, weil Schmelz aus diesen Teilorten entstanden ist.

Herzlichen Dank an die Mitbürger, die mir spontan ihre Fotos zur Verfügung gestellt haben. Ich hoffe, mit der aus redaktionellen Gründen begrenzten Zahl der verwendeten Bilder einen Einblick zu geben in diese Zeit.

Alle Namen der abgebildeten Personen konnte ich nicht ermitteln, aber es bleibt vielleicht gerade deswegen ein Reiz für den Betrachter und Leser festzustellen und zu sagen: 'Das ist doch .. .'. Sicher geht es Ihnen auch so, daß Sie vertraute Gesichtszüge und Körperhaltung sowie andere Eigentümlichkeiten der Porträtierten als Identifizierungshilfe nutzen.

Im Laufe der Jahre hat sich das Bild unserer Gemeinde ständig verändert. Viel von dem 'Alten' ist verschwunden, viel 'Neues' ist an dessen Stelle gekommen. Das Beschauen dieser Bilder weckt Erinnerungen auf an Aktivitäten und Schicksale unserer Einwohner. Erinnerungen an Menschen mit guten und minder guten Eigenschaften, alle aber waren und sind es unsere Mitmenschen und Schicksalsgenossen.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und höre Sie schon sagen: 'Das ist doch .. .'; 'Weißt Ihr .. .'; 'Kermt Ihr sie noch ... die Schmelzer, die Außener, die Bettinger, die Hüttersdorfer, die Limbacher, die Michelbacher und die von Primsweiler? '

1. An den Anfang der Bildersammlung legen wir eine Gruppenaufnahme, die leider beschädigt aufgefunden wurde. Desungeachtet soll sie stellvertretend für die bis auf den heutigen Tag in allen anderen Teilorten von Schmelz bestehenden Bergmanns- und Hüttenarbeitervereine gezeigt werden. Hier ist es der Bergmannsverein Michelb ach -A uscheid.

Was waren es für prächtige Männer, diese Bergleute, die sich 'unter den besonderen Schutz der heiligen Barbara stellten', Kameradschaft pflegten und in Fällen der Not Nachbarhilfe leisteten. Zeichen ihrer Verbundenheit ist die Vereinsfahne mit dem Bildnis der heiligen Barbara. Die Tracht der Bergleute hat sich aus ihrer Tätigkeit entwickelt. Schon auf mittelalterlichen Darstellungen sieht man sie mit einem wamsartigen Kittel bekleidet, der bis zu den Oberschenkeln reicht. Er war aus grobem Tuch oder Leder gefertigt. Daraus wurde die Standestracht: schwarzer Kittel, Schachthut, Arschleder, schwarze Beinkleider und Keilhaue; Häckel, Schlägel und Eisen, Symbole für das gesamte bergmännische Werkzeug, auf einem Schild am Schachthut und auch auf den Knöpfen des Kittels. Der stattliche Schachthut in seiner heutigen Form mit Federbusch und Schild hat nur noch wenig Ähnlichkeit mit der Urform. Sein Vorgänger war zur Sicherung gegen Kopfverletzungen aus Leder oder wasserdichtem Material hergestellt.

Der Vorsitzende des Vereins führt als Zeichen seiner Würde den Ehrenhäckel. Auch dieses Zierstück hat Symbolcharakter und ist eine Abwandlung des Werkzeuges, das der Steiger im Dienst trug. Dieser Steigerhäckel, auch 'Meterstecken' genannt, erfüllte mehrere Bedürfnisse. Mit seiner Einkerbung im Stiel war er Meßwerkzeug der Aufsichtsperson beim Berechnen des Gedinges. Der Hammerteil war geeignet zum Abklopfen des Hangenden bei der Sicherheitsprüfung. Er diente aber auch als Krücke am Stock, wenn dieser als Gehhilfe auf dem Weg durch die Stollen benutzt wurde.

Die Aufnahme entstand vor dem Gasthaus des Michael Petry in Michelbach.

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2. Schon von weitem hörte man den Klang der Hämmer auf dem Amboß, sah die Funken sprühen oder roch den beißenden Qualm verbrannten Hornes beim Anlegen der Eisen an die Hufe der Pferde. Unsere Dorfschmieden. Auf der Schmelz war es Heinrich Thorne. Wir sehen ihn (Bild oben) vor seinem Hause. Neben ihm stehen seine Frau Marie und die Familie eines Douaniers. Der einzige Sohn Heinrich ist im Krieg gefallen.

Das untere Bild zeigt den Schmied Willi Engstier in Bettingen am Anfang seiner handwerklichen Laufbahn. Vor der Schmiede steht der Jungbauer Andreas Dezes mit seinem Bruder Peter.

Von links nach rechts: Willi Engstler, der Kleine ist Alfred Koch, Vater Nikolaus Engstler, Mutter Margarete geborene Groß, Kind Tilli Koch, hinter ihnen Frau Maria Hoffmann geborene Engstler, Rosa Engstler, Lena EngstIer, Susanna Irsch geborene Steffen, Lisbeth Engstler geborene Detemple, und Johann Engstler.

3. Das Quereinhaus, die typische Form unserer Bauernhäuser, ist nur noch selten erhalten. Im Bild oben links ist das Stammhaus Croon in der Mitte zwischen den alten Dörfern Buprich und Hüttersdorf zu sehen. Peter Croon, geboren am 28. September 1874, betrieb ein Fuhrgeschäft und eine Schmiedewerkstatt. Vor dem Haus stehen die schweren Wagen für den Langholztransport und ein sogenannter Rollwagen für sperrige Güter.

Im Vordergrund stehen von links nach rechts: Kätchen Croon, Theresia Croon, Lorenz Schach, Schmiedelehrling, Peter Croon, Betty Croon und hinter ihr Maria Croon.

Die Anordnung des Hauses ist auch in Michelbach, Ludwigstraße, zu erkennen (Bild links unten).

Hier stehen von links nach rechts: Gertrud Becker, Elisabeth Becker und Mutter Elisabeth Becker geborene Spaniol. Die Kinder sind Maria Becker, links, und Christine Becker, Mitte.

Hanspitten Petter und Was Amei hatten eine kleine Landwirtschaft. Das 1898 erbaute Haus ist etwas schmäler, sonst aber von der gleichen Funktion. Der mit Primswacken ausgelegte Hofraum ist auch Standplatz für den Ackerwagen mit dem SOO-Lïter-Puddelfaß.

Bild rechts: Frau Annemarie Trouvain geborene Alexander, Sohn Heinrich und Peter Trouvain in Hüttersdorf.

4. Zu den Handwerkern, die aussterben, gehören der Huf- und Wagenschrnied und der Wagner.

Auf dem Foto links sehen wir den Schmiedemeister Albert Rassier vor dem Amboß seiner Werkstatt mit drei Lehrlingen.

Auf dem Foto rechts oben stehen Paul Müller - Mitte - und Bongerts Hannes - links - mit Lehrlingen in der Wagnerei. Müller war der Schwager von Albert Rassier und die beiden Werkstätten lagen im untersten Ecken in Hüttersdorf.

Wilhelm Engstler - Foto rechts unten - war der einzige geprüfte Huf- und Beschlagschrnied in Bettingen. Sein Lehrling aus Aschbach - rechts - könnte sicher genau so wie die vielen anderen Lehrlinge von 'Steffes Willi' berichten über die straffe und vielseitige Ausbildung bei diesem Meister.

5. Das Gewerbe, im engeren Sinne das Handwerk, hat Tradition in unserern Ort. Allein in Hüttersdorf waren die Gewerke: Destillateur, Elektriker, Friseur, Gärtner, Klempner, Maler, Metzger, Müller, Polsterer, Schlosser, Schmied, Schneider, Schreiner, Schuster, Wagner, Zeichner und Zimmerer vertreten.

Das Foto zeigt den Handwerkerverein Hüttersdorf in den vierziger Jahren. Von oben, von links nach rechts: Peter Schröder, Paul Müller, Willi Groß, Herrnann Groß, Caspar Schmitt, Josef Schröder, Willi Neusius, Peter Scherer, Franz Spang, Johann Becker, Johann Croon, Albert Leidinger, Josef Krämer, EmU Paulus, Albert Rassier, Franz Schröder, Alois Schrnitt, Gustel Schütte, Heinrich Kochems, Alfons Herrrnann, Ernst Jungrnann, Wilhelm Schlimm, Hubert Scherer, Erhard Biewer, Lothar Emanuel, Josef Weyand, Peter Croon, Heinz Schütte, Alfons Casper, Albert Weyand, Willi Ziegler, Nikla Wilhelm, Johann Albrecht, Peter Schmitt, Josef Herrrnann, Paul Paulus, Alois Steimer, Heinrich Woll, Joharm Kramer, Johann Paulus, Arthur Ganster. Nikolans Weyand, Josef Schneider, Robert Schütte und Lorenz Schmitt.

Die Fahnenträger sind: Karl-Heinz Reichard, Erwin Alexander und Horst Krämer; die Ehrendamen: Kiefer, Scherer, Woll und Grosch.

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