Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf,
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2425-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf'

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11. Links: Urahne - Großmutter - Mutter - und Kind ...

Vier Generationen in einem Bild, aus dem Besitz der Familien Wehn und Hahn, aufgenommen um 1904 und 1906. Links Elisabeth Plitt geborene Heek (1834-1905) hält ihre Urenkelin - wohl im Taufkleid - auf dem Schoß, neben ihnen Großmutter Louise Schäfer geborene Plitt (1859-1948) und Mutter Emma Wehn geborene Schäfer (1877-1960). Die Kleine ist Else Jäger geborene Wehn (geboren 1904), Tochter des damaligen Steuersekretärs Wehn. Sie lebt heute als Witwe von Hans Jäger,

Rechts: Das Hahnsche Bild (1906) zeigt Christiane Zimmermann geborene PUtt (1815-1907), Auguste Zimmermann geborene Böh1e (1851-1918, geboren in Sachsenberg bei Frankenberg, gestorben zu Biedenkopf), Bertha Hahn geborene Zimmermann (1877-1955) und die Kinder Georg Hahn (geboren 1901) und Maria (geboren 1904, verheiratet mit Willi Hosch, gestorben 1979).

Arbeit, Fürsorge für das eigene Anwesen war auch den alten Damen selbstverständlich. Frau PUtt in der Bachgrundstraße, die über 102 Jahre alt wurde, war von ihrer Tochter betreut und versorgt worden, der mit zunehmendem Alter die Arbeit etwas zuviel wurde. Als die Mutter 90 Jahre alt war, legte sie ihr nahe, doch eine Hilfe einzustellen. Dazu meinte Frau Plitt: 'Of de Kinne es aach ken Ver1eß mih.'

12. Von der Stadtschule um 1903.

Im Jahre 1334 schon wird urkundlich ein Rector parvulorum und damit eine Schule in Biedenkopf genannt. Lehrer waren der 2. und der 3. Pfarrer, letzterer auch als Konrektor für die Mädchen zuständig. Sie arbeiteten nach der Reformation unter Aufsicht des 1. Pfarrers. 1774 wurde zum erstenmal ein weltlicher Lehrer angestellt. Um 1800 besuchten etwa 400 Kinder die Stadtschule. Sie mußten großenteils in kleinen Räumen dem Unterricht stehend beiwohnen. Holz zum Heizen brachten sie mit. Für unentschuldigtes Fehlen eines Kindes zahlten die Eltern drei Kreuzer. 1836 wurden die Mädchen in einer Klasse zusarnmengefaßt, desgleichen auch die Kleinen. Für sie wurden zwei weitere Lehrer angestellt. 1845 konnte man in den schönen Neubau an der Hainstraße umziehen.

Schon im frühen 19. Jahrhundert gab es Privatklassen, in denen die Mädchen Französisch lernten. 1869 wurde diese Form aufgelöst und zu Ostern 1873 mit dem alten Anschluß an die Volksschule eine 'Höhere Töchterschule' eröffnet. Das Schulgeld betrug monatlich 20 Mark. Eine ihrer Klassen mit den Geburtsjahrgängen 1889-1891 liegt vor uns:

Am Eingang der alten Stadtschule stehen Lehrer Rininsland, Rektor Heddäus, Fräulein Thekla Engel, Lehrer Steinmetz, Handarbeitslehrerin Fräulein Krich, Musiklehrer Köhler, dem auch das außerschulige Musizieren viel verdankt, und Lehrer Burk. (Dritter von rechts Lehrer Wem? ) Vorne sitzen: Marie Frohnhäuser von der Ludwigshütte, Anna Rössing, Eugenie Ellenberger, Ida Stapp, Hedwig Murow, Toni Burk, Emmi Hahn, Lina Zimmermann und eine Unbekannte.

Hinter ihnen stehen: Hedwig Jäger (heute Lettermann), wahrscheinlich Gertrud Vollmar und Hedwig Rißel, beide aus Laasphe, ElIa Goelitz, Ottilie Göbel, Helene Rininsland, eine Unbekannte, Sophie Diakont und Tilli Plitt.

In der Reihe darüber: Luise Wünscher, Frieda Göbel, Else Weigand, Else Weitzei (? ), Anni Warnbach, eine Unbekannte und Luise Hutehinson, deren Mutter aus Biedenkopf karn.

13. Eine Jungenklasse der Stadtschule, Jahrgang 1896, mit Volksschul- und Gewerbelehrer Rininsland.

Seine Schüler waren in der hinteren Reihe: Emil PUtt, Willi Diakont, Franz Zentgraf, Fritz Weiß (Ludwigshütte), Ernst Schmidt (Hospitalstraße) und Kurt Jungermann aus der Apotheke.

In der Reihe davor stehen: Karl Stöcker, Karl Wehn (später Buchhändler in Siegen), Hans Jäger (später Dipl, Ing. in Wuppertal), Karl Kaufmann, die Zwillingsbrüder Heinrich Ernst und Paul Karl Kühn, ? Weil, Georg Messerschmidt (gefallen im Ersten Weltkrieg) und Unbekannt.

In der vorderen Reihe sitzen: Wilhelm Schneider, Johann Schäfer, Wilhelm Scheld (später Bauunternehmer in Ludwigshütte), Karl Heek (später Friseur am Galgenberg), Otto Dalwigk, Friedrich Unverzagt, Willi Schlicker, Georg Wehn (später Schlosser und Holzfachmann), Wilhelm Köppe (gefallen im Ersten Weltkrieg), Philipp Müller von der Hütte und Karl Kolbe.

Die Lehrer der Stadtschule hatten hier eine Wirkungsstätte gefunden, der sie meist bis zum Ende ihrer beruflichen Tätigkeit anhingen. Fräulein Engel war verwandt mit den alten Amts- und Pfarrfamilien Teuthorn und Dornseiff; auch Fräulein Krich entstammte einer alten Biedenkopfer Familie. Die Heirat mit einer Bürgertochter band manchen Lehrer an die Stadt, in der ihre Nachkommen noch heute wohnen. Lehrer Burk aus Bellnhausen heiratete in zweiter Ehe Emma Hoffmann aus Biedenkopf; er ist der Großvater von Medizinaldirektor Dr. Hosch. Nachkommen von Steinmetz heirateten in die Familien Hahn und Milchsack; Lehrer Wern kam vom Seminar nach Biedenkopf und blieb hier, verheiratet mit Katharina Breidenstein geborene Dörr, geliebter Opa der Kinder seines Stiefsohns Robert Breidenstein.

14. Windbruch in den Richbachs Fichten 6./7. Januar 1905.

Der 'Hinterländer Anzeiger' berichtet am 9. Januar 1905: ... hat diesmal der Sturm unserm Wald arg mitgespielt, Der schöne Fichtenbestand im Richbach ist in der Nacht zum Samstag einem Wirbelwind zum großenteil zum Opfer gefallen. Hunderte der herrlichsten Fichten und Buchenstämme liegen von der Kuhleiche an abwärts teils entwurzelt, teils einige Meter über dem Erdboden abgeknickt in wildem Chaos dureheinander. Andere wieder sind durch die umschlagenden Baumriesen so beschadigt, daß ste demnächst gefällt werden mûssen. Der gesamte Schaden diirfte sich auf 400-500 Festmeter belaufen. Gestern und heut war der verwûstete Distrikt das Ziel zahlreicher Spaziergdnger.

Von den Besuchern erkennen wir - in breiter Linie von links an: Rektor Heddäus, Gustav Unverzagt und Lehrer Wem. Hinter ihnen die späteren Wettläufer Georg Gönner und Anstreicher Heinrich Vogt, ferner (Bäcker G.K.W.? ) Zimmermann, Georg Weigel vom Landratsamt genannt Rothschild, im Vordergrund Bierbrauer Wilhelm Otto Hosch, Steuersekretär Carl Wehn und Frau Emma geborene Schäfer. Schräg dahinter Emil Hacker, seinen Vater Georg Hacker und vorn rechts Direktor Esau (? ) und Franz Milchsack.

Von der Jugend lassen sich nur zwei Namen angeben. Hinter Herrn Wehn steht Kar! Jäger, Sohn des Kaufmanns Gg.Chr.Herm. Jäger vom Markt, der 1915 im Argonnerwald gefallen ist, und links von Gg, Hacker Kar! Gilbert, Sohn des Anstreichers in der Hainstraße.

15. Links: Arbeit im Holzwald, beim Aufräumen im Windbruch 1905. Mit schweren Werkzeugen, einer Winde, langen Zimmermannssägen und großen Äxten schaffen die Holzhauer und durch den Winter Beschäftigungslose Ordnung in dem Windbruch im Richbach.

Zur Aufnahme geordnet, stellen sie sich dem Fotografen; an der Spitze ihrer Pyramide Louis Walther der Jüngere, unter ihm Johannes Nassauer aus Eckelshausen, Maurer Heinzerling, Heinrich Heek und Louis Walther senior. In der 3. Reihe die Eckelshäuser Johannes Fischbach und Ludwig Müller, Anstreicher Carl Schmidt, Gustav Heek und Sattler Kraft vom Bachgrund. In der nächsten Reihe Georg Debus und Martin Burk aus Eckelshausen, Förster Anton Waßmann und August Braun. Die Pferde gehörten dem Karusselbesitzer BierhenkeI und wurden geführt von dessen Angestellten Gutmann, die im Betrieb winterliche Ruhepause hatten. In der vorderen Reihe stehen Otto Braun, Gustav Plitt und August Plitt und ganz rechts Totengräber Geßner.

Auf der geräumten Rodung holten in vielen Jahren die Kinder Himbeeren, Eimer voll.

Rechts: Forstmeister Defert, aus einer alten Forstbeamtenfamilie in Berlin, war 1908-1920 als Leiter des Forstamtes Biedenkopf tätig und kam nach seiner Pensionierung nach hier zurück, wo seine Töchter heimisch geworden waren. Landgraf Philipp hatte sich um 1520 ein Drittel des großen Stadtwaldes zuspreehen lassen, um dafür die bessere Pflege der übrigen Zweidrittel zu übernehmen. Das schränkte die Rechte der Bürger ein und führte zu Auseinandersetzungen zuletzt über die Aufforstung der Triescher mit Fichten, die der Gegend fremd waren. 1782 kam es zu hörbarem Krach auf dem Rathaus und einem Prozeß mit Darmstadt, der sich nahezu 40 Jahre lang hinzog und erst 1820 zugunsten der Stadt entschieden wurde. Seitdem gilt: 'Der Wald eß inser', der Wald gehört uns. Defert ließ hier die ersten Weymouthkiefernanpflanzen.

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