Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf,
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2425-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf'

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21. Links: Max Stephani kam 1881 vor der Eisenbahnzeit noch in einer Kutsche nach Biedenkopf und eröffnete hier eine Buchhandlung mit Verlag und fotografischem Atelier, für Jahrzehnte das einzige Haus seiner Art am Platz. Er betreute einen lesefreudigen Kundenkreis, Schulen und Ämter und bereicherte in dem gediegenen Betrieb das Leben der Kleinstadt und ihres Hinterlandes. Er bildete junge Buchhändler aus wie Karl Wehn, später in Siegen, und Hans Köring, später Antiquar in Hamburg.

Stephani kam aus Naumburg i.S.; seine Vorfahren stammten aus Bologna. Unser Bild zeigt ihn mit seinen beiden jüngsten Söhnen, Otto, gefallen 1915, und Karl, ertrunken im Wannsee um 1945.

Rechts oben: Sein Mitarbeiter und Nachfolger, die bewährte Tradition pflegend, war Oskar Stephani, hier in der Mitte sitzend mit seinen Kameraden aus der Abschlußklasse des Realprogymnasiums nach dem 'Einjährigen' 1908.

Links in der ersten Reihe sitzt August Hartmann aus Hatzfeld, rechts der früh verstorbene Karl Schmidt aus Friedental. Hinter ihnen stehen: Theodor Philipps, gefallen im Ersten Weltkrieg, Albert Funk, später als Dr. rer. pol. Direktor bei Günter Wagner in Hannover, Wilhelm Bäumner, später Prokurist beim Hessen-Nassauischen Hüttenverein und bei Buderus, und Kar1 Funk, gefallen im Ersten Weltkrieg.

Rechts unten: Weiter: Die 'Einjährigen' von 1906, Jahrgang 1889/1890: Franz Ruthsatz, später Gerichtsoberamtmann, Otto Plitt, später Eisenplitt vom Markt, Wilhelm Jung, später kaufmännischer Angestellter auf Ludwigshütte, Otto Heß aus Weifenbach, später bei der Post, und Otto Friedrich Stäcker aus der Mühle in Wallau, Sohn des Formers Heinrich Stäcker I1., gefallen im Ersten Weltkrieg.

Sitzend: Ernst Esau, als junger Jurist gefallen im Ersten Weltkrieg, Ludwig Wambach, später Versicherungsdirektor in München, und Heinrich Bäcker.

22. Die letzte Fahrt der Postkutsche 1908.

Seit 1802 gab es eine Postverbindung von Gießen über Gladenbach-Biedenkopf nach Battenberg und weiter bis Paderborn, die ab 1846 durch unsern Kreis täglich befahren wurde. Die Thurnund Taxissche Posthalterei lag im Hause Stapp, dem Gasthaus 'Zum Hirschen'. Für den großen Ausspann in Biedenkopf, den Pferdewechsel in Gladenbach und Battenberg hielten Stapps 28 Pferde. Das Amt der Kaiserlichen Post wurde nach 1871 ins Haus Balbach verlegt. Nach dem Bau der Eisenbahn Marburg-Siegen richtete die Post ein Amt in der Hospitalstraße ein, das 1902 in die Bahnhofstraße verlegt wurde. Als die Strecke Frankenberg-Battenberg eröffnet war, wurde der Postkutschendienst ins obere Edertal zum 1. Dezember 1908 eingestellt. Am Tag zuvor fuhr in geschmückter Kutsche der Postillion zum letztenmal am Postamt ab in Gegenwart aller Postangestellten und bei Anteilnahme vieler Zaungäste.

Hier stehen Postmeister Sayn, hinter ihm Stadtrechner Christian Plitt, neben ihm die Postassistenten Wilhelm Grebe, Emmert und Kranz, hinter den Pferden Ziegeleibesitzer Göbel, an der Kutsche die Postbediensteten und Briefträger Wilhelm Wickenhöfer, Eekart Wickenhöfer, Reinhard Rompf, Filling aus Battenberg, Leitungsaufseher Schmitt, Aug. Wilh. Unverzagt, genannt 'der Biekönig ', Fräulein Bertelmann, Emma Pfeiffer, Tilli Philipps, eine Tochter Sayn als Zuschauerin, August Schmidt, genannt Schuchardt, ein Weigel, Fritz Heek (der 'Briewefritz'), L. Wickenhöfer und Karl Weigel.

Der letzte Postillion Wilhelm Becker aus Battenberg erhielt als vorzüglicher Hornbläser das Ehrenposthorn. Vom Fenster und aus der Kutsche schauen Frau Sayn und drei Töchter zu.

Ein Jahrhundert lang hatte der Postillion zwischen Biedenkopf und Ludwigshütte und vom Eschbom den Hainbach herunter sein Horn geblasen. Der alte Paketwagen, auf dem zwei Personen beim Kutscher sitzen und Kinder für kurze Strecken in dem Kutschenkasten unterkommen konnten, ist nicht mehr vorhanden. Ihr letzter Kutscher war Joh. Jost Friebertshäuser aus Kombach. Die letzte Personenkutsche steht im Heimatmuseum noch mit den Brettern unter den Rädern, die diesen im Winter bei Schnee und Eis untergelegt werden konnten.

23. Gustav Unverzagt und seine Familie um 1905.

Die Unverzagt waren während des Dreißigjährigen Krieges in Biedenkopf eingebürgert worden. 1868-1895 wirkte Jacob Unverzagt (siehe Bild 5) als Bürgermeister der Stadt, tätig in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Ubergang des Hinterlandes an Preußen. Als Vertreter der Stadt im Kommunallandtag, zugleich gewählter Vertreter des Kreises im Provinziallandtag knüpfte er in Wiesbaden Verbindungen an, die ihm unter anderem einen größeren Geldbetrag aus königlicher Kasse für den Neubau der Stadtkirche zukommen ließen. Sein Sohn war Gustav Unverzagt, Leiter der - 1834 genehmigten - Spar- und Darlehenskasse, der heutigen Kreissparkasse. Ein gewissenhafter, befähigter Bankfachmann. Sein rotes Backsteinhaus stand in der 1883 neu angelegten Bahnhofstraße. Er war verheiratet mit Lina Ruppersberger.

Das Bild zeigt Ehepaar und Kinder: EIsa Unverzagt, geboren 1892, Helferin ihres Vaters, nach dessen Tod sie seinen Nachfolger im Amt, Otto Baum, heiratete; Karl Unverzagt, geboren 1894 fiel 1916; Friedrich Unverzagt, geboren 1896, Dr. rer. pol., zuletzt tätig als geschäftsführender Direktor des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, starb 1964, und Anna Unverzagt, geboren 1901, später Schuster, starb 1975.

24. Man trieb auch Sport.

Oben: Bei dem 'Schlittschuhlaufen auf dem Niederlaaspher Weiher' um 1908 führt Ziegeleibesitzer Louis Ritter aus WaUau den Zug an. Ihm folgen Frau Marie Ellenberger geborene Hosch aus dem Bachgrund, Frau Linchen Milchsack geborene Plitt, Neue Kräme, Frau Hofmeister, deren Mann in Biedenkopf Arzt war, Frau Emilie Wagner geborene Braun, aus dem Kottenbach, Frau Klara Albrecht geborene Balbach, Frau Ella Plitt geborene Schultze, aus der Färberei, Frau Roode, Bahnhofshotel, Anna Goelitz, Enkelin von Hüttendirektor Schneegans-Wilhelmshütte, die nach dem Tod ihres Vater beim Großvater auf der Klingelburg wohnte, Frau Luise Ritter geborene Steinmetz und ihre beiden Kinder Ludwig und Elisabeth mit Schlitten.

Links unten: Auf der Rodelbahn am Altenberg, an der Abfahrt von der Kuhleiche zum Roten Weg, vergnügten sich 1910: Rechtsanwalt Block, Buchdrucker Heinzerling und Frau Marie, Frau ElIa Plitt und ganz rechts Gerichtsassessor Karl Thomas aus Gönnern, später Bürgermeister in Weimar.

Davor sitzen: Tilli Plitt, später von der Tann, M. Köhler, ein Vetter der Heinzerlings aus Darmstadt, Ottilie Göbel aus der Ziegelei, Kar! Weigel (? ), auf dem Schlitten rechts Auguste Ellenberger, später Schaumlöffel, Frieda Wagner, später verheiratet mit Studienrat Appel, Erna Kreutzer, später Hecker, und Frau Dünnschede, zugezogen aus Düsseldorf.

Vorn hoeken: Minna Nord, Emilie Plitt, Hertha Henkel und Lina und Karl Heinzerling.

Rechts unten: Auf dem Fußballplatz spielen 1913 Elfvom 1911 gegründeten FVB, bereit für ein Bild: Erich Matuschke aus dem Kottenbach, Hermann Kraft von der Bachgrundstraße, Viktor Wille vom Galgenberg, Adolph Schmidt, Mitbegründer des Vereins, Ernst Köppe, Sohn des Polizisten, Paul Jäger von der Hospitalstraße, gefallen im Ersten Weltkrieg; Fritz Welsch aus der Stadtgasse und Ernst Köppes Bruder Wilhelm.

Vor ihnen liegen: Albert Koch, Sohn des berittenen Gendarmen, Untersekundaner Alfred Moldenhauer genannt Molli und Wilhelm Breidenstein, der spätere Besitzer des Schuhgeschäfts in der Bahnhofstraße. Und zugeschaut hat Anna Unverzagt.

25. Wo früher die Landgrafen zu Pirsch und Fürstenlager kamen, jagen heute die Bürger mit der Forstbehörde.

Hie Minnesang, hie reisige Waid, ein jedes Ding hat seine Zeit

stand auf einer Eisenplakette im Stübchen des Jagdklubs, Hotel Krone.

Auf dem Bild, 1909 oder 1910, erkennt man aus der Reihe der Treiber und Helfer nur halbhinter Bauwenz Holzhauer Wagner aus Dexbach, vor ihm links Philipp Stapp, Amtsgerichtsrat Hatzfeld, halb verdeckt ein nun Unbekannter, weiter Professor Bauwenz vom Realprogymnasium, Karl Brühl, 'der alte Brühl', Ehrenbürger der Stadt, und ganz hinten Kar! Jacobi, der spätere überrentmeister.

In der zweiten Reihe links: Sollte Kammerherr von Heimburg als Gast zugegen gewesen sein? Neben ihm folgen Bäcker Prinz, Hospitalstraße 3; halbsitzend Kommunalförster Jacobi; vor dessen Sohn steht Georg Wagner, Liqueurfabrikant, kurz der Schnapswagner; dann Apotheker Ruhl aus der Hainstraße, gefallen im August 1914; Förster Waßmann und Förster Gercke aus Dexbach.

In der dritten Reihe sitzen: Förster Schäfer aus Engelbach, Hermann Finger, Ludwigshütte, Franz Milchsack, Neue Kräme, Friedrich Landmesser und Versicherungsagent Martin Wehn, der damals schon in Kassel wohnte.

Vorn liegen: Heinrich Michel, 1907-1918 Hegemeister in Wallau, F. Neuweger, Auf der Bach, Buchdrucker Heinzerling, Philipp Jäger, Heinrich Hacker und vor den letzteren Förster Fischer.

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