Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf,
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2425-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Biedenkopf'

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26. Links: Louis Balbach, aufgenommen um 1914 im KUl-park von Bad Homburg, war Besitzer der Brauerei, die noch heute in fünfter Generation der Familie des Gründers betrieben wird. Bürgermeister Briel schrieb 1781: Es ist eine von den nützlichsten Polizeianstalten, beständig gutes Bier in einer Stadt zu haben. Dieses bringt Ruhm und Nutzen. Das Brauen, der Ausschank von Bier, Wein und Branntwein waren Privileg der Stadt. 1580 bestellte diese eine neue Braupfanne 'von tauglichem und gutem Kupfer und von 9 oder zehenthalber Ohmen'. Brau- und Ausschankgenehmigung wurden alljährlich gegen Entgeld an eine kleine Anzahl von Bürgern vergeben. An das Rathaus in der Oberstadt wurde 1719 ein kleines, massives Brauhaus angebaut. 1780 ging die Stadt zum Brauen mit dem Kessel über, den jeder Bürger gegen Bezahlung benutzen durfte. Im 19. Jahrhundert sind Brauerei und Ausschank in Privathand. Um 1900 arbeiten die Brauereien Balbach, Braun, Hoffmann, Hosch, Schäfer und Weigand, von ihnen heute nur noch Brauerei Balbach, damals Walfischbräu, heute Schloßbrauerei unter Louis Balbachs Urenkel Ludwig Achenbach.

Die Ansichten über die Bedeutung eines guten Biers haben sich in Biedenkopf nicht geändert.

Die Gasse unweit des alten Marktes, die Hintergasse mit Mittelgasse verbindet, heißt die Scherr (die Schirrn), die Fleischbank, Hinweis auf handwerkliche Metzgerei in der auch durch ihre Viehmärkte bekannten Stadt. Noch heute gibt es in Biedenkopf Metzgereien von bestem Ruf mit einem weiten Kundenkreis.

Unsere Fotos zeigen 1909 Gustav Unkel (Mitte) und seine Frau Johanna geborene Praeska aus Oliva, die Eltern des heutigen Inhabers der Metzgerei, und 1916 Emma Unkel (rechts), später Emma Grein, in der weißen Schürze der Metzger, daheim im Stammhaus am Galgenberg. Sie legte ihre Prüfung als Metzgergeselle ab als erste Frau der Stadt, die sich der Facharbeiterprüfung in einem Handwerk unterzog.

27. Lehrer Selig mit dem 1. Schuljahr des Jahrgangs 1906/07, 1913.

Hans Selig kam 1905 an die Stadtschule. Nach seiner Pensionierung 1940 erhielt er sofort einen Auftrag zur Weiterarbeit; er leitete die Schule bis nach Kriegsende. Die Aufnahme zeigt ihn mit 52 Erstkläßlern.

In der ersten Reihe, hinten: Fritz Strackbein, Karl Jung, Rudolf Lang, Fritz Bernhard, Carl Ruppert, Konrad Krämer, August Bende, Heinrich Messerschmidt und Carl Unverzagt.

Zweite Reihe: Anna Aßmann (Ludwigshütte), Marie Truß, Marie Aßmann (Ludwigshütte), Helene Staab, Lina Weber, Gertrud Wirz (Ludwigshütte), Auguste Dreher, Regina Wenk, Elisabeth Groß, Bertha und Minna Liebetrau und Bertha Gilbert.

Dritte Reihe: Ludwig Achenbach, Ferdinand Bergmann, Friedrich Conrad, Fritz Freye, Louis Engelbach, Carl Unkel, Erich Schneider (Ludwigshütte), Ferdinand Ellenberger, Erich Plaum, Karl Rompf, Otto Sänger, Gustav Moritz, Wilhelm Schmidt, Karl Nieländer, Willi Weiß und Heinrich Weber.

Vierte Reihe: Margot Braun, Emma Braun, Gretel Roode, Therese Geßner, Minna Dörr, Anna Schüßler, Marie Pfeil, Marie Weigel, Gertrud Grigoleit, Elisabeth Meier, Frieda Duchardt, Anna Müller, Lilli Jung, Anna Unverzagt und Luise Müller.

Kam man mit den Kutschen an den Straßenarbeitern vorbei, die plaudernd beisammen standen, dann fiel einem der Ausspruch eines Arbeiters ein: 'Herre mer nur erseht emo1 gutt gefrihstickt, geärwet herre ma do scho schnell.' (Erzählt von F. Kramer.)

28. Vier Klassen Selekta der Stadtschule, 1913.

Die 'Höhere Töchterschule' hieß inzwischen Selekta. 1913 kam Rektor Steitz nach Biedenkopf und leitete die Stadtschule bis 1925. Er reformierte den Lehrplan der Selekta, der schon länger zwei Sprachen, Französisch und Englisch, vorschrieb, führte unter anderem Mathematik ein, das 'Bürgerliche Rechnen' erweiternd, und suchte für das letzte Schuljahr den Anschluß an die entsprechende Lyzeumsklasse in Marburg. Beim Aufbau des Realprogymnasiums zur Vollanstalt 1922 wurde die Selekta aufgelöst, wurden die Mädchen zum Besuch des Reformgymnasiums und damit zum Abitur zugelassen.

Das Bild zeigt vier Klassen Selekta, Ia und b, na und b der Jahrgänge 1900-1903 mit Rektor Steitz und den beiden Lehrerinnen, die je zwei Klassen gleichzeitig und nebeneinander unterrichteten. Seit 1909/10 arbeiteten hier Fräulein Koschig, eine sehrlebendige Rheinländerin, und die Schwestern Margarethe und Erna Wahrlich, gebürtig aus Sülze in Mecklenburg. Erfüllt von ihrer Arbeit, erzogen sie Klassengemeinschaften, welche die Schulzeit überdauerten.

Die Aufnahme zeigt in der hinteren Reihe: Elisabeth Ritter (Wallau), Henny Dörr, Lina Hacker, Klara Achenbach, beide etwas vor die Reihe gezogen, hinter ihnen Fräulein M. Wahrlich, Helene Ohly (Breidenbach), EIsa Blöcher (Wallau), Änne Groß, Gretel Fuchs, Rektor Steitz, Lina Heinzerling, Ottilie Heinzerling, etwas vor ihr stehend Gustel Wittel, Dora Plitt, Anna Unverzagt, hinter ihr Fräulein Koschig, Ida Breidenstein, Käthe Zimmermann (Amalienhütte) und Hedwig Achenbach.

Vor ihnen sitzen: Maria Kranz, Marie Blöcher (Wallau), Martha Banß, Franziska Kranz, stehend Johanna Weigel, weiter Ruth Balzer (Wallau), Gerda Lethgau, Emilie Plitt, Ottilie Kramer, Anna Hampel und Ottilie Michel (Wallau).

29. Quinta des Realprogymnasiums, 1913.

Im Jahre 1358 ver1ehnte Gerlach von Breidenbach der Stadt die Einkünfte aus der Not-GottesKapelle der Stadtkirche mit der Bestimmung, sie zur besseren Besoldung eines gelehrten Rektors, eines Literati, zu verwenden. Nach der Reformation oblag dieses Amt dem 2. Pfarrer, der die älteren Knaben in Religion und auf Wunsch einzelne auch in Latein unterrichtete. Diese Rektoratsschule wandelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Realschule, die 1869 von der Stadtschule getrennt wurde, sich 1891 zum Realprogymnasium mit dem 'Einjährigen' als Prüfungsabschluß entwickelte. Darauf baute sich 1922-1927 das Reformgymnasium, die heutige Lahntalschule, auf.

Von 1899 bis 1921 unterrichtete hier Professor Wehmeyer. Er kam aus Kassel und starb in Biedenkopf 1926. Hier steht er unter seinen Schülern vom Jahrgang 1901/02.

In der hinteren Reihe: Georg Heinzerling aus der Stadtgasse, Willi Thome aus der Brauerei in Wo1zhausen, gefallen im Zweiten Weltkrieg, Friedrich Schwätzer aus Breidenbach und Heinrich Fischbach aus Eckelshausen.

In der Mittelreihe: Willi Manneschmidt von Amalienhütte, Ado1f Feuring aus Niederlaasphe, Artur Ohly aus Breidenbach, Karl Nord aus der Bachgrundstraße und Otto Seip von Ludwigshütte.

Vorn sitzen: Paul Köppe, zuletzt in der Schulstraße wohnend; Karl Brethauer aus dem Mühlweg, Wolfgang Wehmeyer, ältester Sohn des Professors, Erich Oberländer, dessen Vater Prozeßagent in der Hospitalstraße war, Eberhard Jung, Sohn von Kommerzienrat Jung (Hessen-Nassauischer Hüttenverein), Louis Döpp von Ludwigshütte, Willi Lethgau, Sohn des Postamtmanns Lethgau, und Christian Meißner, Wallau, der schon 1919 verstarb.

30. Tanzstunde 1913.

Alle paar Jahre kam Tanzmeister Bäulke aus Gießen, um die Jugend in die Geheimnisse von Walzer und Schottisch, Mazurka und Tyrolienne, Menuett, Quadrille und Polonaise einzuweihen. Seine Familie half ihm dabei. Die Tanzgruppe setzte sich zusammen aus schulentlassenen Mädchen, Schülern der Obertertia und Untersekunda des Realprogymnasiums und jungen Berufstätigen.

Hier sind es, letzte Reihe: Ludwig Ritter von der Ziegelei Wallau, Hans Fischer, später Ingenieur, Marie Achenbach, später Sievert, zwei Angehörige der Familie Bäulke, Emilie Ellenberger, später Held, und Wilhelm Frank aus Fischelbach, der als Kriegsfreiwilliger 1914 von der Schule abging und fiel.

Vor ihnen stehen oder sitzen: Amalie Plitt aus der Hospitalstraße, Karl Wehn, später Schuhmacher im Kottenbach, Ehepaar Bäulke (und Sohn? ), Fritz Heinzer1ing, später Steuerberater, seine Schwester Eugenie, später Löffler, eine Cousine von Amalie Plitt und Marie Kramer, Tochter des Zahnarzts.

In der dritten Reihe sitzen links: Gretel Braun vom Marktplatz, Alice Kranz aus Tannhausen, Grete Behne, Tochter des Postbeamten, und rechts Emma Blöcher und Wiesa Menges aus Wallau. Vor ihnen sitzen etwas tiefer: Marie Bosse und Elisabeth Zeiler, beide von der Hospitalstraße, Erich Matuschke, Emilie Speek, später Köppe, Frieda Krämer, später Achenbach, Gustav Schmidt aus der Papiermühle Friedental und Lilli Balzer aus Wallau, später Römer.

Ganz vorn auf dem Boden sitzen: Tilli Wagner (Wilhelmshütte), später Henkel (Wallau), Rudie Schmidt 'Auf dem Hofe', Emil Hacker, später als Erbe des väterlichen Geschäfts Auto- und Fahrradhändler, Otto Damm vom Galgenberg, Wilhelm Einolf und Emma Heinzer1ing, Bachgrundstraße, später Liewald.

Als Gäste kamen drei Kinder Wenk, Hotel Balbach, dazu. Die Tanzschule Bäulke arbeitet noch heute in Gießen.

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