Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Auteur
:   Prof. G. Helmut Brosch
Gemeente
:   Buchen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3074-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Buchen'

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Die Konkurrenzgründung 'Liederkranz '

11. Im Jahre 1865 bekam der 1842 gegründete 'Singverein' eine Konkurrenz. Es wurde ein zweiter Gesangverein ins Leben gerufen, der sich den Namen 'Liederkranz' gab. 1883 trat der 'Singverein' und 1886 auch der 'Liederkranz' dem von Karl Trunzer gegründeten 'Odenwälder Gausängerbund' bei. Wenig später - im Jahre 1889 - schlossen sich beide, getrennt natürlich wieder, dem 'Badischen Sängerbund' an. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis die beiden Buchener Vereine zu einander fanden und sich vereinigten. Dies war im Jahre 1898, aber schon 1904 kam es zu einer erneuten Spaltung. Die Vorgänge sind im einzelnen noch ungeklärt, und so gibt auch das Jubiläumsbild von 1912 Rätsel auf. Die rechte Fahne 'Gesangverein Buchen 1865' und links die des 'MGV Liederkranz' sind zu sehen. Nun, 1919 waren sie nach der durch den Ersten Weltkrieg bedingten Ruhepause wieder beisammen und haben sich auch nicht wieder getrennt, obwohl auch im Zweiten Weltkrieg das Vereinsleben zum Erliegen kam und erst 1947 ein Neubeginn möglich war.

Unser Bild zeigt im Jahre 1912, von links nach rechts: Rosa Diehm, Becker, Malehen Schmitt, Frieda Schäfer, Anna Baumbusch, Rosa Waigand, Paula Keller, Martin Diehm, Anna Wittemann, Drolshagen, Pfeiffer, August Bernhard, Eduard Grasberger, Fertig, Dirigent Brauch, Schwab, Wilhelm Grimm, Michael Schwab, Fürst, Adolf Seber, Heinrich Wörner, Josef Götz, Dürr, Schwab, Grasberger, Ludwig Häfner, Karl Geier, Eduard Müller, Ludwig Wörner, Josef Busselmaier, Josef Wörner, Anna Diehm, unbekannt, Hemberger, Rosa Busselmaier, unbekannt, Schifferdecker, Anna Hemberger und unbekannt.

(Karl-Peter Ebert in: 700 Jahre Stadt Buchen.)

Schillerfeier 1905

12. In einer Zeit, in der das Nationale sich weltweit von selbst verstand, konnte Schiller in der Volksgunst Goethe übertreffen. 1859, als man seinen 100. Geburtstag feierte, wurde in Frankfurt, Goethes Geburtsstadt, der Nationalverein gegründet. Gerade Schillers letztes Werk, 'Wilhelm Tell', ein nationales Befreiungsstück, drang tief ins Bewußtsein des Volkes. Der 'Weltbürger' Goethe, der einen Napoleon bewundert hatte, wurde gelegentlich geradezu 'der Undeutsche' genannt.

Zum 100. Todestag Schillers fand in Buchen im Gasthaus 'Pflug' am 14. Mai 1905 eine Schillerfeier statt, die der 'Liederkranz' ausrichtete. Mit Schillers 'Macht des Gesangs' wurde die Feier eröffnet. Dirigent Karl Trunzer hatte einige Chöre neu einstudiert. Die Festrede hielt Gewerbelehrer Fink. Höhepunkt des Abends war die Aufführung einiger Szenen aus Schillers 'Wilhelm Tell' und aus der 'Jungfrau von Orleans'.

Unser Bild zeigt - im Fotoatelier aufgenommen - die Darsteller aus Schillers 'Wilhelm Tell'. Erste Reihe, von links nach rechts: Boop als Wilhelm Tell, Lisl Berberich als Berta von Bruneck. Die anderen sind unbekannt.

Zweite Reihe: Mathilde Fertig, Bopp, unbekannt, Lisl Lang, Josefine Flum und zwei Unbekannte.

Eine Nähschule

13. Vorläufer der Hauswirtschaftsschulen waren die Koch- und Nähschulen. Auch sie könnte man eher Kurse nennen, teilweise waren sie Winterschulen. Im Sommer wurde jede Kraft im Haus und auf dem Felde benötigt, selbst die Kinder waren da schier unabkömmlich. Es ging darum, wie man jungen Mädchen und Frauen beibringt, schmackhaft, nahrhaft und doch sparsam zu kochen, kostensparend selbst zu schneidern oder aus Altem Neues zu machen (etwa für eine Schar Kinder).

Die große Zahl der Teilnehmer zeigt, wie beliebt die Buchener Nähschule war.

Es sind zu sehen: auf dem Boden sitzend, von links nach rechts: Maria Hollerbaeh, Marga Hemberger, Diehm, Annele Sichel, Hildegard Banschbach und Paula Roos.

Erste Reihe, sitzend: Gertrud Frank, Rosa Weigand, Irma Strauß, Anni Pflüger, Hermine Theobald, zwei Unbekannte, Hedwig Baumann, Elisabeth Seitz, Wittemarm und unbekannt.

Zweite Reihe, stehend: Gertrud Schäfer, Käthe Hettig, Berta Detter, Hanne Bernhard, Luise Gramlieh, unbekannt, Erika Tschamber, Erna Kaufmann, Anna Pflüger, drei Unbekannte und Else Maier.

Dritte Reihe: Fertig, Emilie Heek, unbekannt, Maria Lenz, Diehm, Josefine Lauer, unbekannt, Schneider.

Letzte Reihe: Anna Wörner, Pia Edelmann, Berta Banschbach, Maria Herkert und Maria Wörner.

Die Landwirtschaftsschule {Winterschule}

14. Aus verschiedenen Gründen ist unsere Gegend für die Landwirtschaft kein gesegnetes Gebiet. Boden und Klima lassen zwar meist das Nötigste gedeihen, doch jede Abweichung von der Norm ruft eine Krise hervor. Die Bauernkriege zur Zeit eines Götz von Berlichingen, die in unserer Gegend hauptsächlich agrarischen Charakter tragenden Unruhen des Jahres 1848 sind jeweils Ausdruck solcher Krisen. Mißernten, eine wachsende Bevölkerung, die in bar zu zahlende Ablösung des Zehnten summierten die Not. 'Oben' schob man vieles einfach auf die 'Rückständigkeit' des 'Hinterlandes'.

So hieß es im ersten Jahresbericht der 1867 hier gegründeten landwirtschaftlichen Winterschule:

Die Landwirtschaft ist unter der mütterlichen Pflege der Naturwissenschaften zu einer Beschäftigung geworden, welche nicht nur allein körperliche Kräfte, sondem namentlich auch geistige Tàtigkeit und mancherlei Kenntnisse in Ansprucb nimmt. Einzelaktionen gingen voraus. 1852 veranstaltete der Landwirtschaftliche Bezirksverein verschiedene Wettbewerbe: prämiert wurde die Anlage des zweckmäßigsten Misthaufens, der höchste Pro-Morgen-Ertrag, der schnellste Pflüger (mit der geradesten Furche).

Fein herausgeputzt sind Lehrer und Schüler auf diesem Bilde der Landwirtschaftlichen Winterschule in Buchen vor ihrem Schulgebäude, wohin man Fotograf Weiß bestellte. Wahrscheinlich feierte man den Abschluß eines Kurses. Das Tischchen vorne in der Mitte brachte Weiß aus seinem Atelier mit.

Von den Abgebildeten sind namentlich bekannt: aus der ersten Reihe die letzten Vier, von links:

Dr. August Görig, Anton Wolf, Wilhelm Pflüger und Theodor Weigand, Zweite Reihe: vorletzter ist Ferdinand Wittemann, letzter Josef Pflüger.

Dritte Reihe: zweiter von links ist Trabold, vorletzter Albert Keller und der letzte: Ernst Häfner.

Die Gewerbeschule

15. Ein Handwerkerstädtchen war Buchen von frühen Zeiten an. Neben den überall je nach Größe der Bevölkerung des Ortes und seines näheren Umlandes vorhandenen Berufe wie Bäcker, Metzger, Schneider, Schuster und so weiter, gab es in Buchen ein paar Gewerbezweige, die in ihrer Art oder durch die Zahl der Beschäftigten herausragten. Es gab zum Beispiel mehr Mühlen als sonstwo (durch den Eintritt der Morre ins 'Mühltal'), es gab ein ganzes Gerberviertel um den 'Lohplatz' und es gab zahlreiche Töpfer. Sie alle, die Müller, Gerber und Töpfer sind heute verschwunden. Diese Tatsache deutet auf eine revolutionäre Änderung hin: die Entstehung von Fabriken, aber leider nicht bei uns. Daraus entstand eine Notlage, der man mit verschiedenen Maßnahmen beikommen wollte. Eine war die Errichtung von Gewerbeschulen, um modernes Arbeiten zu lehren und Abwanderung oder gar Auswanderung zu verhindern. Wieder war es Dr. Franz Burghardt, der hier mit einer Stiftung half. Er begründete hier ein Zentrum, eine Tradition. Auch für den jetzt geschaffenen größeren Neckar-Odenwald-Kreis blieb Buchen Sitz der Zentralgewerbeschule.

Unser Bild zeigt Lehrer und Schüler der früheren Buchener Gewerbeschule vor dem Schulgebäude. An den mitgebrachten Werkzeugen und Geräten, teilweise an der Berufskleidung kann man erkennen, welcher 'Zunft' sie angehörten. Namen sind leider nicht bekannt.

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