Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Auteur
:   Prof. G. Helmut Brosch
Gemeente
:   Buchen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3074-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Buchen'

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Die Kolpingfamilie in Buchen

16. Noch zu Lebzeiten des 'Gesellenvaters' Adolf Kolping (1813-1865) ist in Buchen ein 'Katholischer Gesellenverein' gegründet worden, nämlich im Jahre 1864. Ursprünglich wurden nur Handwerksgesellen als Mitglieder zugelassen, 1922 öffnete man den Verein jedoch auch für Landwirte und sonstige Berufe, Schon um die Jahrhundertwende zählte man weit über 100 Mitglieder, heute besitzt der Verein ein eigenes Heim im Gewann 'Himmelreich'. Einstudierung und öffentliche Aufführung von Theaterstücken dienen dem Zusammenhalt der 'Kolpingsfamilie', wie man sich gern bezeichnet. Der Reinerlös für solche Veranstaltungen diente früher zur Deckung der Unkosten für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der wandernden Gesellen, heute fließt er karitativen Verbänden zu.

Vor dem 'Wimpinahaus' in Buchen, wo heute noch die urwüchsige und echt 'buchemerische' Kolpingfastnacht stattfindet, postierten sich 1926 die Mitglieder des 'Katholischen Gesellenvereins'.

Erste Reihe: Müller, Rügert, Franz Schwab, Josef Wittemann, Jakob Beeker, Alois Gramlieh, Martin Diehm, August Blesz, Hemberger, Valentin Hemberger, Dekan Josef Blatz, August Weinlein, Valentin Gramlieh, Michael Schwab, Adolf Hemberger, Leopold Berberich, Franz Schwab und unbekannt.

Zweite Reihe: Baumbusch, Emil Weimer, Max Deggelmann, Hermann Dürr, Hermann Weinlein, Albert Roos, Josef Roos, Heinrich Wittemann, Josef Kaiser, Josef Hemberger, Weimer, Wilhelm Gramlieh, Frank, Lemp, Wilhelm Heek, Kern.

Dritte Reihe: Ludwig Grasberger, Heiner Grasberger, Wittemann, Adolf Müller, Karl Schäfer, Josef Morschhäuser, Karl Aicher, zwei Unbekannte, Hermann Wittemann, Morschhäuser, Franz Götz, Otto Gramlieh, Baier, unbekannt, Ludwig Grasberger, Alois Berberich, unbekannt, Weber und zwei Unbekannte.

Vierte Reihe: Wittemann, drei Unbekannte, Fabian Ruppert, zwei Unbekannte, Alois Häfner, Remrnler, unbekannt, Häfner, Wilk, Walter Pfaff, zwei Unbekannte und Heinrich Müller.

Die unbekannten Personen sind Gesellen von auswärts, beziehungsweise Personen mit kurzem Aufenthalt in Buchen, (Clernens Morschhäuser in: 700 Jahre Stadt Buchen.)

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Die drei Schwab

17. Nicht drei der berühmten 'Sieben Schwaben' zeigt unser Bild, sondern drei Namensträger Schwab. Alle drei waren in benachbarten Orten zu gleicher Zeit Bürgermeister, aber nicht verwandt. So entstand wohl der Gedanke, sich einmal zusammen fotografieren zu lassen. Das geschah im Fotoatelier von Karl Weiß in Buchen. Die auf dem Bilde sichtbaren Möbelstücke Requisiten des Ateliers - haben sich noch erhalten und waren bei der Karl-Weiß-Fotoausstellung 1982 im Bezirksmuseum Buchen im nachgebauten Atelier zu sehen.

Bei den Dargestellten handelt es sich um (von links) Bürgermeister Pius Schwab in Oberneudorf, Bürgermeister Franz Schwab in Rumpfen und Bürgermeister Eduard Schwab in Langenelz. An ihrer Amtskette tragen sie eine Medaille, auf deren sichtbarer Vorderseite deutlich der damalige Großherzog von Baden, Friedrich 1., zu sehen ist. Er regierte von 1852 bis 1907.

Der Bezirksrat in Buchen im Jahre 1902

18. Die Stadt Buchen hatte schon früh eine gewisse Zentralfunktion. Die hier zusammentreffenden Straßen ließen die Siedlung wachsen, begünstigten Handel und Wandel, vor allem auch das Handwerk. Freilich, zu einer 'Freien Reichsstadt' brachte es Buchen nicht. Immer war da ein Herr, eine Obrigkeit. Das Kloster Amorbach wohl zuerst, dann die Herren von Dürn, die ihrerseits Buchen an den Erzbischof von Mainz verkauften (1309). 1803 fiel Buchen an Leiningen, 1806 an Baden. Seine große Zeit hatte es unter dem Mainzer Kurfürsten Berthold von Henneberg (1484-1504), der Buchen zu seiner Sommerresidenz ausbauen ließ. Ein Amtmann, 'Keller' genannt, war als Unterbeamter in Buchen tätig. 1893 umfaßte der 'Amtsbezirk Buchen' 512 Quadratkilometer und hatte 28 226 Einwohner. 49 Ortschaften gehörten dazu.

Aus dieser Zeit, nämlich aus dem Jahre 1902 stammt unser Bild. Es zeigt, von links nach rechts, sitzend: Lutz, Emele, Oberamtmann Dr. Seidenadel, Thiry und Gramlieh.

Stehend: Arnoldi, Frankenbach, Referendar Dr. Reiss, Breunig und Ehmann.

Josef Wittemann (1866-193]), badischer Staatspräsident

19. Auch einen großen Staatsmann hat Buchen aufzuweisen. Josef Wittemann wurde 1866 als Sohn des damaligen Buchener Stadtschreibers geboren. Er studierte Jura in Freiburg, Basel, Straßburg, Heidelberg und München. Im nahe gelegenen Boxberg wurde er Amtsrichter, dann kam er nach Donaueschingen, das er als Oberamtsrichter verließ, um Landgerichtsrat in Offenburg zu werden. Über Freiburg führte ihn seine Laufbahn in die badische Landeshauptstadt Karlsruhe. 1919 wurde er Oberlandesgerichtsrat, 1920 Ministerialrat im Staatsministerium und 1925 Präsident des Rechnungshofes. Als Parlamentarier der Zentrumspartei hat er sich nachdrücklich immer wieder für die Belange seiner Heimat eingesetzt, der immer wieder das Schicksal, vergessen oder als 'Hinterland' abgetan zu werden, drohte.

Eben hatte Buchen ihm zu Ehren eine Straße 'Präsident-Wittemann-Straße' benannt, als er 1929 Minister des Inneren wurde und das Präsidentenamt beim Rechnungshof abgeben mußte. Da schrieb ein Buchener Schüler, der Obersekundaner Augustin Keller in einem Aufsatz: Um sich die Kosten bei der Umtaufe zu ersparen, tun die Buchener am besten, wenn sie zuwarten, bis der Herr Minister zum Staatspräsidenten aufrückt. Seine scherzhaft gemeinte Äußerung hatte prophetischen Charakter: am 30. Juni 1931 wurde Josef Wittemann tatsächlich badischer Staatspräsident. Leider konnte er dieses Amt nur noch zweieinhalb Monate bekleiden, da raffte ihn der Tod hinweg.

Eine 'Fürsten -Hochzeit in Buchen

20. Groß war die Hochzeitsgesellschaft, die Karl Weiß im Jahre 1920 zu fotografieren hatte. Aber 'Fürst' war nur der Familienname der Braut. Unter den Gästen waren noch mehr solche 'Fürsten'. Bei der Auswertung des Karl-Weiß-Plattenarchivs im Bezirksmuseum trat man an die Öffentlichkeit, um Aufklärung über die dargestellten Personen und die genauere Zeit der Aufnahme zu erhalten. Die meisten Platten trugen zwar noch eine Nummer, Verzeichnisse oder ein Kundenbuch von Karl Weiß waren jedoch nicht mehr vorhanden. Die beiden hiesigen Tageszeitungen halfen durch Veröffentlichung von 'Suchbildern' in dankeswerter Weise mit. Die Zeitungsleser waren gelegentlich recht erstaunt, auf diese Weise Bekannte und Verwandte zu entdecken.

Auf unserem Bilde wurden folgende Personen ermittelt: Das Brautpaar war Eduard und Emma Kieser, geborene Fürst, ferner: Louise Fürst, geborene Hollerbach; Alois und Anna Fränznick, geborene Fürst; Adolf und Elise Fränznick, geborene Fürst; Emil und Luise Hübner, geborene Fürst; Emil und Berta Elbert, geborene Fürst; Maria Morschhäuser, geborene Hollerbach; Maria Götz; Paula Becker; Liesl Hübner; Mina Becker, geborene Hollerbach; Helene Hollerbach, geborene Fellhammer; Frau Kieser (Walldürn); Rosa Metzger-Hollerbach, geborene Heckmann; Hermann Gramlich und Frau; Ehepaar Buchnifer; Josef Gramlich;Karl und Josephine Gramlich, geborene Banschbach; Luise Dietrich, geborene Gramlich; Gertrud Henitaler, geborene Becker und Hedwig Unterrainer, geborene Hollerbach.

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