Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Kennt Ihr sie noch... die von Buchen

Auteur
:   Prof. G. Helmut Brosch
Gemeente
:   Buchen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3074-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Buchen'

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Adelshochzeit auf Schloß Buchen-Bödigheim

21. Am Main bei Stadtprozelten liegt die Stammburg Collenberg der Rüdt von Collenberg. Aber auch im alten Wingartheiba-Gau hatten sie schon früh stattliche Besitzungen in Bödigheim und Umgebung. 1296 war dort schon eine stattliche Burg vollendet. Im Dreißigjährigen Kriege wurde sie zerstört (1634). Der Bergfried und Reste des um 1597 neu errichteten Palas haben sich von der älteren Burg erhalten. Zu Füßen der Burg wurde dann eine neue Schloßanlage errichtet.

Vor dem geschmückten Schloßportal (oben erkennt man das Rüdt-Berlichingensche Allianzwappen) fotografierte Karl Weiß die illustre Hochzeitsgesellschaft. In der Mitte Braut und Bräutigam: Maria von Hoffmeister, geborene Rüdt von Collenberg und Fritz von Hoffmeister. Rechts davon Freifrau Frieda Rüdt von Collenberg (Eberstadt), die Mutter der Braut. Neben ihr Johanna von Hoffmeister, die Mutter des Bräutigams. Der Vater des Bräutigams, Exzellenz Eduard von Hoffmeister ist der Dritte von links in der vordersten Reihe.

Ferner befinden sich unter den Gästen: Gräfin Nadine Rüdt von Collenberg, Baronin Sybilla Rüdt von Collenberg (Hainstadt), Baronin Dora Rüdt von Collenberg (Bödigheim), Baronin Ise und Baron Albrecht Rüdt von Collenberg (Bödigheim), Hans von Hoffmeister (Bruder des Bräutigams), Gottfried und Heinrich Rüdt von Collenberg (Eberstadt), Brüder der Braut, Baron Carl und Baronin Rilde von Adelsheim, Graf Luis und Gräfin ü1ga Rüdt von Collenberg (Bödigheim) und Baronin und Baron Gleichenstein (Freiburg) neben weiteren namentlich nicht mehr Bekannten.

Die Buchener Stadtkapelle

22. Musik hat in Buchen Tradition. Neben Türmer, Nachtwächter und Stadtpfeifer, wie sie überall zu finden sind, kann Buchen auch eine Stadtkapelle aufweisen. Für 1879 wird ein richtiges Stadtorchester erwähnt sowie eine Musikgesellschaft. Solche Aufschwünge in einer kleinen Stadt sind jedoch an den Idealismus einiger weniger und eine führende Kraft gebunden. So weist auch die 1893 gegründete Stadtkapelle Höhen und Tiefen auf. Am 24. Februar 1924 kam es zu einer regelrechten Neugründung: 14 Buchener Bürger bewirkten das mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt. Der Zweite Weltkrieg brachte eine neue Krise: Einberufungen zur Wehrmacht, Verbot von Tanzveranstaltungen und so weiter waren einer Weiterentwicklung nicht günstig, so daß die Kapelle 1946 wiederum neu aufgestellt werden mußte.

Unser Foto zeigt die Mitglieder der ersten Stadtkapelle im Jahre 1895.

Erste Reihe: Schmelcher, Reuschling, Dirigent Kailer (Keiler oder Kanter), Julius Aicher, Franz Schwab und A10is Drolshagen.

Zweite Reihe: Va1entin Lahres, Wilhelm Fertig, Menstel, Anton Günther, Grasberger und Gottfried Schwab.

Dritte Reihe: Kar! Götz, Franz Josef Kaiser, Wilhelm Aicher 2 und Willi Schüpf. (Karl Lehrer in: 700 Jahre Stadt Buchen.)

Der Mandolinenklub

23. Die Mandoline ist in Italien seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Bei den mit einem 'Plektron' hervorgerufenen Vibrato-Klängen denkt man gleich an Napoli und Santa Lucia. Dazu gehört noch die einschmeichelnde Stimme eines Trovadore. Das vergleichsweise leicht zu lernende Instrument fand weite Verbreitung nicht nur im südlichen Raum, In Buchen gab es einen ganzen Mandolinenklub. Die Spieler traten gemeinsam auf, was die Wirkung verstärkte.

Im Atelier Weiß postierten sich etwa um das Jahr 1925 vor Antritt eines Pfingstausfluges mit ihren Tornistern und den Instrumenten die Mitglieder des Klubs. Zwei Gittaristen und ein Violinspieler sind mit von der Partie.

Es waren, sitzend von links: Franz Morschhäuser, Karl Erbacher, Franz Kern, Anton Weber und Franz Götz. Der liegende Junge ist unbekannt.

Stehend: Emil Schäfer, Gassmann, Julius Aicher, Edmund Wittemann und Kar! Hettinger.

Heinrich Wittemann (J870-1952), der 'Turnheinrich'

24. Heinrich Wittemann wurde 1870 zwar in Freiburg geboren, verbrachte aber seine Kinder- und Jugendjahre in Buchen. Dorthin zog es ihn auch nach dem Studium in Heidelberg und einem dreijährigen Aufenthalt in der Schweiz wieder zurück. Hauptberuflich war er Rechtskonsulent, seine Liebe aber galt dem Turnen. Er wurde Turnwart im 'Turnverein 1863 Buchen', 1898 Bezirksturnwart des Main-Neckar-Turngaues und zweiter Gauturnwart. Viele Siegerurkunden und Lorbeerkränze brachte er mit seiner Mannschaft nach Hause.

Unermüdlich war Wittemann, der bald nur der 'Turnheinrich' genannt wurde, unterwegs, um für die Sache zu werben und neue Vereine in unserem Raume zu gründen. Als im Jahre 1909 einige besser situierte Herren nicht mehr mit den 'Arbeitern' turnen wollten und getrennte Turnstunden forderten, spaltete sich der Verein. Wittemann schlug sich auf die Seite der 'Arbeiter' und gründete den 'Turnerbund Jahn', getreu den Grundsätzen des Turnvaters Jahn, der ja alle Stände vereinigen wollte.

Die Erschütterung, die der verlorene Erste Weltkrieg und die Revolution mit sich brachte, führte 1919 die beiden Vereine wieder zu einander. Wittemann übernahm die Leitung. 1927 schritt man sogar zur Gründung einer Damenriege trotz Verbotes von kirchlicher Seite.

Zahlreiche Ehrungen wurden Wittemann zuteil, und an seinem Grabe sprach 1952 Bürgermeister Schmitt: 'Der Tod des Turnheinrich ist ein Verlust für die ganze Stadt. Der Idealismus, der in seinem Herzen gewohnt hat, trieb ihn zu rastlosem Einsatz. Sein Andenken wird allzeit wach bleiben.'

Der Buchener Turnverein

25. Als Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) im Jahre 1811 in der Hasenheide bei Berlin einen Turnplatz gründete, verfolgte er durchaus politische Ziele damit. Er wollte das deutsche Volk durch Turnen in physischer und moralischer Hinsicht stärken, um Deutschland fähig zu machen, die damalige 'Besatzungsmacht' - die Franzosen unter Napoleon - abzuschütteln und frei zu werden. Im selben Jahre als der Buchener Turnverein gegründet wurde, 1863, erschien seine Schrift 'Selbstverteidigung'. Damals hatten sich die Wogen allerdings schon wieder gelegt. Vorher, 1819 und 1848/49, war Jahns Bewegung nochmals in Mißkredit geraten. Mit all dem hatte der Buchener Turnverein nichts zu tun. 1909 kam es allerdings zur Abspaltung eines 'Turnerbunds Jahn', doch 1919 vereinigten sich die beiden wieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Turnvereine durch die Militär-Regierung als paramilitärische Organisation verboten. Auf dem Umweg über eine Fußballabteilung konnte 1946 eine Wiederzulassung erreicht werden. Neuer Name 'Turn- und Sportverein'.

Unser Bild zeigt den Vorstand im Jahre 1929. Sitzend, von links nach rechts: Anton Kaufmann, Jakob Hildebrand, Wilhelm Fertig und Heinrich Wittemann (der 'Turnheinrich').

Stehend: Fräulein Reisemann, Adolf Pfeiffer, Levi, Karl Weiß, Albert Grasberger, Valentin Manger, Weidenthaler, Otto Schönit und Fräulein Götz.

(Franz Thöle in: 700 Jahre Stadt Buchen.)

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