Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Auteur
:   Werner Bockholt
Gemeente
:   Drensteinfurt,
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2088-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt'

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16. Die architektonische Schönheit der Fachwerkhäuser und die Gemütlichkeit der engen Straßen und Gassen, die Stewwert trotz der Erschwernisse und Probleme, die es zu früheren Zeiten gab, aufzuweisen hatte, lassen sich sehr deutlich an diesem Foto ablesen. Es entstand am Westwall und zeigt die Häuser Böcker und Roßmeier. Die beiden Bauten mit ihrem schlichten Fachwerk, den weißen Sprossenfenstern und dem Weinlaub, das sich beinahe über beide Gebäude ausgebreitet hat, sind in ihrem Aussehen typisch für die Bebauung der Wälle. Hier wohnten und arbeiteten viele Handwerker.

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte an Süd- und Westwall ein großer Teil der Drensteinfurter Leineweber. Mehr als heute spielte sich das Leben auf der Straße ab, denn Autos fuhren fast nie über das bucklige Pflaster.

Vor dem Hause auf dem Westwall sehen wir die Familie Böcker, die in ihrem schlichten Fachwerkgebäude ein Haushaltswarengeschäft unterhielt.

17. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Westwalls liegt die 'Alte Post'. Direkt daneben setzte sich die Reihe der Fachwerkhäuser fort. Das Haus Pläster, ein wuchtiges Fachwerkhaus mit angebautem Vorbau, paßte sich von seinem Aussehen her der 'Alten Post' an. In dem Vorbau befand sich ursprünglich die Wagenbauerei, die allerdings um 1940, als dieses Foto entstand, bereits aufgegeben worden war.

Unter dem Torbogen der Eingangstür sind Frau Anna Pläster mit Tochter Fine und einquartierte Soldaten zu sehen.

18. Drensteinfurt ist der Heimatort des Dichters Karl Wagenfeld. Er wurde am 5. April 1869 in Lüdinghausen geboren und starb am 19. Dezember 1939 in Münster. Er, Sohn eines Eisenbahnbeamten, kam mit seinen Eltern als 'Puckkind' nach Drensteinfurt. Bis 1968 stand das ehemalige Torhaus der Stadtbefestigung am Mühlentor. In diesem efeuumsponnenen Torhäuschen verbrachte Karl Wagenfe1d von 1869 bis 1889 seine Kindheit und Jugendzeit. In seinem literarischen Schaffen finden wir das ländliche und handwerkliche Leben Drensteinfurts im späten 19. J ahrhundert wieder.

Karl Wagenfeld hat vor allem epische und dramatische Werke verfaßt. Daneben hat er sich besonders um die Erforschung des westfälischen Volkstums und um die Heimatpflege verdient gemacht. Wenn auch das Torhäuschen an der Mühlenstraße verschwunden ist, so erinnert doch die Wagenfeldstraße an die große Persönlichkeit Wagenfeld.

19. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt Drensteinfurt durch Wall und Graben zäsurhaft von den umliegenden Bauerschaften abgegrenzt, erst ein Anstieg der Bevölkerung, eine bescheidene Industrieansiedlung im Südwesten und der Bau der Eisenbahnstrecke verursachten das Schleifen der Befestigung und eine Ausdehnung der Siedlungsfläche in Richtung Bahnlinie. Mit dieser Stadterweiterung begann das alte Stewwert, die von Fachwerkhäusern geprägte Ackerbürgerstadt, ihr gewohntes Gesicht zu verlieren. Aber auch für die Einwohner ergaben sich Veränderungen. Zu den vielen Ackerbürgern und Handwerkern kamen nun Beamte und Arbeiter hinzu, die bei der Eisenbahn, in der Plüschfabrik oder im Emaillierwerk Beschäftigung fanden. Neue Stadtviertel entstanden, etwa der Bereich Riether Straße und J osefstraße.

Zu einem der schönsten Plätze entwickelte sich der Budden, der heutige Landsbergplatz an der Bahnhofstraße. Zweistöckige Häuser aus der Gründerzeit mit schmuckvollen Fassadenverzierungen bestimmten die Physiognomie des Platzes.

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20. Als dieses Foto um 1934 am Bahnhof entstand, war die Eisenbahnlinie Münster-Hamm, die durch Drensteinfurt führt, schon zu einer wichtigen Einrichtung geworden, sie bot nicht nur eine gute Verkehrsverbindung, sondern gab vielen Erwerbstätigen in Stewwert auch einen sicheren Arbeitsplatz. Bereits 1848 wurde die Bahnstrecke in Betrieb genommen, im Jahre 1900 wurden an der Station bereits 62 031 Personalfahrkarten abgesetzt. Während der Zeit, als in Drensteinfurt Strontianit abgebaut wurde, war die Eisenbahnlinie für den Abtransport des Gesteins sehr wichtig.

Mit der Kelle in der Hand sorgt Fahrdienstleiter Franz Jankowski für eine geordnete Abfertigung, August Harbaum ist derweil damit beschäftigt, bei einem Fahrgast die Karte zu kontrollieren.

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