Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt

Auteur
:   Werner Bockholt
Gemeente
:   Drensteinfurt,
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2088-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Drensteinfurt'

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26. Während heutzutage die Getreideernte weitgehend technisiert ist und in wenigen Arbeitsgängen mithilfe des Mähdreschers durchgeführt werden kann, so war vor einigen Jahrzehnten der Herbst eine anstrengende und arbeitsreiche Zeit in der Landwirtschaft. Das reife Getreide wurde noch mit der Sense geschnitten, zu Garben zusammengebunden, aufgestellt und bei gutem Wetter mit dem Ringsenwagen eingefahren. Wenn im Winter dann ein Lohnunternehmer mit dem Dreschkasten kam, wurde das Getreide auf der Tenne oder in der Scheune gedroschen.

Unser Bild entstand beim Dreschen auf dem Hof Wiemann in Natorp und zeigt die beteiligten Personen nach Beendigung der Arbeit: die Frauen mit gestreifter Arbeitsschürze, die Männer mit den grün-grauen Jacken. In der Scheune im Hintergrund lassen sich die Umrisse des Dreschkastens noch erkennen.

27. Es kam bei den Drensteinfurter Landwirten selten vor, daß sie sich fotografieren ließen. Lediglich, wenn eine Hochzeit auf dem Hof gefeiert wurde, kam ein Fotograf. Daher sind Bilder wie dieses eine Seltenheit.

Dieses Familienfoto stammt aus dem Album der Familie Vedder-Drees: Vor der Giebelseite ihres Bauernhauses, das Tennentor ist weit geöffnet, hat sich die Familie Drees aufgebaut, vom die Eltern, die auf Binsenstühlen sitzen. Die Frau trägt das zur damaligen Zeit übliche dunkle Kleid mit einer schwarzen Schürze, bei dem Mann fallen die Holzschuhe und die lange Pfeife auf. Hinter den Eltern stehen die vier Kinder, die ihre Sonntagskleidung angelegt haben.

Vor dem Ersten Weltkrieg entstand dieses Foto auf dem Hof Vedder-Drees in der Bauerschaft Eickendorf.

28. Landleben in Drensteinfurt? Daß das Leben auf dem Lande nicht so romantisch und idyllisch war, wie viele Fotos zu dokumentieren scheinen, steht außer Frage. In einer Zeit, in der der maschinelle Einsatz noch in den Anfängen steckte, wurde die harte körperliche Arbeit groß geschrieben. Da mußte schon bei der Ernte jedes Familienmitglied kräftig anpacken, um die Scheunen zu füllen. So trügt auch das vorliegende Bild. Nach getaner Arbeit, dem Einfahren der Runkeln, scheinen die Beteiligten zufrieden.

Die Arbeit, die die Familie Schütteldreier (Sendenhorster Straße) hatte, bevor sie sich mit ihren beiden Pferden und den Sturzkarren auf das Foto bannen ließ, läßt sich nur noch erahnen, wenn man weiß, wie anstrengend das Runkelziehen ist. Also keine Landidylle, wie man vermuten mag, sondern eher kräftezehrender bäuerlicher Einsatz.

29. Im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Wersestadt standen im Sommer die Schützenfeste. Von den drei innerstädtischen Vereinen kann der Bürgerschützenverein bereits auf eine über 300jährige Geschichte zurückblicken. Mit der Befestigung Drensteinfurts durch Wall und Graben im Jahre 1595 steht die Gründung des Bürgerschützenvereins in engem Zusammenhang, hatte er doch die Aufgabe, die Bewachung des Ortes durchzuführen.

Das älteste bekannte Fotodokument eines Stewwerter Schützenfestes geht auf das Jahr 1898 zurück. Auf dem historischen Markt haben sich die Blaskapelle, die Uniformierten und die Schützen zum Umzug aufgestellt. In den Fenstern des Hauses Rosendah1 sowie der Brennerei und Gastwirtschaft Arntz ('Westfälischer Hof) haben sich zahlreiche Neugierige eingefunden, um dem 'Spektakel' zuzusehen.

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30. Der Ablauf eines Schützenfestes ging nach einem fest ausgeklügelten Programm vor sich. Vogelaufsetzen, Kranzniederlegung, Königsschießen, Festball, Umzüge, Polonaise sind nur ein paar Stichworte. Einen Höhepunkt für die beteiligten Damen des Hofstaates bildete ohne Zweifel der Damenkaffee.

Das Foto vom Bürgerschützenfest des Jahres 1935 zeigt die Damen, die sich auf dem Weg zum Kaffeeklatsch befinden. Der Zug, 'Damenschwadron' genannt, bewegt sich vom Markt durch die festlich geschmückte Mühlenstraße zum Hotel Wietheger. Die Frauen haben ihre hübschesten Kleider angezogen, die von den am Straßenrand stehenden Zuschauern interessiert begutachtet werden.

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