Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Auteur
:   Margarethe Stützle
Gemeente
:   Isny im Allgäu,
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2426-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu'

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21. Am 14. Mai 1892 nahm Landesfeuerlöschinspektor Kleber die Prüfung der neu angeschafften 'mechanischen Schmahl'schen Feuerleiter' vor. Außer der diensttuenden Mannschaft versammelten sich hierzu sämtliche Chargierte, der Bezirksinspektor, die Mitglieder des Gemeinderates und viele Zuschauer. Mit peinlichster Genauigkeit wurde das neue Gerät geprüft und die verschiedensten Übungen damit vorgenommen. Voll Befriedigung stellte man fest: 'Die fahrbare Leiter ist trotz ihres Gewichtes von 21 Zentnern ganz leicht zu bewegen und zu lenken, erreicht ausgezogen die respektable Länge von 18 Metern und senkt sich, belastet man den obersten Auszug mit etwa vier Zentner, nur um 55 Millimeter.'

Stolz hat sich auf unserem Bild die Mannschaft vor der neuen Leiter, welche man für die zahlreich erschienenen Zuschauer vor dem Feuerwehrhaus beim Wassertor aufgestellt hatte, zur Erinnerung fotografieren lassen.

Von links nach rechts sehen wir Sektionsführer Braun, den 1. Zugführer Kaufmann Friedrich Schön, Drechsler K. Stürm, der bei der Biberacher Spritze Schlauchleger war, den Schriftführer der Feuerwehr, Kaufmann Otto Wiek, Sattlermeister Joharm Felle, Kommandant der Feuerwehr, und sein Adjudant Johann Georg übelhör, Oskar Neuhaus, Zugführer des 3. Zuges der Biberacher Spritze, Josef Braig, 1. Zugführer bei der Ulmer Spritze, Schlossermeister Georg Topf, 1. Zugführer, und Glasermeister Heinle, Führer der 1. Sektion.

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22. 'Unter der Hochflut der gesanglichen und theatralischen Aufführungen der Faschingszeit nimmt unstreitig die Produktion des hiesigen Liederkranzes die erste Stelle ein.' Mit diesen schmeichelhaften Worten lud 1909 der Isnyer Liederkranz zu einer 'Entrée-Aufführung' im Ochsensaal ein. Glanznummer des 'wahre Perlen köstlichen Humors' versprechenden Programmes bildete das ungarische Singspiel 'In der Csarda', welches damals als Novität auf den Bühnen verschiedener größerer Gesangvereine wie zu Ulm und Augsburg gespielt wurde und 'den Zuhörern ein getreues Bild ungarischen Lebens bietet'.

Auf unserem Foto haben sich die Darsteller um die Reisegesellschaft des Rentners Ziegenspeek mit Frau und Tochter (H. Carl Felle und Fräulein Herburger), ein Berliner (H. Roggen), ein Naturforscher (H. Schwarz), der reiche Schweinezüchter Janos (H. Zett), den Wirt der Csarda (H. Schuler) und einen alten Zigeuner (H. Götzger) gruppiert.

Besonders lobend hob der Zeitungsberichterstatter das Spiel der Zigeunerin Ilonka (Fräulein Rosa Durach) und ihres Partners Joska (H. Mutter) hervor. Der Chor der übrigen Ungarinnen und Ungarn umrahmt auf unserem Bild die Solisten. 'Der vorzüglichen Aufführung, welche dem Liederkranz sehr zur Ehre gereicht, wurde lebhafter Applaus gespendet,' so schließt der Chronist seinen Bericht.

23. Die Fasnacht des Jahres 1900 stand unter dem Motto 'auf nach Alaska in den Winterkurort Isny an den lieblichen Gestaden des Sauweihers', Eine der meist gelobten Darbietungen im 'Strauß-Saal' war die 'reizende Nummer der sechs Geschwister Barrison', die unser Bild zeigt.

Das Sextett sei vorgestellt, es sind von links nach rechts die Damen Dollinger, Binder, Meißburger, Schürnbrand, Thomann und Schurr, die 'im Farbenspiel des elektrischen Scheinwerfers einfach unwiderstehlich, die Männerwelt in Verwirrung zu setzen wußten'. Den Rahmen für ihre Darbietung bildete das 'Isnyer Auswandererschiff Narrhalla im bunten Gefolge von Goldgräbern, Völkertypen aus allen Erdteilen, Buffalo Bill mit seiner Truppe, die amerikanische Regierung in einern neuen Galawagen, ein unlenkbarer Luftballon bewies besenders viel Geschmack und Geschick. Eine Gruppe stellte die Segnungen der neuen Kultur vor, wobei einer anziehbaren Steuerschraube die Hauptrolle zukam', Dies und vieles andere wurde durch Prinz Karneval mit reichlichem Ordenssegen belohnt.

Gruss vom Jsnyer Carneval 1900!

24. Alljährlich im Herbst, zumeist im September, fand in Isny das 'Achrühren' statt. Zwei bis drei Tage dauerte es jeweils und loekte Erwachsene wie Kinder als Zuschauer an. Unser Bild zeigt, wie es um 1900 dabei zuging.

Die Ach, die infolge ihrer wasserreichen Quellen schon kurz nach ihrem Ursprung als kostenlose Arbeitskraft bei Pumpwerken, Mühlen und Sägen Verwendung fand, wurde an mehreren Stellen (zum Beispiel am Sauweiher, wie das Bild zeigt) gestaut, um die Wasserkraft besser nützen zu können. Dadurch setzte sich immer wieder Schlamm ab, den bald allerlei Wasserpflanzen überwucherten. Etwa acht Tage vor Beginn des 'Achrührens' wurde öffentlich bekanntgegeben, daß 'die Enten- und Gänsebesitzer ihr Federvieh während der Dauer des Achrührens eingesperrt zu halten haben'. Zunächst wurde das Achwasser eine Strecke weit abgelassen. Anschließend rührte man den Schlamm mit Haken und einem schweren, von sechs bis acht Pferden gezogenen eisernen Reehen auf (daher der Name 'Achrühren').

Die Arbeit war hart, zumal Mann und Roß oft bis zum Bauch im kalten Achwasser standen. Vor dem Reehen spannten die Fischer ihre Netze aus und fingen die Fische ein, wobei oft mehrere Zentner Forellen als erfreuliches Ergebnis auf die Waage kamen.

25. Im Jahre 1903 feierte die Isnyer Schützengilde ihr 400jähriges Jubiläum. Das Bild zeigt die Vereinsmitglieder als 1478 gegründete 'Sebastiansbruderschaft' in historischen Trachten, Landsknechtskleidern, bewaffnet mit Armbrüsten. Die Gruppe hatte schon im Festzug allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Wir sehen in der Mitte würdevoll Louis Kleiber als Bürgermeister mit seinen Schreibern, vor ihnen die Trommler und Pfeifer, der Scharfrichter im Kapuzengewand mit dem langen Richtschwert und diesen zur Seite die übrige Mannschaft in ihren mittelalterlichen Kostürnen,

Auf dem Rain hatte man ein Zelt aufgeschlagen und begann 'stilechtes Lagerleben' zu zeigen, bis gegen Abend ein Gewitterregen alles zum eiligen Verlassen des Festplatzes nötigte.

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