Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Auteur
:   Margarethe Stützle
Gemeente
:   Isny im Allgäu,
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2426-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu'

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26. Zu Füßen des 1905 erneuerten Schwarz-Grat-Pavillons haben sich zahlreiche Wanderfreunde versammelt. Von allen Seiten, so berichtet der Stadt- und Landbote, waren sie unter Vergießung von vielen Schweißtropfen heraufgekraxelt zu den luftigen stolzen Höhen des Schwarzen Grates, die Mitglieder des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, des Allgäuverbandes des Schwäbischen Albvereins und viele sonstige Touristen und Bergfreunde der ganzen Umgebung. Mit Kanonenschüssen und unter den Klängen der Isnyer Stadtkapelle wurde nachmittags um ein Uhr der Eröffnungsakt eingeleitet und der erneuerte Pavillon seiner Bestimmung iibergeben. Unter den sich in weitem Kreis um den Pavillon lagernden Gästen entwickelte sich bald ein fröhliches Leben, gehoben durch die Klänge der Stadtmusik. H. Koch, der Wirt 'zur Tanne' in Eisenbach, hatte die Bewirtung übernommen und sorgte für die Bewältigung von Hunger und Durst der Festgäste. Etwa um drei Uhr nachmittags trennte man sich, da um fûnf Uhr im Strauß-Saal in Isny die Feier fortgesetzt werden sollte ...

27. Teppichwäscherei an der Ach beim Brückle zum Sauweiher. Fleißig bürsten Kronenwirt Heinzelmann und seine Dienstmagd den auf einen Hoeker aufgelegten Teppichteil, während der restliche Teppich noch im Achwasser hängend, aufgeweicht wird. Eine Reihe Zuschauer betrachtet die Fortschritte, welche die Säuberungsaktion zeigt. Von links nach rechts Sattlermeister Eugen Schöllkopf, hinter ihm Frau Anna Noak; in der Bildmitte schauen Schlosserrneister Grosselfinger, Wilhelm Schöllkopfund Frau Karrer dem eifrig bürstenden Paar zu. Ganz rechts im Bild zeigt sich Lotti, das Dienstmädchen der Familie Karrer.

Fotografiert hat die reizende Idylle Herr Naak etwa um 1905.

28. Hier sehen wir die Isnyer Stadtmusik mit ihrem Dirigenten JosefHackspiel. Die Aufnahme entstand im Jahre 1907.

1903 hatte Josef Hackspiel die Leitung der Stadtkapelle übernommen. Das anfängliche Zögern, ihm als einem 'einfachen Fabrikarbeiter' den Dirigentenposten anzuvertrauen, wich sehr schnell respektvoller Hochachtung. Josef Hackspiel gelang es, im Laufe der Jahre die Stadtkapelle von Erfolg zu Erfolg zu führen, So fand im Jahre 1907 der Wunsch des Dirigenten, einige neue Instrumente anzuschaffen, ein bereitwilliges Ohr bei der Stadtverwaltung, und es wurde beschlossen, 'da die hiesige Stadtkapelle sich sehr viel Mühe gibt und ihre Leistungen gute sind, die Forderung zu bewilligen; je doch soll Dirigent Hackspiel nicht mehr als 150 Mark dafür ausgeben'. Auf dem Bild erkennt man in der oberen Reihe von links nach rechts: Ernst Angele, Anton Kolb, Otto Richard, Gebhard Weber, Willi Hutter, Christopherus Zengerle und Max Gruber.

In der mittleren Reihe: Josef Hörger, Simon Pfiffner, Sekretär Mutter, Josef Steybe, Albert Schmidberger, Konrad Glötzinger und Georg Thanner.

Ganz vorne sitzen Josef Speckle, Friedrich Angele und Karl Keller. In der Bildmitte, im Kranze seiner Musiker, Dirigent JosefHackspiel.

29. Vor der Adlerwirtschaft in der 'Viehweid', meist einfach der 'Vorstadt-Adler' genannt, haben sich die Wirtsleute aufgestellt.

Links am Zaun Frau und Herr Dieing, die Besitzer der Wirtschaft, neben ihnen Herr Gückl, Buchhalter bei der Firma Imrnler, diesem zur Seite Frau Albrecht, Adelheid Wipper, eine Nachbarin, und rechts steht Großmutter Immler.

Im Hintergrund des Bildes sieht man das neue Auto der Familie Imrnler vor der Hofeinfahrt stehen, es ist ein Opel Torpedo, Baujahr 1907.

Die Wirtschaft 'Zum Adler' in der Vorstadt kann auf eine reiche Vergangenheit zurückschauen. In der zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war sie im Besitz von Franz Anton Dick, Kunstmaler und Mesmer, der die barocke Rundkapelle (Josephskapelle) auf dem Vorstadtfriedhof in den Jahren 1753/54 ausgemalt hat; von seiner Hand stammen auch einige der in der Marienkapelle befindlichen Abtbilder.

Hier im 'Vorstadt-Adler' wurde im November 1899 der 'Gaißberger Gesangverein' gegründet, welcher sich in erster Linie die Pflege eines gesunden Humors in geselliger Vereinigung zum Ziele setzte. Vereinsbeiträge wurden nicht erhoben, freiwillige Spenden gelegentlich eingesammelt und als Weihnachtsgaben für verschämte Arme weitergegeben.

30. Bannerweihe des Radfahrervereins Großholzleute am 30. August 1908. Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Radler von allen Richtungen nach Großholzleute. Zur Eröffnung der Feier wurde der Patenverein Weitnau mit Musik und Festjungfrauen abgeholt. Danach erfolgte die kirchliche Fahnenweihe. Allgemein war die Befriedigung über das prächtige Banner, dessen Vorderseite die Inschrift 'Radfahrer-Verein-Großholzleute' und in Nadelmalerei den Pavillon auf dem Schwarzen Grat zeigt, der 'sich sehr gut ausnimmt und prächtig von dem hellen Untergrund abhebt'.

Die übergabe des Banners erfolgte im neuen Baumgarten der Adlerwirtschaft. Von der Tribüne boten im Namen aller Festjungfrauen Fräulein Dieing, Epp, Fehr, Hofer und Menz in poetischer Form allen Gästen ein herzliches Willkommen, wobei 'die Vorzüge des Radsportes in begeisternden Worten zum Ausdruck gebracht wurden'.

Unser Bild zeigt die Ehrenjungfrauen im Adlergarten, in der Bildmitte Fähnrich M. Holzer mit dem neuen Banner und links Vorstand Rusch, der in kurzen Worten von der Entstehung des Fahrrades berichtete, dessen Fortschritt, Vorteil und Bedeutung rührnte, wie auch die Ersparnis an Zeit und Mühe und den 'hohen Genuß bei großen Touren und deren gute Folgen für Leben und Gesundheit der Fahrer'.

Eine Wettfahrt im Langsamfahren und ein allgemeiner 'Corso' beendete den schönen Verlauf des Festes.

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