Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu

Auteur
:   Margarethe Stützle
Gemeente
:   Isny im Allgäu,
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2426-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Isny im Allgäu'

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31. August 1919 - der erst seit wenigen Monaten bestehende Schwirnmc1ub-Isny hält im 'waldumsäumten Holzweiher' ein Schwirnmfest ab.

Lassen wir darüber den Chronisten der Isnyer Tageszeitung berichten: Eine Völkerwanderung zum Holzweiher erinnerte Isny und Umgebung, daß die durch ihre vortrefflichen Leistungen bekannte Schwimmabteilung des Turnvereins nach langer Pause wieder ein Schwimm- und Waldfest abhielt. Emsige Hände sorgten fûr Ruhebänke und versahen allzu elastische Uferstellen mit iiberbrûckenden Priigelwegen: Gespannt erwartete man den Beginn des nassen Wettstreits, den Musikstücke und Schwimmreigen einleiteten. Mit großer Spannung verfolgte man die teils Heiterkelt erweckenden Sprünge.

Wenn auch die stramme Bogentechnik unseres Meisterspringers auf dem Bild viel eher einen klatschenden Bauchaufschlag nach sich ziehen dürfte, oder ist unser kühner Sprungheld etwa gar 'jener rabiate Hochstapler', von dem berichtet wird, daß er seine Festkritik mit einern Sturz von hoher Warte büßte? Gönnen wir seiner sieghaften Haltung lieber einen Preis, Das Fest endete jedenfalls in der einhelligen Meinung aller, Zuschauer wie Mitwirkenden als 'köstliches und unvergeß1iches Vergnügen'.

32. Diese hübsche Karte vom Bundeswettlauf des Schwäbischen Schneeschuhbundes in Großholzleute sandte eine der begeistertsten Isnyer Skifahrerinnen, Frau Dr. Lily Ehrle, an ihre Verwandten.

Zunächst fürchtete man, daß der Bundeswettlauf der ungünstigen Schneeverhältnisse wegen gar nicht stattfinden könne. Die Furcht war unbegründet, die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die Bundesvereine hatten ihre besten Läufer nach Großholzleute geschickt.

Mit von der Partie auf nebenstehendem Bild waren auch Sebastian Würzer, Adlerwirt von Großholzleute, der Isnyer Apotheker Dr. Eugen Bauer und Bundesvater Dinkelacker.

Es war für die Damen sicher nicht ganz einfach, bei der Besteigung des Schwarzen Grates (im Bildhintergrund dessen Pavillon), behindert durch ihre langen Kleider, mit den sportlich mit praktischen Kniehosen versehenen Herren Schritt zu halten. Die 'gelungene' Veranstaltung fand am Abend im 'Adler' zu Großholzleute ihren fröhlichen Ausklang mit Festrede und Preisverteilung an die Sieger durch Bundesvater Dinkelacker.

-- "

Bundeswettlauf des Schwäbischen Schneeschuhbundes.

Grol3holzleute am Schwarzen Grat am 10. u. 11. Februar 1912

33. Anfang Juli 1914 beschlossen die Isnyer Turner von einem Jahresausf1ug abzusehen und das dafür vorgesehene Geld zu sparen, um damit einen eigenen Spielplatz anzulegen. Ein 'Schauturnen' auf dem Rain sollte weitere Mittel für dieses Vorhaben bringen. Als Preise dafür waren Eichenlaubsträußchen mit Schleifen und dem Zeichen der Turnerschaft vorgesehen.

Am letzten Sonntag vor Kriegsausbruch unternahm eine kleine Turnergruppe einen Ausflug auf die Schletteralm und übte dort in luftiger Bergeshöhe für das geplante 'Schauturnen'.

Der elegante Stabhochspringer in der Bildmitte ist Fritz Schmid. Von links nach rechts sieht man in der Reihe Willi Geyer (bald nach Kriegsausbruch eingezogen), Anton Frommknecht (im Juli 1915 zur Ersatzkompagnie der Württembergischen Gebirgstruppe einberufen), Hugo Bär (ebenfalls bald nach Kriegsausbruch zum Heer eingezogen), Eugen Wirth (am 30. April 1915 zum Grenadierregiment NI. 123 nach U1m einberufen), Paul Kechele (bald nach Kriegsausbruch eingezogen), Eduard Geiger (am 30. April 1915 zum Grenadierregiment NI. 123 nach Ulm eingezogen), Paul Schlachter (im Juli 1915 eingezogen), Hans Durach und Hans Waibel (beide ebenfalls am 30. April 1915 nach U1m zum Grenadierregiment NI. 123 einberufen).

So zog der Kriegsausbruch einen scharfen Strich durch die friedlichen Turnerpläne. Von 110 Turnern, die bei Kriegsausbruch ins Feld einrücken mußten, kehrten bis Februar 1919 nur 85 wieder glücklich in die Heimat zurück.

34. 'Die Huldigung des Handwerks - 1864' wurde zum 50jährigen goldenen Jubiläum des Isnyer Gesellenvereins von Kolpingsmitglied Schreckenhöfer als 'Lebendes Bild' arrangiert. 'Er versteht es wie kein zweiter, lebende Bilder zu gruppieren, er ist ein Meister und verdient Dank und Anerkennung,' so lobte der Chronist jener Jahre diese Darbietung an den Pfingstfeiertagen des Jahres 1914.

In der Bildmitte, vor sich die Kolpingsbüste, steht Stadtpfarrer Fink, der derzeitige Präses des Vereins, hinter ihm die Bannerträger, in lockerer Reihenfolge die Ehrenjungfrauen und Kolpingsbrüder, Symbole des ehrsamen Handwerks in den Handen. Sind auch nicht mehr alle Namen der Mitwirkenden bekannt, einige können wir noch nennen, wie die Ehrenjungfrauen Fräulein Rupp und Fräulein Frommknecht und von den Darstellern des Handwerks die Herren Natterer und Stölzle.

Fotograf Sauter hielt das hübsche Bild für die Nachwelt fest; vielleicht erkennt der eine oder andere doch noch jemand?

35. Hier stellt sich der Rauchverein-Isny im Jahre 1929 mit seiner Vereinsfahne vor.

Im Dezember 1911 hatten sich 'sechs Männer des arbeitenden Volkes' zusammengetan, um 'zum Besten der arbeitenden Bevölkerung' einen Verein zu gründen, in welchem sich 'die Mitglieder zusammenfinden und zur Besserung des Volkswohles arbeiten'. Wahrlich ein großes Ziel. Drei Jahre später besaß man bereits eine Vereinsfahne, deren Weihe auf den 7. Juni 1914 festgelegt wurde. Früh am Morgen begann die 'Tagwache' mit der Stadtmusik. Nach Festgottesdienst und Fahnenweihe begab sich alles gemeinsam mit den Gastvereinen in den 'Engel', das Stammlokal des hiesigen Vereins.

Bereits im Jahre 1929 feierte der Rauchverein sein 20jähriges Stiftungsfest. Man hat hierbei wohl auch einige Jahre 'Rauchzusammenkünfte ohne Vereinsabsichten' mit in das Vereinsalter einbezogen. Der Immenstädter Rauchverein überreichte seinem Isnyer 'Patenkind' einen silbernen Pokal, anschließend ehrte man langjährige Mitglieder.

Auf unserem Bilde sehen wir den Vorstand und Fähnrich Alois Strobel, O. Schön, Fr. Bucher, I. Reich, W. Wölf1e, Jakob Stalder, Anton Albrecht, Martin Weber und Mathias Merkl, die alle um die einzige Dame des Vereins gruppiert sind.

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