Kennt Ihr sie noch... die von Schwäbisch Gmünd

Kennt Ihr sie noch... die von Schwäbisch Gmünd

Auteur
:   Dr. K.J. Herrmann
Gemeente
:   Schwäbisch Gmünd,
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2609-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kennt Ihr sie noch... die von Schwäbisch Gmünd'

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EINLEITUNG

Persönlichkeiten oder Personen des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens unserer Stadt in der Vergangenheit vorzustellen, sie in die Erinnerung unserer Zeit zurückzurufen, hat sich der vorliegende Fotoband als Aufgabe gesetzt, Die Auswahl der Bilder erfolgte notgedrungenermaßen auch nach dem Zufallsprinzip: Überliefertes aus dem städtischen Archiv und mancher privater Fotoschatulle. Dennoch haben die Verfasser sich bemüht, ein breites Spektrum an Informationen anzubieten.

Die Redaktionsarbeiten lagen in der bewährten Hand meiner Mitarbeiterin Brigitte Mangold. Dank auch der Stadtverwaltung, Frau Söll, Frau Brazel, Frau Betz, Herrn Richard Storr, Herrn Dr. Kurt Seidel und Frau Ortrud Seidel für die Überlassung von Bildmaterial und Herrn Carl Wagenblast für die Ausformulierung der Texte.

DI. K.J. Herrmann Oberarchivrat

1. Ein Familienbild des Gmünder Kaufmanns und Fabrikanten Franz Weitmann (1854-1909), seiner Ehefrau Maria Josefa, geborene Mayer (1855-1920), seiner beiden Töchter Hedwig (1884), später Ehefrau des Alfons Schreitmüller, Oberbahnassistenten in Bietigheim und Maria (1894), später Ehefrau des Anton Schenk, sowie seines Schwiegervaters Johann Georg Mayer (1824-1904), Seminaroberlehrer. Weitmann war ein angesehener und erfolgreicher Bijouteriehändler en gros. Musikoberlehrer Mayer wird als der fleißigste Lehrer bezeichnet, den das hiesige Schullehrerseminar gesehen hatte. Das Bild wurde am 11. Juli 1905, dem Festtag des Altersgenossenjahrgangs 1855, und drei Monate vor dem Tod von Mayer, aufgenommen.

2. Karl Erhard, geboren 15. Februar 1819 in Schwäbisch Gmünd, gestorben 1. Dezember 1888 in Schwäbisch Gmünd, Fabrikant. Er war von Anfang an in der von seinem Vater gegründeten Silber- und Metallwarenfabrik Erhard und Söhne in der Bocksgasse tätig. Für diese Tätigkeit schulte er sich im Stahlschneiden, Goldschmieden und Emaillieren an den hervorragenden Stätten der damaligen Edelmetallindustrie im In- und Ausland. Karl Erhard übernahm die technische Leitung der Firma und verfolgte sehr aufmerksam die industrielle Entwicklung; als einer der ersten Fabrikanten in Deutschland verwertete er im Jahr 1857 die Galvanoplastik industriell.

3. Christian Müller, Schuhmachermeister, Geboren 26. Juni 1841 in Remmingsheim, überamt Rothenburg, gestorben 3. Februar 1920 in Schwäbisch Gmünd. Vor dem Haus Hospitalgasse 16, das 1983 abgebrochen wurde, zeigt sich der Meister; aus der Werkstätte schaut sein Geselle. Vor der Haustüre steht seine Tochter, die Schlossermeisterin Storr, mit ihren Kindern. Eine Straßenidylle um das Jahr 1910.

4. Wilhelm Kucher, geboren 20. Januar 1862 in Schwäbisch Gmünd, gestorben 18. Februar 1904 in Schwäbisch Gmünd. Eine angesehene Gmünder Familie, die den Hausnamen 'Schlurk' führte,

5. Hermann Erhard, Kommerzienrat. Geboren 21. August 1855 in Schwäbisch Gmünd, gestorben 23. Oktober 1945 in Schwäbisch Gmünd. Schon reich an Kenntnis trat er in das väterliche Geschaft ein, fiihrte es nach alten Grundsätzen weiter und baute es noch mehr aus. Unter ihm entstand der Neubau der Firma an der Weißensteinerstraße, der wiederholt erweitert und neuen Bedürfnissen angepaßt worden ist. Mit der Zeit entwickelte sich Erhard zum anerkannten Führer der lokalen Wirtschaft. Er bekleidete zahlreiche Ehrenämter. Seiner Vaterstadt übergab er die kostbare Bilderchronik und zahlreiche Samrnlungsgegenstände. Es war daher wohlverdient, daß ihn der Gemeinderat zum Ehrenbürger ernannte.

6. Wilhelm Binder, geboren 6. August 1823 in Schwäbisch Gmünd, gestorben 1. September 1885 in Schwäbisch Gmünd, Silberwarenfabrikant. Anfangs gründete er ein Handelsgeschäft und übernahm dazu die Fabrikation von Silberwaren. Zur weiteren Entwicklung und Vereinheitlichung gründete er die Firma Wilhelm Binder. Persönlich reiste er noch in der Kutsche mit seinem Musterkoffer zu seinen Kunden. Aus kleinen Anfängen hervorgegangen, hat sich die Firma dann im Laufe der Zeit zu einer der bedeutendsten Silberwarenfabriken Deutschlands mit Weltruf entwickelt.

7. Carl Rudolph, geboren 20. Juni 1859 in Schwäbisch Gmünd und gestorben 21. Oktober 1910 in Schwäbisch Gmünd. Sein Name ist mit der Entwicklung der hiesigen Edelmetallindustrie eng verbunden. Im gesellschaftlichen Leben war er Vorstand des Liederkranzes. 32 Jahre lang arbeitete er in der von seinem Vater mitgegründeten Firma Binder und Rudolph, die im Jahr 1889 mit dem Handelsgeschäft Wilhelm Binder zu einer Firma vereinigt wurde, Als Teilhaber und technischer Leiter führte er den vergrößerten Betrieb Wilhelm Binder in vorbildlicher Weise und mit großem Erfolg, Im Jahr 1908 trat er aus der Firma aus und gründete eine eigene Fabrik.

8. Eduard Forster, Kaufrnann. Geboren 11. Oktober 1811 in Schwäbisch Gmünd, gestorben 16. Oktober 1872 in Schwäbisch Gmünd. Inhaber der früheren großen Firma D. Kott; ein tüchtiger Geschäftsmann, der den Aufschwung der industriellen Verhältnisse in der Stadt förderte, ein Demokrat, der an der Spitze der hiesigen 1848er Bewegung stand. Forster wurde sowohl in die erste verfassungsgebende Landesversammlung 1848 sowie 1850 in die zweite als Abgeordneter gewählt. Er gehörte auch später wieder dem Landtag bis 1864 an und war darüber hinaus einflußreicher Gemeinderat bis zu seinem Tod. Forster veranlaßte den Buchdrucker lIs wieder hierher zu ziehen und gründete mit ihm im Jahr 1849 den 'Märzspiegel für freie Bürger zu Berg und Thai' beziehungsweise initiierte dieses Blatt als das Organ seiner Partei. Er ist der Erbauer des im Jahr 1840 erstellten sogenannten Forsterschen Neubaus, Robert-von-Ostertag-Straße 9.

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