Kenzingen in alten Ansichten

Kenzingen in alten Ansichten

Auteur
:   Oskar Kramer
Gemeente
:   Kenzingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1716-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kenzingen in alten Ansichten'

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9. Fresken im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Wonnental, die bei einem Tapetenwechsel zum Vorschein kamen. Nach der Säkularisation wurde das ganze Kloster in Einzelwohnhäuser aufgeteilt. Das Denkmalsamt Freiburg begarm die Restauration dieses Gemäldes - hier im Interimszustand - als ein Brand alles zunichte machte. Dargestellt war Maria mit dem Kind, umgeben von den Nonnen, die 1728 zu dem Convent gehörten. Pater Konrad Burger, ihr Beichtvater und Chronist, schrieb unter anderem: Die Äb tissin Adelheidis, von Edlem geschlecht sei ein frumb Heilig Mensen gewesen, was zu jener Zeit eine durchaus ehrerbietige Diktion war. Das Fresko wurde dem berühmten Freiburger Maler Christian Wenzinger zugeschrieben.

10. Luftbild von Kenzingen. Aus der Vogelperspektive ist heute noch das Charakteristikum für die alte Zähringerplanung, das Achsenkreuz, gebildet durch die Eisenbahn-, Brodund Hauptstraße, klar ersichtlich. Die zirkulare Umfassung wurde erreicht mit der großen und der kleinen Elz, sowie der bewehrten Stadtmauer, auf deren Fundamenten nun die Gebäude des 'Unteren' und des 'Oberen Zirkels' stehen. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich auch Kenzingen gedehnt und gestreckt. In der Vorstadt - im Balger - haben sich hauptsächlich Neubürger angesiedelt.

11. Die katholische Pfarrkirche, gebaut als Basilika mit Apsis und drei Langschiffen. Die Kreuzgratgewölbe, deren Spuren noch sichtbar sind, müssen der Gotik zugerechnet werden. Die Krypta unter dem südlichen Turm ist rornanischen Ursprungs, denn aus der Getik sind keine Krypten bekannt. In die Spätgotik fällt die südliche Seitenkapelle, die Wolf von Hürnheim 1518 für seine Tochter Veronika anbauen ließ. Die wertvollen Skulpturen sind fest im Mauerwerk verankert und können nicht entwendet werden, so wie es mit verschiedenen Figuren (Putten) und Meßgeräten schon geschah,

12. Das Innere der Pfarrkirche hat sich im Laufe der Jahrhunderte, je nach dem Zeitgeschmack, gewandelt. Die Seitenschiffe wurden beseitigt und um 1750 eine Stuckdecke eingezogen. Die einfachen wurden durch prächtige Barocka1täre ersetzt. Man meinte im 16. und 17. Jahrhundert die Romanik und die Gotik sei barbarisch und nur die Renaissance, das Barock, Ausdruck von Kultur. Das kunsthistorisch wertvollste Stück aus der katholischen Pfarrkirche, die holzgeschnitzte Statue des heiligen Johannes aus dem 15. Jahrhundert, steht im Augustinermuseum in Freiburg.

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Kath. Gesellenverein, Kenzingen. 1913.

13. Ado1f Kolping gründete 1846 den ersten Gesellenverein. Diese Ansichtspostkarte gab der katholischen Gesellenverein Kenzingen 1913 heraus. Links, so finder ein Wandergeselle Zuspruch, Obdach und Wegzehrung. Vor den Kriegen gehörte es sich, daß ein Handwerker auf Wanderschaft ging, wer nicht in der Fremde war, galt nicht für voll. Mögen auch einige vagabundiert haben, die meisten führte diese Sitte aus der Kleinstadtenge zu weiteren Horizonten, nicht nur landschafts-, sondern auch bildungsrnäßig.

14. Das 'Theatrum' mit dem Gekreuzigten. Etwas ganz Besonderes für Kenzingen in sakraler Kunst aus der Renaissance stellte das Theatrum, auch 'das Heilige Grab' genannt, in der katholischen Pfarrkirche dar. Es wurde als Scheinarchitektur seit Anfang des 18. J ahrhunderts immer in der Karwoche zwischen Chor und Schiff aufgestellt. DI. Halm aus München, als Kunsthistoriker ein Experte von Ruf, schrieb 1883: Daß nur ein italienischer Kimstier ersten Ranges - Andrea del Pozzo solch gewaltiges Werk konzipteren konnte. Kopien sind auch in anderen Kirchen (Ettenheim) aufgestellt worden.

15. Das 'Theatrum' mit dem Auferstandenen. Nach dem Karfreitag wurden die beiden Bilder in der Mitte ausgewechselt. Leider ist das Kunstwerk in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts, aus welchen Gründen auch immer, entfernt worden. 'Nur noch zwei Säulen zeugen von entschwundener Pracht,' sie wurden neben den Seitenaltären angebracht. Dekan Raab, der damalige Pfarrherr, beabsichtigte für das Theatrum neben der Kirche einen Anbau zu errichten. Dazu kam es nicht mehr. Der Erste Weltkrieg und seine Folgelasten ließen die Finanzierung nicht zu. Vielleicht hat man auch den Wert des Werkes unterschätzt.

16. Die Evangelische Kirche. Sie war früher Teil des Franziskanerklosters, heute Städtisches Krankenhaus. 1891 wurde das Schiff vom Chor abgeteilt. Das Schiff überließ die Stadt der evangelischen Kirchengemeinde, der Chor verblieb als Spitalkapelle. In Anwesenheit des Großherzogs Friedrich 1. und Gemahlin fand am 5. März 1891 die Einweihung statt. Erster Täufling, ausgerechnet an diesem Tage, ist Ernst Ringwald gewesen. Das Großherzogspaar übernahm die Patenschaft, was nicht nur ehrenhalber von einigern Nutzen war. Im Gedränge wollte es Linemann, der mit dem Barte, seinerzeit aber noch ein kleines Bürschchen, ganz genau wissen. Dafür versohlte ihm der 'Bolizei' Wiäste-Balzer den Hosenboden. Zeitlebens hat der Ernil dem Ernst vorgehalten: 'Wege Dir hab i dr Ranze voll kriägt.'

17. Das Kruzifix in der evangelischen Kirche, mindestens der Korpus, ist ein spätgotisches Kleinod. Nach den Worten des Restaurators M. Bauernfeind (veröffentlicht im 'Blickpunkt"), Anfang des 16. Jahrhunderts geschaffen. Weitere gotische Relikte sind: a) die durch Bombensplitter beschädigte und wiederhergestellte Figur des 'Johannes der Täufer' auf der Umfassungsmauer der Arrestanstalt, die bis 1806 Johanniterkloster war, b) der Christuskopf über dem feinkannelierten Türsturz zum Pfarrsaal, c) die gewundene Säule am Hause Hess in der Mühlestraße und d) der Wappen mit Helmzier am Hause Kasper-Schmied. Die Häuser waren noch nicht nummeriert, sie trugen Zeichen.

Kenzingen, Hauptstr.

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18. Das Rathaus, 1520 von Wolf von Hürnheim erbaut, wie es im Jahre 1907 aussah. Seither ist es, dem ursprünglich gotischen Stil nachempfunden, umgebaut und erweitert worden. Besonders gut gelungen ist die Eingangshalle mit zwei Holzsäulen und der Bürgersaal, in dem die unter Putz verborgenen Pfeiler herausgeholt wurden. Die Laubenform der Halle erinnert an die frühere Gerichtslaube, aus der noch ein Fenstergesims in der nördlichen Innenwand stammt. Vom unteren Stadttor blieben zwei Wappensteine erhalten und bilden nun unter dem gotischen Fensterband die Zierde der Straßenfassade.

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