Kenzingen in alten Ansichten

Kenzingen in alten Ansichten

Auteur
:   Oskar Kramer
Gemeente
:   Kenzingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1716-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kenzingen in alten Ansichten'

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49. Die Stadtrnusik im Jahre 1874, nach dem gewonnenen Krieg von 1870/1871 'stolz in der Brust, siegesbewußt' . Die Kapelle war hochgeachtet und begehrt , denn für die Tanzlustigen gabs noch keine Diskothek, Combo, oder Musikbox. Es waren nur elf Bläser, ohne Rhythmusinstrument zusammengekommen, wobei der Dirigent zugleich die Trompete blies. Vielleicht ist der eine oder andere der Blasmusiker von den Urenkeln noch zu erkennen. Was sie gespielt haben, werden Walzer und Militärmärsche gewesen sein. Märsche, die man heute noch gerne hört, ohne deshalb Militarist zu sein.

50. Gruppenbild der Stadt- und Feuerwehrmusikkapelle Kenzingen zur Feier des 100jährigen Bestehens am 9., 10. und 11. Juni 1928. In der Mitte sitzend Bürgermeister Baptist, links daneben Musikdirektor Kromer. Die Musiker sind alle leicht zu identifizieren. Einige haben den Krieg, die Gefangenschaft und die Zeit danach überstanden und konnten beim 150jährigen Jubiläumsfest am 3. September 1978 teilnehmen, wenn auch nicht mehr aktiv, so doch geehrt und ästimiert.

51. Im 'Oberen Zirkel'. Das war so ein Brand im vorigen Jahrhundert. Das Feuer fand im Fachwerk reiche Nahrung. Die Feuerwehr war mit den Geräten, die ihr damals zur Verfügung standen, ziemlich machtlos. Der Brandherd raucht zwar noch, aber die Häuser sind halt kaputt. Nach der Einführung der Gebäudeversicherung wird vielleicht so manch ganz Pfiffiger mit dem Gedanken gespielt haben sich selbst den 'Roten Hahn' aufs Dach zusetzen oder 'Wenn nur mi Hüs aü abbrennt wär.'

52. Die Kornmandeurs-Trilogie der Freiwilligen Feuerwehr Kenzingen 1901. Von links nach rechts: Kaminfegermeister Sulzer, Bürgermeister Beek und Stockfabrikant Kromer. Man legte Wert auf eine dekorative Paradeuniform. 1861 gab es schon effektive Löschgeräte, gegen die modernen Motorspritzen muten die alten aber wenig hilfreich an. Die Brandbekämpfung war reine Knochenarbeit und der Erfolg der Mühen bei den Fachwerkbauten oft gleich Null.

53. Mädchen in Kenzinger Tracht. Es ist die einzig überlieferte Tracht, aus der österreichischen Zeit stammend, ausgekramt zu den Internationalen Musiktagen und zur 700Jahrfeier. Die Anwesenden, Weihbischof Burger, Staatspräsident Wohlleb und Bürgermeister Fasoli, tranken Wein, der aus dem Üsenbergbrunnen floß, aber zu lange in der Messingleitung stand. Die Folgen waren tragikomisch:

Am meisten setzte es Herrn Burger zu, er fand drei Tage keine Ruh '.

Nur einer, als der andern Stimme bebte, gegen Gift immun, noch lang Wohl-lebte.

54. Es war vor nunmehr achtzig Jahren, als sich die Aktiven des Gesangvereins 'Frohsinn' zu einem Gruppenbild stellten und setzten. Gut bekannt sind noch stehend von links nach rechts: 4. Lirnberger-Maler, 7. Beckschlosser, 8. Weis Theodor (Maler) und 11. HeldSchneider. Sitzend: 1. Röderer-Hüte, 3. Bilharz Josef-Metzger, 4. Weis Otto-Maler und 5. Engier Ferdinand. Die Herren vamen rechts demonstrieren, daß im Verein nicht nur gesungen, sondern auch - vermutlich - Zego gespielt wurde. Als Beistand: 'Bolizei' Balthasar Wiest (Balzer).

55. In dieser Gruppe vom 'Frohsinn' wird auch Musik gespielt - Zither, Flöte, Geige und Gitarre. Dabei steht ein Fäßchen 'Bock', dem unisono zugesprochen wird. Das drapierte Vereinsernblem, der große Initialbuchstabe 'F' mit dem vertikal eingefügten Restwort ROHSINN ist ein bizarres Beispiel und eine ungewollte Persiflage des Stils jener Zeit. Noch Bekannte sind: links am Fenster Ochsner-Sattler und Bilharz Josef. Vor seinen Haus wurde dieses Bild 'arrangiert'.

56. Der Gesangverein 'Eintracht' hat mit dem 'Frohsinn' ein stimmungsvolles Erbe angetreten. Zum 40jährigen Stiftungsfest am 10. Juli 1910 zeichnete und druckte der spätere Vorsitzende Buchdruckereibesitzer und Kalligraph Gustav Steiger, diese offizielle Festpostkarte. Wenn auch nicht schon ein existentes Kulturgut, so kann die Pflege des Gesangs, der Musik, des Sports und so weiter in den Vereinen doch eine wichtige, fortführende Station auf dem Wege dahin sein.

57. Im Jahre 1910 war es auch, als die 'Eintracht' dem neuen Bürgermeister Baptist eine Ovation besonderer Art darbrachte. Nach den Be- und Verkleidungen muß es in der 'Fasnetszit' gewesen sein. Die Gastvereine kamen aus Pausendorf, Jodelsheim, die 'Krakelia' sogar aus Brüllhausen. Stellvertretend für die Veranstaltungen nach 1918 sei an die Aufführung von Schillers 'Glocke' unter Dirigent Albert Hug erinnert, mit den Solisten Fräulein Held und den Herren Rudi Naudascher, Franz Schlenker (Caruso), Oswald Steiger und anderen.

58. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts war die Kenzinger Fasnet auf 'Spiele' ausgerichtet. Diese Aufnahme zeigt die Verteidiger von Kenzingen mit ihren handfesten Marketenderinnen 1905 im Schulhof. Aus alten Urkunden, Verbote zumeist, läßt sich ableiten, daß schon im Mittelalter Vermummte ihr nicht immer sauberes Spiel trieben. Mag sein, daß es den Kenzingern von jeher im Blut lag einmal aus der Haut zu fahren, oder in eine fremde zu schlüpfen.

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