Kühbach in alten Ansichten

Kühbach in alten Ansichten

Auteur
:   Karl Christl
Gemeente
:   Kühbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5441-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kühbach in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der Markt Kühbach liegt an der B 300, 35 km von Augsburg und etwa 100 km von Regensburg entfernt, zwischen den Landstädten Aichach und Schrobenhausen.

Zwar wurde das ehemalige Benediktinerinnenkloster Kühbach schon um das Jahr 1000 gegründet und LOl! urkundlich bestätigt, so kann aber doch der Ort Kühbach in diesem Jahr auf 600 Jahre zurückblicken. als er nämlich 1392 erstmals urkundlich als 'Markt' bezeichnet wurde. Am 19. November 1392 kam es unter den Söhnen Kaiser Ludwigs des Bayern zur dritten Landesteilung: Oberbayern wurde unter Herzog Johann 11. (Oberbayern-München) und Stephan Hl. (Oberbayern-Ingolstadt) aufgeteilt, Herzog Friedrich erhielt ganz Niederbayern, So heißt es in der Urkunde, daß Stephan Hl. unter anderem Friedberg, Burg und Markt mitsamt dem Zoll an der Lechbrücke, Aichach, Burg und Stadt, Schrobenhausen der Markt, Altomünster der Markt, Kühbach der Markt, Aindling der Markt, St. Lienhart (Inchenhofen) der Markt... zugesprochen bekam. Kühbach und das sieben km entfernte Inchenhofen waren aber 1392 noch keine Märkte. Stephan erhielt das Recht, aus den zwei Dörfern Märkte zu machen, um seine Einkünfte entsprechend zu sichern und steigern zu können. Das benachbarte Inchen-

hofen erhielt 1400 die Marktrechte. Kühbach folgte 1405 mit zwei Jahrmärkten am Ulrichs- und Magnustag. Ein Viehrnarkt ist 1430 bezeugt, er war natürlich älter. Um 1400 scheint der Marktplatz angelegt worden zu sein. In der Mitte war das alte Rathaus, wo heute das Kriegerdenkrnal steht, Schriftliche Rechte einer jungen Bürgerschaft sind zwar anzunehmen, aber bisher nicht mehr zu beweisen,

Kühbach gehörte seit dem Aussterben der Ingolstädter Herzagslinie im Jahre 1447 zum Herzogtum Niederbayern-Landshut. Seit 1479 regierte dort Herzog Georg der Reiche, der durch die 'Landshuter Hochzeit' noch heute sehr bekannt ist. Der Kühbacher 'getreue und geschworene Rat' machte dort seine Huldigung und ließ sich bei dieser Gelegenheit in der Kanzlei am 28. September 1481 die Marktrechte und -pflichten erneut beurkunden. Die Vertreter des Marktes bekarmten vor dem Herzog. von seinen Vorgängern mit Preiheiten und Marktrechten versehen worden zu sein. Die alten Rechte seien aber verlorengegangen und deshalb habe sich die Rechtslage für die Bürger gegen das wiedererstarkte Kloster verschlechtert. Der Herzog gab den Bitten der Bürger statt.

Erneuert wurde die Urkunde von 1481 am 31. Mai

1507 von Herzog Wolfgang in München, als nämlich Kühbach 1505 zu Oberbayern gekommen war. Der Herzog bekundete, daß ihm Bürgerrneister, Räte und die ganze Gemeinde seines Marktes zu Kühbach als ihrem Erbherren gehuldigt und geschworen hätten, Trotzdem konnten Konflikte mit dem Kloster in der Folgezeit nicht ausbleiben. Streitfälle, Verträge und Vergleiche zwischen Markt und Kloster gab es seit 1486 und sie brachen bis zur Säkularisation 1803 nicht ab.

1818 wurde Kühbach eine Ruralgemeinde. Der Titel 'Markt' hatte keine besondere Bedeutung mehr, abgesehen von den zwei Jahrmärkten, die aber auch 1876 eingestellt wurden.

1972 kam der altbayerische Landkreis AichachFriedberg, und damit auch Kühbach, zum Regierungsbezirk Schwaben. Seit der Gemeinde- und Gebietsreform ist der Markt Kühbach mit seinen Ortsteilen bis heute auf 3 323 Einwohner angewachsen. Das brachte vermehrte Aufgaben, wie etwa Schulhausneubau, Wohngebietserschließungen, Kanalisation, Straßenbefestigung und Ortsverschönerung mit sich. Unter Bürgerrneister Heribert Oberhauser und seinem Gemeinderat wurde Kühbach in den letzten Jahren wieder zu einer lebens- und liebenswerten Marktgemeinde.

Es ist eine besondere Freude , daß zum 600jähri-

gen Jubiläum der ersten Marktnennung dieses Büchlein 'Kühbach in alten Ansichten' herauskommen konnte. Es umfaßt in etwa den Zeitraum von 1880bis 1930.

Außer meiner Tochter Corinna, die in Kühbach zur Welt kam, bin ich selber nur ein 'Zugereister', der 1964 als Schulleiter die hiesige Volksschule übernahm. Es war daher für mich gerade keine leichte Aufgabe, diese Bilddokumentation zusammenzustellen. Es hat mir aber trotzdem Freude gemacht. So bin ich zu großem Dank verpflichtet allen, die mir mit 'Bild und Wort' geholfen haben, daß dieses Büchlein zustande kam. Ein Stück Geschichte könnte damit erhalten werden. Es soll der alten Generation Erinnerung sein, der gegenwärtigen und künftigen Generation ein Dokument darstellen, wie ihre Großväter gelebt haben.

Bei den Texten zu den Bildern mußte ich mich des öfteren auf die Aussagen älterer Kühbacher verlassen. So wünsche ich dem Büchlein, das für verschiedene Anlässe ein Geschenk sein könnte , eine gnädige Aufnahme.

Kühbach, im Juni 1992

Karl Christl

I, Kühbachs Geschichte beginnt mit dem Benediktinerinnenkloster St. Magnus, das Graf Adalbero sich 1011 von König Heinrich Ir. bestätigen ließ, 1803 wurde das Kloster säkularisiert. Als Tochterkloster lebt es noch in Fulda fort, als 1626 dort Kühbacher Nonnen eingezogen waren. Der Ort Kühbach ist sicher älter als das Kloster. Wenings Kupferstich von 1700 zeigt den Turm noch mit einer einfachen barokken Kuppel. Vor der Kirche lag bis 1803 auch der Friedhof. Im Klostergarten steht das barocke Gartenhaus von 1690, dahinter ist das Kaplaneigebäude zu erkennen. Die Gebäude an der Südfront wurden nach 1820 abgerissen und durch eine Mauer und ein schrniedeeisernes Gitter ersetzt. Die beiden Flügel blieben bestehen.

2. Die Pfarrkirche St. Magnus zählt zu den Hauptwerken des bayerischen Hochbarocks in der zweiten Hälfte des i7. Jahrhunderts. Die in Kühbach tätigen Künstler und ihre Werke vermitteln einen repräsentartven Querschnitt durch die bayerisch-schwäbische Kunst am Ende des 17. und Anfang des l S. Jahrhunderts. Wenn auch Kleinigkeiten in der Ausstattung immer wieder verandert wurden, so blieb doch das Gesarritkunstwerk erhalten. Auf diesern Foto um i927 sind die Kirchenbänke noch in zwei Reihen aufgestellt. das Speisgitter ist noch vorhanden , ebenso die Beichtstühle in den Seitenkapellen. Unter dem hl. Sebastian hatte der Palmesel seinen Platz und unter dem hl. Rochus stand das Taufbecken (heute in der Stiftergruft) .

3. Zu seinern Kupferstich von 1700 fertigte Michael Wening auch eine kurze Beschreibung: 'Ein Markt ... nächst an dem Fluß Paar und an der Landstraße von Augsburg nach Regensburg. sonst ziemlich im Tal, allein gegen Osten und Süden mit kleinen Hügeln und Holzwachs, übrigen aber mit Wiesmathen und Feldern umgeben.' 1392 wurde der Ort erstmals als 'Markt' bezeichnet, wurde es aber erst 1405. Im Jahr 1794 zählte Kühbach noch immer erst 453 Einwohner. Auf der linken Bildhälfte steht noch das Ortskirchlein St. Walburgis, das nach 1803 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde.

4. Heute wird das Vieh nicht mehr am Ortsweiher und am Kühbächle getränkt, dafür beleben wie in früheren Jahren Gänse und Enten das friedliche Idyll um den Weiher. aus dern, wie die Großmutter noch zu erzählen wußte , der Storch die kleinen Babys fischte. Den Jugendlichen dient der Weiher seit jeher zu viellacher Freizeitbeschäftigung. Auf sclbstgezimmerten Flößen hatten sie ihren Spaß, und im Winter trifftsich alt und jung beirn Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen. Auch die Sautrogrennen bilden einen beliebten Freizeitspaß. Zum Baden freilich ist der Weiher zur Zeil nicht geeignet. Auf dern Foto steht noch der alte Pfarrstadel, der längst abgerissen wurde.

5. Vor 1900 entstand diese Totalansicht Kühbachs. Der Fotograf stand wohl auf dem Keilerberg. Rechts liegt auf einem kleinen Hügel der Friedhof, von einer Mauer umgeben. Im Tal rieselt das Kühbächlein der Paar zu. Im Hintergrund des Bildes erkennt man die ausgedehnten Wälder des 'Klosterwaldrükkens'. Dieser bewaldete Höhenzug bildet eine Wasserscheide. Die nördlichen Quellen und Bäche eilen der Paar zu, während die jenseitigen, die südlichen, die Weilach speisen.

KÜHBACH

bel AICHACH in Oberbayern.

6. Das Foto dürfte um 1920 entstanden sein. Am Ortsende nach Südwesten erkennt man eine Baumgruppe, den 'Aichacher Keller. Hier wurde Bier eingelagert und im Sommer bei Festlichkeiten ausgeschenkt. 1905 und 1910 fanden hier große Schützenfeste statt. Mit viel Aufwand wurden unter den hochgewachsenen Bäumen Schützenstände aufgebaut, die mit Girlanden und Tannengrün geschmückt waren. Auch Bänke und Tische für die Schützen und Gäste waren bereitgestellt. Eine Woche dauerten jeweils die Schießwettbewerbe , wie Verbandsschießen und Preisschießen, an denen sich viele Schützen aus dem gesamten Umkreis beteiligten. 1919 zählte die Marktgemeinde 725 Einwohner, 1925 waren es 756.

7. Auf dieser Postkarte von 1900 ist in der Mitte das 'Doktorhaus' abgebildet. Es steht noch in der heutigen Magnusstraße. 1860 praktizierte hier als erster Arzt Kühbachs Dr. Ulrich Aman über 47 Jahre. Er war Gründer der Freiwilligen Feuerwehr und Vorstand der Zimmerstutzen-Gesellschaft und ein eifriger Spender für die Pfarrkirchc, den Kirchenchor, den Friedhof , die Schule, die Gemeinde und er war besonders bekannt durch Schenkungen an die Armen. Er starb 1907. 1908 erwarb das Haus sein Nachfolger Dr. Xaver Konrad. 1918 kaufte die Gemeinde das Doktorhaus als Dienstwohnung für einen Arzt. Nach Dr. Riohard Stumpf und Dr. Albert Löffler praktizicrtc von 1928 bis 1961 Dr. Alois Glück in dem Haus. Er war bekannt als tüchtiger Chirurg und Gcburtshelfer.

8. Auf dieser Karte von 1905 sind die vier kleinen Teilausschnitte interessant. Das linke obere Bild gibt den Bliek frei in die heutige Schönbacher Straße: Rechts steht das alte 'Marktbäck-Haus', links die Lehrerwohnung und dahinter das Schulhaus. Daneben erkennt man auf dem rechten Bild den Trakt des Leydenanwesens, nämlich die 'Klosterbäckerei' mit Bliek in die Schrobenhausener Straße. Links unten ist der Pfarrhof abgebildet , daneben rechts der Friedhof', der um 1820 angelegt wurde. 1824 wurde die Kapelle erbaut. Kurz davor befindet sich das Grab der letzten Äbtissin Anna Bennonia Josepha von Kreitmair, die dort mit ihren 23 Mitschwestern nach Aufhebung des Klosters ihre letzte Ruhe gefunden hat. Auf der Grabplatte ist der Pontifikalstab in Stein gemeißelt.

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